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Das Spiel zum Wochenende: Die DROD-Serie

Tödliche Kammern des Todes

Seit nunmehr sechs Teilen durchquert Beethro Budkin hübsch gekachelte Räume. Genau das macht jedoch einen Heidenspaß und holt nebenbei die kleinen grauen Zellen aus ihrem Sommerurlaub.

Beethro Budkin besitzt nicht nur einen fast unaussprechlichen Namen, er ist als gelernter "Smitemaster" auch für die Entwanzung tödlicher Räume zuständig. Das wiederum kommt König Dugan gerade recht. Seine Wachen haben ihre Mittagessen direkt im Kerker eingenommen, dabei dummerweise herumgekrümelt und so zahlreiche Kakerlaken und anderes Ungetier angelockt. Der Monarch fackelt nicht lange, zitiert Beethro ins Schloss, wirft ihn in den Kerker und verriegelt die Türen. Dem Spieler bleibt nun nichts anderes übrig, als den Helden aus der Vogelperspektive durch zahlreiche, mit tödlichen Fallen und Monstern gespickte Kammern zu steuern. Was zunächst ganz nach einem Actionspiel klingt, entpuppt sich jedoch als knackige Knobelei.

Abb. 6: Dieses Rätsel stammt aus dem Tutorial von DROD: The City Beneath: Zunächst muss man die Lunte der Bombe berühren und dann einige Züge per [5] warten. Sind die Kakerlaken perdu, öffnet sich die grüne Tür.

Zerhackte Zeit

Deadly Rooms of Death, kurz DROD, läuft strikt rundenbasiert ab, die Bodenfliesen des Kerker dienen gleichzeitig als Spielfelder. Ähnlich wie beim Schach zieht man den Helden mit der Tastatur von Kachel zur Kachel. Mit jedem Schritt machen allerdings auch die computergesteuerten Gegner ihren Zug. Sobald sie das Feld des Helden betreten, stirbt dieser und man muss die Räume vom letzten Speicherpunkt erneut in Angriff nehmen.

Abb. 2: Sobald die Augen den Helden erblicken, robben sie auf ihn zu (Raum aus DROD Architects' Edition).

Glücklicherweise weiß sich Beethro Budkin mit seinem "wirklich großen Schwert" zu wehren. Es reicht schon aus, ihn mit dem glänzenden Metall voran auf das Feld eines Gegners zu bewegen, um diesen direkt ins Nirwana zu schicken. Trotz Schwert bleibt Beethro jedoch weiterhin verwundbar: Da er für eine Drehung mehrere Züge braucht, ist man einem direkt im Rücken stehenden Monster weiterhin so gut wie ausgeliefert. Folglich gilt es jeden Zug penibel voraus zu planen.

Denk mal

Für Abwechslung im Spielgeschehen sorgen zahlreiche verschiedene Gegnertypen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Angriffstaktiken. So gibt es neben den Kakerlaken, die direkt auf den Helden zulaufen, auch Glibbermassen, die wie Schleimpilze langsam den Raum füllen, gefräßige Schlangen und überraschend aus den Wänden springendes Ungetier.

Abb. 3: Den Schlangen kann man nur den Schwanz kürzen oder aber sie gegen eine Wand lenken (Raum aus DROD: Architects' Edition).

Den Weg versperren immer wieder verschiedenartige Türen, die sich erst unter ganz bestimmten Bedingungen öffnen. Spezialkacheln erlauben nur den Durchgang in eine Richtung oder zerbröseln beim Betreten, während gezündete Bomben gleich mehrere Monster in ihrer Umgebung in die Luft sprengen. Es ist schier unglaublich, welche mitunter kuriosen Ideen die Entwickler auffahren, fast in jedem Raum warten neue Todesarten. Und wem die 350 Kammern pro Spiel nicht ausreichen, der bastelt mit dem eingebauten Editor kurzerhand seine eigenen Level.

Abb. 4: Zerteilt man diese Glibberhaufen, spalten sich angriffslustige Bällchen ab (Raum aus DROD: The City Beneath).

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