Angriff der Klotz-Krieger

Das Actionspiel Discoverie setzt den Spieler in einer dunklen Höhle aus. Nur mit einer Armbrust bewaffnet streift er durch die Unterwelt und trifft dort immer wieder auf unzählige merkwürdige Kreaturen, die ihm ans Leder wollen. Einige von ihnen stehen nur dumm herum, andere versuchen ihn anzuspringen, während wieder andere wild um sich schießen.

Dieser lustige Geselle hier steht zwar nur dumm rum, spuckt aber gleich gefährliche grüne Blöcke.

Pixel-Fallen

Darüber hinaus versperren immer wieder Türen den Weg. Öffnen lassen sie sich nur mit Schlüsseln, die sich hinter aufgehängten Bildern oder anderen Gegenständen verstecken. Zudem spickt das Spiel die Höhlen mit Fallen. So sollte man sich genau überlegen, ob man das ovale Gebilde an der Decke abschießt – anstelle eines Schlüssels könnten möglicherweise auch ein paar Monster herausfallen.

Schießt man das Bild rechts oben von der Wand ...

Discoverie verwendet einen auffälligen Grafikstil, der an eine Mischung aus LEGO und Minecraft erinnert. Sämtliche Gegenstände und Monster bestehen dabei aus kleinen bunten Blöcken. Trifft man mit seiner Armbrust einen Gegner, zerplatzt dieser in tausende kleine Bröckchen. Den Aufbau der unendlich großen Unterwelt und die Position der Monster legt Discoverie während des Spiels per Zufall fest. Folglich spielt sich kein Durchgang wieder der andere. Bei der Orientierung in den verästelten Gängen und Kammern hilft immerhin eine zuschaltbare Karte.

... springt der dahinter versteckte Schlüssel heraus.

In Discoverie hat man nur ein Leben, zudem gibt es keine Gesundheitsanzeige. Wer sich nur ein paar Sekunden von einem Monster anknabbern lässt, stirb unweigerlich und muss eine neue Höhle erkunden. Als wäre das immer noch nicht genug, wartet irgendwo in den Gängen auch noch ein äußerst schwer zu besiegender Boss-Gegner.

Die Karte nimmt ein wenig die Sicht.

7 Tage

Matthew Hall und Ben Weatherall entwickelten ihr Actionspiel im Rahmen des 7DFPS-Wettbewerbs in nur sieben Tagen [2]. Den Entwicklungsfortschritt haben die beiden in mehreren Videos festgehalten, die man sich auf der Discoverie-Homepage ansehen kann [1]. Dort erhält man auch das fertige Spiel: Linux-Nutzer müssen nur den Punkt Download Discoverie for Linux + Oculus Rift anklicken und das dabei erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken. Sofern man noch ein 32-Bit-System nutzt, macht man die Datei discoverie-7dfps-linux.x86, andernfalls ihre Kollegin discovery-7dfps-linux.x86_64 ausführbar (etwa indem man die entsprechende Datei mit der rechten Maustaste anklickt und dann in den Eigenschaften auf dem Register Berechtigungen den Punkt ausführbar aktiviert). Anschließend muss man die Datei nur noch starten.

Auch Eisräume hat Discoverie anzubieten.

Nach einem Mausklick auf das Titelbild findet man sich direkt im Untergrund wieder. Mit der Maus blickt man sich um, die linke Maustaste feuert und über die Tasten [w], [a], [s] und [d] rennt man durch die Gänge. Per [Tab] blendet man die Karte ein, [Esc] beendet das komplette Spiel. Übrigens unterstützt Discoverie auch die VR-Brille Oculus Rift [3].

Die Tötenköpfe sind nur dekoration, die schwarzen Geister hingegen flinke Monster. Glücklicherweise hat die Armbrust unendlich viel Munition.

Fazit

Discoverie ist ein nettes kleines Actionspiel für zwischendurch. Die Grafik hat ihren ganz eigenen Charme, die Monster wirken teilweise urkomisch und durchgeknallt. Es ist beachtlich, wie viele Spielelemente die beiden Entwickler in nur sieben Tagen in das Spiel gestopft haben.

Die Höhlen sind stimmungsvoll ausgeleuchtet. In so manch dunkler Ecke versteckt sich aber auch ein Monster.

Dennoch bleiben einige Macken: So sehen die generierten Höhlen und Gänge immer ähnlich aus, die Schlüssel muss man erst einmal auffinden und ohne die automatisch mitgezeichnete Karte würde man die Orientierung komplett verlieren. Zudem merkt man meist erst zu spät, dass sich ein Monster von hinten angeschlichen hat. Schließlich verlangt das Actionspiel auch noch nach recht viel Rechenleistung.

Wer jedoch gerne Labyrinthe erkundet und dabei debil grinsende Monster abschießt, kommt bei Discoverie voll auf seine Kosten.

Discoverie

Bezugsquelle: http://discoveriegame.com/
Entwickler: Matthew Hall und Ben Weatherall
Lizenz: Eigene, Freeware
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://discoveriegame.com/

[2] 7DFPS:
http://www.7dfps.com/

[3] Oculus Rift:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oculus_Rift

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