Das Spiel zum Wochenende: Discoverie

Discoverie

Angriff der Klotz-Krieger

28.09.2013
In zufallsgenerierten Höhlen hetzen Matthew Hall und Ben Weatherall dem Spieler bunte Pixelhaufen auf den Hals. Entwickelt haben die beiden ihre Ballerorgie in nur sieben Tagen.

Das Actionspiel Discoverie setzt den Spieler in einer dunklen Höhle aus. Nur mit einer Armbrust bewaffnet streift er durch die Unterwelt und trifft dort immer wieder auf unzählige merkwürdige Kreaturen, die ihm ans Leder wollen. Einige von ihnen stehen nur dumm herum, andere versuchen ihn anzuspringen, während wieder andere wild um sich schießen.

Dieser lustige Geselle hier steht zwar nur dumm rum, spuckt aber gleich gefährliche grüne Blöcke.

Pixel-Fallen

Darüber hinaus versperren immer wieder Türen den Weg. Öffnen lassen sie sich nur mit Schlüsseln, die sich hinter aufgehängten Bildern oder anderen Gegenständen verstecken. Zudem spickt das Spiel die Höhlen mit Fallen. So sollte man sich genau überlegen, ob man das ovale Gebilde an der Decke abschießt – anstelle eines Schlüssels könnten möglicherweise auch ein paar Monster herausfallen.

Schießt man das Bild rechts oben von der Wand ...

Discoverie verwendet einen auffälligen Grafikstil, der an eine Mischung aus LEGO und Minecraft erinnert. Sämtliche Gegenstände und Monster bestehen dabei aus kleinen bunten Blöcken. Trifft man mit seiner Armbrust einen Gegner, zerplatzt dieser in tausende kleine Bröckchen. Den Aufbau der unendlich großen Unterwelt und die Position der Monster legt Discoverie während des Spiels per Zufall fest. Folglich spielt sich kein Durchgang wieder der andere. Bei der Orientierung in den verästelten Gängen und Kammern hilft immerhin eine zuschaltbare Karte.

... springt der dahinter versteckte Schlüssel heraus.

In Discoverie hat man nur ein Leben, zudem gibt es keine Gesundheitsanzeige. Wer sich nur ein paar Sekunden von einem Monster anknabbern lässt, stirb unweigerlich und muss eine neue Höhle erkunden. Als wäre das immer noch nicht genug, wartet irgendwo in den Gängen auch noch ein äußerst schwer zu besiegender Boss-Gegner.

Die Karte nimmt ein wenig die Sicht.

7 Tage

Matthew Hall und Ben Weatherall entwickelten ihr Actionspiel im Rahmen des 7DFPS-Wettbewerbs in nur sieben Tagen [2]. Den Entwicklungsfortschritt haben die beiden in mehreren Videos festgehalten, die man sich auf der Discoverie-Homepage ansehen kann [1]. Dort erhält man auch das fertige Spiel: Linux-Nutzer müssen nur den Punkt Download Discoverie for Linux + Oculus Rift anklicken und das dabei erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken. Sofern man noch ein 32-Bit-System nutzt, macht man die Datei discoverie-7dfps-linux.x86, andernfalls ihre Kollegin discovery-7dfps-linux.x86_64 ausführbar (etwa indem man die entsprechende Datei mit der rechten Maustaste anklickt und dann in den Eigenschaften auf dem Register Berechtigungen den Punkt ausführbar aktiviert). Anschließend muss man die Datei nur noch starten.

Auch Eisräume hat Discoverie anzubieten.

Nach einem Mausklick auf das Titelbild findet man sich direkt im Untergrund wieder. Mit der Maus blickt man sich um, die linke Maustaste feuert und über die Tasten [w], [a], [s] und [d] rennt man durch die Gänge. Per [Tab] blendet man die Karte ein, [Esc] beendet das komplette Spiel. Übrigens unterstützt Discoverie auch die VR-Brille Oculus Rift [3].

Die Tötenköpfe sind nur dekoration, die schwarzen Geister hingegen flinke Monster. Glücklicherweise hat die Armbrust unendlich viel Munition.

Ähnliche Artikel

  • Oculus gibt zweite Entwicklerversion seines VR-Headsets als Open Source frei
    Bei der Rift DK2 handelt es sich um die zweite Entwicklerversion, also nicht das aktuell erhältliche Endprodukt. Das allererste Modell DK1 hatte Oculus bereits vor drei Jahren freigegeben.
  • Das Spiel zum Wochenende: TowerFall Ascention
    Noch bis in die 1990er Jahre mussten sich mehrere Freunde um einen Monitor versammeln, um gemeinsam ein Computerspiel zu spielen. Diese gute alte Zeit lässt ein kleines flinkes Actionspiel von Matt Thorson wieder aufleben.
  • Die Linux Games sind da!
    … und wieder landet ein Neuaufguss aus der 3D-First-Person-Fraktion heuer auf meinem Tisch. Diese Variante versucht mit mäßigem Erfolg, sich durch ein neues Thema (die alten Wikinger) und entsprechende Waffen wie Schwert, Axt, Hammer und Keule von der Konkurrenz abzusetzen. Außerdem gibt sich Rune in Teilen den Anstrich eines Adventures, doch fangen wir ruhig von vorne an…
  • Das Spiel zum Wochenende: Gunnheim
    Gegen den Herr der Untoten helfen nur durchschlagkräftige Waffen, ein Gamepad, etwas Geschick und mehrere beste Freunde – zumindest in einem bockschweren Top-Down-Shooter von SIEIDI Ltd.
  • Das Spiel zum Wochenende: Powerglove
    Der Spieleentwickler Lazycow hat im letzten Jahr ein kleines Jump-and-Run-Spiel für den 32 Jahre alten Commodore 64 veröffentlicht. Mittlerweile liegt auch eine Linux-Version vor, die optisch zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus kurzweilig ist.
Kommentare

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...