drod10.png

Das Spiel zum Wochenende: Die DROD-Serie

Tödliche Kammern des Todes

Seit nunmehr sechs Teilen durchquert Beethro Budkin hübsch gekachelte Räume. Genau das macht jedoch einen Heidenspaß und holt nebenbei die kleinen grauen Zellen aus ihrem Sommerurlaub.

Beethro Budkin besitzt nicht nur einen fast unaussprechlichen Namen, er ist als gelernter "Smitemaster" auch für die Entwanzung tödlicher Räume zuständig. Das wiederum kommt König Dugan gerade recht. Seine Wachen haben ihre Mittagessen direkt im Kerker eingenommen, dabei dummerweise herumgekrümelt und so zahlreiche Kakerlaken und anderes Ungetier angelockt. Der Monarch fackelt nicht lange, zitiert Beethro ins Schloss, wirft ihn in den Kerker und verriegelt die Türen. Dem Spieler bleibt nun nichts anderes übrig, als den Helden aus der Vogelperspektive durch zahlreiche, mit tödlichen Fallen und Monstern gespickte Kammern zu steuern. Was zunächst ganz nach einem Actionspiel klingt, entpuppt sich jedoch als knackige Knobelei.

Abb. 6: Dieses Rätsel stammt aus dem Tutorial von DROD: The City Beneath: Zunächst muss man die Lunte der Bombe berühren und dann einige Züge per [5] warten. Sind die Kakerlaken perdu, öffnet sich die grüne Tür.

Zerhackte Zeit

Deadly Rooms of Death, kurz DROD, läuft strikt rundenbasiert ab, die Bodenfliesen des Kerker dienen gleichzeitig als Spielfelder. Ähnlich wie beim Schach zieht man den Helden mit der Tastatur von Kachel zur Kachel. Mit jedem Schritt machen allerdings auch die computergesteuerten Gegner ihren Zug. Sobald sie das Feld des Helden betreten, stirbt dieser und man muss die Räume vom letzten Speicherpunkt erneut in Angriff nehmen.

Abb. 2: Sobald die Augen den Helden erblicken, robben sie auf ihn zu (Raum aus DROD Architects' Edition).

Glücklicherweise weiß sich Beethro Budkin mit seinem "wirklich großen Schwert" zu wehren. Es reicht schon aus, ihn mit dem glänzenden Metall voran auf das Feld eines Gegners zu bewegen, um diesen direkt ins Nirwana zu schicken. Trotz Schwert bleibt Beethro jedoch weiterhin verwundbar: Da er für eine Drehung mehrere Züge braucht, ist man einem direkt im Rücken stehenden Monster weiterhin so gut wie ausgeliefert. Folglich gilt es jeden Zug penibel voraus zu planen.

Denk mal

Für Abwechslung im Spielgeschehen sorgen zahlreiche verschiedene Gegnertypen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Angriffstaktiken. So gibt es neben den Kakerlaken, die direkt auf den Helden zulaufen, auch Glibbermassen, die wie Schleimpilze langsam den Raum füllen, gefräßige Schlangen und überraschend aus den Wänden springendes Ungetier.

Abb. 3: Den Schlangen kann man nur den Schwanz kürzen oder aber sie gegen eine Wand lenken (Raum aus DROD: Architects' Edition).

Den Weg versperren immer wieder verschiedenartige Türen, die sich erst unter ganz bestimmten Bedingungen öffnen. Spezialkacheln erlauben nur den Durchgang in eine Richtung oder zerbröseln beim Betreten, während gezündete Bomben gleich mehrere Monster in ihrer Umgebung in die Luft sprengen. Es ist schier unglaublich, welche mitunter kuriosen Ideen die Entwickler auffahren, fast in jedem Raum warten neue Todesarten. Und wem die 350 Kammern pro Spiel nicht ausreichen, der bastelt mit dem eingebauten Editor kurzerhand seine eigenen Level.

Abb. 4: Zerteilt man diese Glibberhaufen, spalten sich angriffslustige Bällchen ab (Raum aus DROD: The City Beneath).

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Prison Architect
    Von privaten Firmen betriebene Gefängnisse sind vor allem in den USA anzutreffen. Wie lukrativ dieses Geschäft sein kann, demonstriert ein erstaunlich komplexes Aufbaustrategiespiel von Introversion Software – das allerdings auch einige moralische Fragen aufwirft.
  • The Humble Store eröffnet
    Die Macher des beliebten Humble Bundles haben jetzt einen Online-Shop eröffnet. In ihm sind derzeit mehrere preisreduzierte Spiele erhältlich.
  • Das Spiel zum Wochenende: Spoiler Alert
    Die springende Chili hat den Endgegner besiegt und die dicke Tomatenprinzessin gerettet. Dann kam der dänische Spieleentwickler MEGAFUZZ auf die durchgedrehte Idee, das ganze Jump-and-Run-Spiel rückwärts ablaufen zu lassen. Die Umsetzung lässt allerdings Raum für Verbesserungen.
  • IndieBox verkauft Linux-Spiele in Schachteln
    Obwohl mittlerweile fast alle Spiele nur noch als Download erhältlich sind, gibt es immer noch viele Fans der guten alten Einzelhandelsversionen in Pappschachteln – insbesondere wenn in ihnen interessante Bonusgegenstände liegen. IndieBox bringt jetzt diese Box-Versionen zurück.
  • Das Spiel zum Wochenende: Discoverie
    In zufallsgenerierten Höhlen hetzen Matthew Hall und Ben Weatherall dem Spieler bunte Pixelhaufen auf den Hals. Entwickelt haben die beiden ihre Ballerorgie in nur sieben Tagen.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 4 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....