Fazit

Mit den relativ gewaltfreien Waffen und den knuffigen Comic-Charakteren bietet sich Dirk Dashing für Kinder an. Die Karten sind allerdings teilweise extrem verwinkelt, hier ist ein gutes Gedächtnis gefragt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die detailarmen Hintergrundgrafiken wiederholen und somit alles irgendwie gleich aussieht.

Abbildung 6: In solchen Leveln verliert man gerne einmal die Orientierung. Mit der Brille kann Dirk kurzzeitig durch Wände sehen und so einfacher Verstecke ausfindig machen.

Für Frust sorgt auch die etwas hakelige Steuerung, bei der so mancher Sprung in spitzen Eisnadeln anstelle des eigentlich anvisierten Vorsprungs endet. Immerhin ist die Musik schmissig und versprüht einen guten Agentenflair. Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam von Level zu Level an. Die wirken jedoch teilweise etwas lieblos zusammengebaut, offenbar legte der Entwickler mehr Wert auf Masse statt Klasse. Unter dem Strich ist Dirk Dashing ein einfaches Jump-and-Run-Spiel, für das die verlangten 19,99 Dollar eindeutig zu viel erscheinen. Schließlich bekommt man ähnliche Spiele mit teilweise besserer Grafik sogar schon umsonst (wie etwa SuperTux [3]).

Abbildung 7: Die Hintergrundgeschichte treiben englische Texte voran, die Dirk entweder in Umschlägen im Level findet oder wie hier in Gesprächen mit der feschen Agentin K.

Derzeit ist Nachschub in Form eines zweiten Teils in Arbeit [2]. Diesmal versucht eine Computerfirma mit einem Virus alle Rechner der Welt zu übernehmen. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es umfangreiche Schlüsselrätsel, ein Inventar und eine leicht verbesserte Grafik. Zudem schießt Dirk jetzt auch mit Narkosespritzen. Das erste Kapitel kann man bereits in einer Testversion anspielen und bei Gefallen gleich das komplette Spiel für 19,99 Dollar vorbestellen.

Abbildung 8: In Dirk Dashing 2 durchsucht der Held unter anderem ein Bürogebäude.

Dirk Dashing: Secret Agent!

Bezugsquelle: http://www.mygamecompany.com/Products/main.htm
Entwickler: My Game Company
Lizenz: Kommerziell
Preis: 19,99 Dollar
Voraussetzungen: 1 GHz Prozessor oder höher, mindestens 128 MB freien Hauptspeicher, aktivierte 3D-Grafik, halbwegs aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Dirk Dashing: Secret Agent!: http://www.mygamecompany.com/Products/DirkDashing/main.htm

[2] Dirk Dashing 2: E.V.I.L. Eye http://www.mygamecompany.com/Products/DirkDashing2/main.htm

[3] Tim Schürmann, "Hüpfender Rettungsdienst" – Das Spiel zum Wochenende: SuperTux, LinuxCommunity, 2010: http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Huepfender-Rettungsdienst

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