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Wüste Geschwindigkeitsorgie

Das Spiel zum Wochenende: Dakar 2010 und Dakar 2011

04.06.2011
Die Dakar Rallye gehört zu den bekanntesten, gefährlichsten und anstrengendsten Autorennen der Welt. Dank Balázs Tuska kann man bei den Wettbewerben der Jahre 2010 und 2011 selbst an den Start gehen.

Seit 1978 findet einmal im Jahr die Dakar Rallye statt. In einem Marathonrennen geht es vierzehn Tage lang durch bekannte Wüsten der Welt. Traurige Berühmtheit erlangte die Veranstaltung vor allem durch die zahlreichen Todefälle auf und neben der Strecke. Einen Schnitt erlebte die Rallye im Jahre 2008. Bis dahin führte sie von Europa aus quer durch den afrikanischen Kontinent bis zum namensgebenden Dakar [4]. Aufgrund von Bombendrohungen und der unsicheren Lage in einigen Ländern wurde das Autorennen an andere Orte der Welt verlegt. In den letzten Jahren ging es von Buonos Aires aus quer durch Argentinien und Chile.

Abbildung 1: In Dakar 2010 geht es hauptsächlich mit Vollgas durch karge Wüstenlandschaften.

In den Autorennspielen Dakar 2010 und Dakar 2011 darf man sich selbst hinter das Steuer eines allradgetriebenen Vehikels klemmen und auf der Jagd nach den besten Etappenzeiten mit Vollgas durch die südafrikanischen Wüsten brettern. Beide Spiele orientieren sich an der jeweiligen Saison, Dakar 2010 umfasst folglich andere Strecken als Dakar 2011. Der ungarische Autor Balázs Tuska hat sogar die Karten der originalen Strecken als Grundlage verwendet. Auch wenn Szenario und Spielprinzip identisch sind, entstanden beide Spiele zeitlich nacheinander und weisen deshalb einige wichtige Unterschiede auf.

Abbildung 2: Der schwarze Pfeil am oberen Bildschirmrand weist in Dakar 2010 den Weg. Hierdurch kann man zwar quer über die Hügel abkürzen, im Gegenzug läuft die Zeit doppelt so schnell.

Kostspieliges Navi

Wie beim originalen Vorbild, geht es auch in den zwei Spielen darum, möglichst schnell verschiedene Kontrollpunkte, die Checkpoints zu erreichen. Dakar 2010 und Dakar 2011 stellen sie jeweils als Leuchtkegel dar. Wie man sie in der weiten Pampa aufspürt, bleibt dem Spieler überlassen. Am einfachsten folgt man dem allerdings häufig nur angedeuteten Straßenverlauf. Er stimmt jedoch nur selten mit der Ideallinie überein und wird insbesondere in Dakar 2010 immer wieder durch Hindernisse in Form von Bäumen und Felsen blockiert. Möchte man die ausgedehnten Karten nicht auswendig lernen, darf man in Dakar 2010 einen Kompass nebst einem Richtungspfeil einblenden. Letzt genannter zeigt immer zum nächsten Checkpoint. Diesen Komfort bezahlt man allerdings mit einem doppelt so schnell laufenden Zeitmesser.

Abbildung 3: In Dakar 2011 gibt es diese hübsche Landkarte. Das Symbol mit dem ASS markiert das Ziel der kompletten Etappe, das rote Kreuzchen den aktuellen Standort.

Dakar 2011 ersetzt diese Hilfen durch eine schmucke, jederzeit einsehbare Landkarte. Auf ihr ist allerdings immer nur das Ziel der aktuellen Etappe, sowie die aktuelle Position des eigenen Fahrzeugs eingezeichnet. Deshalb erscheinen an Kreuzungen rechts unten am Bildschirmrand Hinweise auf den zu wählenden Abzweiger. Diese Information ist hier zwar kostenlos, wer sie aber im rechten Moment übersieht, zuckelt Minuten lang in die falsche Richtung.

Abbildung 4: In Dakar 2011 trifft man auf Kontrahenten, deren Namen das Spiel über dem Fahrzeug einblendet.

Fiese Flora

Während man in Dakar 2010 allein gegen die Uhr fährt, trifft man in Dakar 2011 auf insgesamt 140 gegnerische Fahrzeuge. Auch wenn es verführerisch erscheint, sollte man diese tunlichst nicht rammen. Andernfalls riskiert man eine Zeitstrafe aufgrund unfairen Verhaltens.

Abbildung 5: Dakar 2010: Diese Grasbüschel sehen gefährlich aus, können aber einfach überfahren werden.

Wer seinen Wagen an den zahllosen Felsen oder Bäumen zu Schrott fährt, muss entweder mit einem zunehmend langsameren und schwieriger lenkbaren Gefährt leben oder es aber per Knopfdruck reparieren lassen. Auch hierfür erhält man eine Zeitstrafe, die besonders hoch ausfällt, wenn man einen Hügel als Rampe missbraucht, den Wagen gekonnt auf dem Dach gelandet hat und ihn somit erst wieder umdrehen lassen muss. Ein stilechtes Fahrerlager mit Mechanikern gibt es übrigens genau so wenig, wie einen Karrieremodus.

Abbildung 6: Dakar 2011: Rechts unten in der Ecke zeigt das Symbol an, dass man an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen muss. Die Straßen sind allerdings manchmal nur recht schlecht erkennbar.

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