Das Spiel zum Wochenende: Crawl

Das Spiel zum Wochenende: Crawl

Geisterstunde

21.10.2017
In einem ausgeklügelten kleinen Rollenspiel von Powerhoof steuern auf Wunsch die besten Freunde alle Gegner. Das führt zu äußerst spaßigen Keilereien, bei denen der Tod durchaus auch wertvolle Vorteile bringt. Solospieler kommen dabei aber nur teilweise auf ihre Kosten.

Im Rollenspiel Crawl findet sich der Spieler als Held in einem dunklen Verlies wieder, wo ihm zahlreiche Schleimmonster, Werwölfe und andere merkwürdige Gestalten als Leder wollen. Mit seinem Schwert sticht er gekonnt auf die Angreifer ein, zudem kann er auf Tastendruck eine Spezialattacke ausführen. Sowohl Schwertangriff als auch Spezialfähigkeit brauchen immer eine kurze „Abkühlzeit“, bis sie sich erneut einsetzen lassen. Nach einem Angriff sollte man folglich immer wieder Ausweichmanöver einleiten und so dem Helden etwas Ruhe gönnen. Das ist jedoch alles andere als einfach, denn die Gegner besitzen keine künstliche Intelligenz.

Wie in jedem guten Rollenspiel muss der Held (hier in der Mitte mit dem Schwert) alle Monster verprügeln.

Gemeine Kumpel

In Crawl steuern bis zu drei Freunde alle Gegner. Diese schwirren zwar zunächst als unbesiegbare Geister durch das Verlies, können aber in dieser Form den Helden nicht angreifen. Stattdessen müssen sie die herumstehenden Gegenstände und Fallen übernehmen. So lässt sich etwa ein Flammenwerfer aktivieren oder eine Kiste im richtigen Moment auf den Helden schleudern. Zerlegte Vasen, Stühle und andere Objekte hinterlassen Ectoplasma, das die einzelnen Geister einsammeln können. Aus jeder dabei gebildeten Ectoplasma-Blase formt sich auf Tastendruck eine Schleimkugel, die umgehend den Helden attackiert.

Die Geister können die Gegenstände und Fallen übernehmen, die das Spiel beim Näherkommen mit einem gepunkteten Kreis markiert.

Darüber hinaus lassen sich über Pentagramme auf der Erde Monster beschwören. Im Gegensatz zu den Schleimkugeln steuert der jeweilige Spieler sein herbeigerufenes Monster. Jeder Geist hat dabei drei verschiedene Monster mit ganz eigenen Angriffstaktiken zur Verfügung. Erst wenn der Held alle in einem Raum befindlichen Monster und Schleimkugeln besiegt hat, öffnen sich die Türen zu den umliegenden Räumen.

Auf jedem Pentagramm kann ein Geist ein Monster herbeibeschwören.

Punktevergabe

Jeder Treffer kostet den Helden etwas von seiner Gesundheit. Ist sie verbraucht, verwandelt sich der Held in einen Geist. Umgekehrt schlüpft der Geist, der den Spieler töten konnte, in den Körper des Helden. Jeden wirksamen Treffer, den ein Monster beim Helden landen kann, belohnt das Spiel zudem mit Gold. Sobald der jeweiligen Spieler dann wieder in den Helden schlüpft, kann er für dieses Gold in einem Shop seine Ausrüstung verbessern und beispielsweise sein Schwert gegen eine durchschlagskräftigere Axt eintauschen.

Während der Held einen Level aufsteigt, gewinnen die Geister mehr Zorn.

Jedes getötete Monster hinterlässt Erfahrungspunkte in Form von blauen Kugeln. Sammelt der Held diese ein, steigt er eine Erfahrungsstufe (Level) auf. Gleichzeitig erhöht sich aber auch der Zorn der Geister. Mit den so angesammelten Zorn-Punkten können die jeweiligen Spieler ihre drei Monster aufrüsten beziehungsweise stärker machen – allerdings immer nur dann, wenn sich der Spieler des Helden entschließt, in das nächst tiefere Verlies zu wechseln.

Jedes Monster kann man mit neuen Fähigkeiten ausstatten. Das Auge des Spielers (ganz links) ...

Sobald der Held die Erfahrungsstufe 10 erreicht hat, kann er ein größeres Portal öffnen. Über dieses erreicht er einen besonders starken wie schleimigen Endgegner, dessen schießende Gliedmaßen dann die anderen Mitspieler kontrollieren. Wer schließlich den Endgegner besiegen konnte, gewinnt das Spiel.

… verschießt dann beispielsweise diese fetten Laserstrahlen.

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