Das Spiel zum Wochenende: Door Kickers

Das Spiel zum Wochenende: Door Kickers

Eingetretene Türen

05.03.2016
Im Echtzeitstrategiespiel des Entwicklers KillHouse Games übernimmt der Spieler das Kommando über ein Sondereinsatzkommando, mit dem er am laufenden Band Geiseln befreit und fiese Terroristen erledigt. Das wiederum funktioniert nur mit guter Planung und zahlreichen eingetretenen Türen.

In Door Kickers blickt der Spieler von oben auf den Grundriss eines Gebäudes, in dem sich gleich mehrere Terroristen verschanzt haben. Um sie zur Strecke zu bringen, dringt der Spieler mit einem Sondereinsatzkommando in das Gebäude ein und tastet sich langsam Raum für Raum vor. Der Spieler kann dabei jedes Teammitglied wie in einem Echtzeitstrategiespiel mit der Maus dirigieren oder aber das Geschehen pausieren und jede Aktion minutiös planen.

Über die weißen Wegpunkte legt man die jeweils nächsten Standorte des Teammitglieds fest. Die grüne Linie gibt die Blick- und Zielrichtung vor.

Teambildung

Zu Beginn einer Mission stellt der Spieler zunächst aus mehreren verfügbaren Einsatzkräften ein passendes Team zusammen und positioniert sie auf entsprechend ausgewiesenen Startpunkten. Die erlaubte Teamgröße hängt dabei von der jeweiligen Mission ab. Jeder Polizist lässt sich individuell ausstatten, wie etwa mit einer Pistole für den Nahkampf, einem Vorschlaghammer zum Zerlegen von Türen oder einem Taser zur Narkotisierung. Die einzelnen Waffen und Gegenstände muss man allerdings erst durch erfolgreich absolvierte Missionen freischalten. Je häufiger ein Teammitglied mit einer ganz bestimmten Waffe an Einsätzen teilnimmt, desto besser beherrscht es sie. Im Laufe des Spiels lassen sich auf diese Weise einzelne Spezialisten ausbilden.

Zu Beginn einer Mission darf man die Teammitglieder ausrüsten …

Sobald man die Mission startet, darf man jeden Polizisten mit der Maus durch das Gebäude dirigieren. Das Feuer eröffnen die Teammitglieder automatisch, sobald ein Feind in ihr Sichtfeld gerät. Die Terroristen muss man allerdings erst einmal aufspüren: Der Spieler sieht immer nur das, was auch gerade die einzelnen Teammitglieder sehen. Alle anderen Teile des Gebäudes liegen im Dunkeln. Die Feinde stehen zudem nicht starr auf einer Stelle, sondern bewegen sich, reagieren auf Geräusche und warnen sich sogar gegenseitig. Türen sollte man daher möglichst leise öffnen – oder absichtlich lautstark, um so die Gegner in eine Falle zu locken.

… und auf die verfügbaren, gelb eingekreisten Positionen verteilen.

Schritt für Schritt

Der Spieler darf jederzeit das Geschehen anhalten, woraufhin Door Kickers in einen Planungsmodus schaltet. In ihm legt man für jedes Teammitglied die Marschroute, die Blickrichtungen und bei Bedarf auch auszuführende Spezialaktionen fest. So könnte man etwa einen Polizisten anweisen, zunächst eine Tür einzutreten und dann Deckung hinter einem Auto zu suchen. Sobald man die Zeit weiterlaufen lässt, arbeiten die Teammitglieder brav alle zuvor festgelegten Aktionen ab. Der Spieler kann jedoch jederzeit eingreifen oder wieder in den Planungsmodus zurückschalten.

In Door Kickers ist Teamarbeit wichtig: Am unteren Rand hat ein Schütze hinter dem Auto Deckung gesucht, während sein Kollege die Tür aufgetreten hat.

Jede Mission besitzt ein Hauptziel. So muss man etwa ohne zivile Opfer einen Banküberfall beenden. Zusätzlich gibt es ein Nebenziel. Beispielsweise gilt es nicht nur Geiseln zu befreien, sondern auch gleich noch alle Terroristen zu erledigen. Wer damit immer noch nicht ausgelastet ist, darf sich auch noch an einer Herausforderung versuchen, in der man beispielsweise eine Mission komplett ohne Planungsmodus überstehen muss. Hat man schließlich die über 70 Missionen gemeistert, darf man mit dem eingebauten Editor eigene Aufgaben erstellen und über das Internet mit anderen Spielern austauschen.

Mit der kleinen Kamera kann man unbemerkt durch das Schlüsselloch linsen.

Entwickler KillHouse Games verkauft sein Spiel für knapp 19 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] sowie für rund 18 Euro bei Gog.com [4]. Im Humble Store und auf Gog.com erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version, die allerdings nur als 32-Bit-Fassung vorliegt. Der Humble Store spendet einen Teil der Einnahmen einer gemeinnützigen Organisation, zudem dürfen Käufer Door Kickers auch auf Steam freischalten. Derzeit ist das Echtzeitstrategiespiel noch Teil des Humble Indie Bundles [5]. Bei dieser Aktion darf man für mehrere Spiele zahlen, was man möchte. Door Kickers erhält man allerdings erst, wenn man den aktuellen Durchschnittspreis überweist. Dieser lag zum Redaktionsschluss bei 5,60 Dollar und somit immer noch weit unter dem handelsüblichen Preis.

Da man nur das Geschehen sieht, das auch die Teammitglieder im Blick haben, kann man nur mutmaßen, wo sich hier wie viele weitere Gegner verstecken.

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Kommentare
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depan depan, Freitag, 18. März 2016 12:18:17
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