Das Spiel zum Wochenende: Dex

Das Spiel zum Wochenende: Dex

Rennende Cyberpunkin

26.11.2016
Der Entwickler Dreadlocks mischt ein Jump-and-Run- mit einem Rollenspiel. Herausgekommen ist dabei ein düster inszenierter Actionthriller für Erwachsene, die sich mit einem Cyberpunk-Szenario anfreunden können.

Die junge Dex lebt in einem kleinen Appartment mitten in der futuristischen Großstadt Harbor Prime. Deren Einwohner bestehen nicht nur zu einem Großteil aus Pennern, Prostituierten und Kleinkriminellen, sie erweitern ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten auch mit verschiedenen Computerimplantaten. Unsichtbarer Herrscher über die düstere Stadt ist eine Organisation namens Komplex. Eines Nachts wird Dex von einem unbekannten Hacker namens Raycast geweckt – und das keine Minute zu spät: Vor ihrer Haustür warten bereits Sicherheitsfachkräfte mit ganz offensichtlich keinen guten Absichten. Dex flüchtet durch die Kanalisation zu einer kleinen Bar, die ihr Raycast empfohlen hat. Dort erfährt sie, dass der Komplex sie auslöschen möchte.

Nur das Viertel der großen Technikkonzerne ist sauber und hell.

Springinsfeldy

Auf einer Suche nach dem Grund steuert der Spieler die Protagonistin durch die dunklen Straßen, Hinterhöfe und den Untergrund von Harbor Prime. Anders als in Rollenspielen üblich, blickt der Spieler dabei von der Seite auf das Geschehen. Wie in einem Jump-and-Run-Spiel rennt und springt Dex über zahlreiche Plattformen in der belebten Innenstadt und der dunklen Kanalisation.

Dex spielt sich an vielen Stellen wie in Jump-and-Run-Spiel. Mit dem Mausrad kann man in die Szene rein oder wie hier herauszoomen.

Hilfe erhält Dex von einigen Einwohnern der Stadt, allen voran den Verbündeten von Raycast. Um Antworten auf die offenen Fragen zu finden, muss sie allerdings immer wieder Aufgaben (Quests) annehmen. Die lassen sich meist auf gleich mehreren Wegen erfüllen. So kann sie etwa ein verschlossenes Tor selbst knacken, was jedoch entsprechende Fähigkeiten voraussetzt. Alternativ könnte sie einen längeren Umweg gehen, der jedoch durch einen gefährlichen Schacht führt. Abschließend könnte sie den Schlüssel von einem etwas verwirrten Mann erhalten. Der rückt das begehrte Objekt allerdings nur heraus, wenn Dex für ihn eine Brücke sprengt. Dazu müsste sie wiederum erst einmal Sprengstoff finden …

Gespräche laufen nach dem Multiple-Choice-Prinzip ab. Auf diesem Weg nimmt man auch neue Aufträge an.

Clevererer

Viele Einwohner der Stadt sind Dex nicht wohlgesonnen und greifen sie unmittelbar an. Dazu gehören neben den Schergen des Komplex auch Straßenbanden oder Bodyguards. Diese Gegner lassen sich häufig ebenfalls auf mehreren Wegen ausschalten: Dex kann sich verstecken und lautlos an ihnen vorbei huschen, sie von hinten mit einem Überraschungsangriff ausknocken oder aber offensiv mit einer Waffe umnieten. Die Waffen samt Munition muss Dex allerdings erst einmal gegen Geld erwerben. Ohne genügend Kleingeld bleiben zur Verteidigung lediglich die recht schwachen Fäuste.

Zu Beginn hat man nur seine Fäuste, um sich wie etwa hier in der Kanalisation gegen eine Bande zu wehren.

Im Laufe des Spiels gewinnt Dex Erfahrungspunkte. Mit diesen lassen sich die Fähigkeiten der Protagonistin sukzessive verbessern. Unter anderem könnte man sie zu einer perfekten Schlossknackerin ausbilden und ihren Nahkampf verbessern. Zusätzlich lässt sich Dex mit Computer-Implantaten aufrüsten. Per Knopfdruck schaltet der Spieler dann in eine Augmented-Reality-Ansicht, in der Dex Fahrstühle und andere technische Geräte hacken kann.

Nach und nach lassen sich die Fähigkeiten verbessern – vorausgesetzt man hat zuvor genügend Fähigkeitspunkte erspielen können.

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