Zufallsherrschaft

Alter Kaffee

Domination ist komplett in der Programmiersprache Java geschrieben und benötigt daher ein Java Runtime Environment (JRE). Dieses muss man bei den meisten Distributionen erst noch über den Paketmanager nachinstallieren. Anschließend lädt man sich unter [3] das Spiel herunter und startet es in einem Terminal-Fenster mit java -jar Dominiation_install_1.1.1.3.jar. Es meldet sich jetzt ein Installationsassistent, in dem man zunächst die Sprache auf Deutsch umstellt und dann den Anweisungen folgt.

Über die Register am oberen Rand kann man auf verschiedene Darstellungen umschalten. Diese hier visualisiert die Truppenstärke: Je heller ein Land, desto mehr eigene Truppen sind dort stationiert.

Um ein schnelles, erstes Spiel gegen den Computer in Angriff zu nehmen, klickt man im Hauptmenü auf Neues Spiel. Auf der linken Seite kann man jetzt die Karte einstellen und die Spielregeln auswählen. Der Spieltyp bestimmt dabei das Spielziel. Neueinsteiger sollten hier zunächst alles beim Alten lassen, es gewinnt dann der Spieler, der die gesamte Karte erobert hat. Rechts oben führt die Liste alle Mitspieler auf. Standardmäßig ist das ein Mensch, also der Spieler selbst, sowie drei relativ dumme Computergegner (Schwierigkeitsstufe KI einfach). Wem das für den Anfang zu viele Gegner sind, kann zwei von ihnen über den entsprechenden Knopf Entfernen. Stimmen alle Einstellungen, kann man direkt das Spiel starten. Alle jetzt anstehenden Aktionen meldet Domination rechts unten in der Ecke.

Auf Wunsch liefert Domination auch umfangreiche Statistiken. Wie hier zu sehen, hat die Truppenstärke des Spielers ubuntu arg gelitten.

Fazit

Wie die Brettspielvorlage macht auch Domination gegen reale Spieler am meisten Spaß. Die Computergegner dienen eher als Trainingspartner oder um das Spiel kennenzulernen. Einsteiger dürften allerdings auch in der einfachsten Schwierigkeitsstufe von ihnen erst einmal überrollt werden.

Beim Spieltyp Mission erhält jeder Spieler eine ganz bestimmte Aufgabe.

Die Angriffe sind zudem extrem stark vom Zufall abhängig. Wer Pech hat, verliert mit sieben Einheiten gegen eine einzige gegnerische Truppe. Im Gegensatz zu echten Würfeln, die der Spieler selbst wirft, hat man hier das Gefühl, hilflos den Entscheidungen des Computers ausgeliefert zu sein. Die Grafik bestimmt maßgeblich das Spielbrett und reicht von nett bis dilettantisch. Eine Musikuntermalung gibt es genau so wenig wie Soundeffekte.

Obwohl auch Domination schon einige Jahre auf dem Buckel hat, veröffentlichen die Entwickler immer mal wieder neue Versionen. Fehlerfrei ist die erst wenige Tage alte Fassung allerdings immer noch nicht: Unter Ubuntu 12.10 reagierte Domination insbesondere nach dem Kartentausch nicht mehr auf Mausklicks, ließ sich aber immerhin noch kontrolliert beenden.

Domination

Bezugsquelle: http://domination.sourceforge.net/
Entwickler: yure.net
Lizenz: GPL
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution

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Einzelne Ausgabe
 

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