Zahlen, bitte!

DeCalc klaut einem überdimensionalen Taschenrechner seine Tasten, wirft dann ein paar von ihnen wieder hin und zeigt eine Zahl an. Der Spieler muss nun die vorhandenen Tasten so zu einer Gleichung anordnen, dass sich als Ergebnis eben jene vorgegebene Zahl ergibt.

Eines der ersten und einfacheren Rätsel: Die drei grauen Tasten muss man ...

Rückwärtsgang

Präsentiert DeCalc beispielsweise das Ergebnis 2 sowie die Tasten 1, 1 und +, muss der Spieler mit diesen Drei die Folge 1+1 bilden. Sobald man glaubt, die passende Formel zusammengesetzt zu haben, klickt man auf einen grünen Knopf, woraufhin DeCalc die umgeordneten Tasten nacheinander drückt und das Ergebnis berechnet. Stimmt dieses mit dem vorgegebenen Wert überein, geht es mit einer schwierigeren Aufgabe weiter.

... in den lila markierten Feldern ...

Gemeinerweise darf man die Tasten nicht irgendwie auf dem Taschenrechner nebeneinander anordnen, sondern muss sie auf speziell gekennzeichneten Feldern und in einer von DeCalc vorgegebenen Reihenfolge ablegen. Das sorgt vor allem dann für Kopfzerbrechen, wenn man mehrstellige Zahlen wie die 27 aus den einzelnen Ziffern zusammensetzen muss. Im späteren Verlauf kommen noch weitere Spezialfelder und Tasten hinzu. So gibt es etwa Speicherplätze, dank derer man eine Ziffer mehrfach verwenden kann oder Felder, welche die Bearbeitungsreihenfolge ändern.

... zu einer Formel anordnen ...

Neben 50 vorgegebenen Rätseln bietet DeCalc auch einen Endlosmodus, in dem das Spiel selbstständig immer neue Rätsel generiert sowie einen Arcade-Modus, in dem man die gestellten Rätsel innerhalb einer vorgegebenen Zeit lösen muss.

... so dass sich das vorgegebene Ergebnis ergibt – was hier nicht der Fall ist.

Kostenpflichtige Nachhilfe

Tomáš Mariančík und Ondřej Pultar verkaufen ihr Spiel für 2,50 Euro über Desura [2]. Dort bekommt man auch eine kostenlose Demo-Version. Um sie herunterzuladen, klickt man unter [2] auf der rechten Seite im Bereich Releases auf Free, folgt dann dem etwas unscheinbaren Link standalone downloads und entscheidet sich dann für eines der beiden Linux-Archive – je nachdem, ob man ein 32- oder 64-Bit-System betreibt.

Das Hauptmenü bedient man über die bunten Zifferntasten, hier würde ein Klick auf die 1 den Casual Mode starten. Der weiße Kreis mit den sprühenden Funken ist übrigens der Mauszeiger.

Das Archiv entpackt man anschließend auf der Festplatte und macht die Datei DeCalc ausführbar (etwa, indem man sie mit der rechten Maustaste anklickt und dann in den Eigenschaften auf dem Register Berechtigungen den Punkt ausführbar abhakt). Der Aufruf von DeCalc startet schließlich das Spiel.

Hier muss man aus den Ziffern eine mehrstellige Zahl bilden.

Fazit

Das Spielprinzip von DeCalc klingt komplizierter als es tatsächlich ist. Das Umsortieren der Zahlen und das damit verbundene Rückwärtsrechnen macht erstaunlich viel Spaß. Spieler merken gar nicht, dass sie hier ganz nebenbei das Kopfrechnen trainieren. Die Präsentation ist jedoch reichlich spartanisch, die Abwechslung hält sich zudem arg in Grenzen. Kinder dürften sich von DeCalc somit nicht lange begeistern lassen – Erwachsene hingegen schon. Ob einem der Preis von 2,50 Euro das Gehirnjogging wert ist, sollten Knobelfreunde anhand der Demo-Version am besten selbst entscheiden.

DeCalc

Bezugsquelle: http://decalcgame.com/
Entwickler: Tomáš Mariančík und Ondřej Pultar
Lizenz: Kommerziell
Preis: 2,50 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://decalcgame.com/

[2] DeCalc auf Desura:
http://www.desura.com/games/decalc

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Kommentare
Kopfrechnen
Ali (unangemeldet), Freitag, 18. Juli 2014 12:28:18
Ein/Ausklappen

Das ist eine feine Sache. Ich mag Kopfrechnen sehr und trainiere es regelmäßig. Leider scheint Kopfrechnen eine aussterbende Sache zu sein. Ich trainiere es immer mit [...]. Für Interessierte hier der Link: [...]

[Anm. des Moderators: Bitte keine Werbung für kommerzielle Produkte. Ich habe deshalb den entsprechenden Hinweis und den Link entfernt.]


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