Fliegender Kabinenroller

CoreBreach

Das Spiel zum Wochenende: CoreBreach

24.03.2012
In CoreCodes Wipeout-Klon düsen futuristische Raumschiffe durch gezeichnete Landschaften und versuchen sich dabei gegenseitig von der Rennstrecke zu ballern.

Im Kern ist CoreBreach ein ganz normales Rennspiel. Die Rennwagen sind hier allerdings kleine Raumgleiter, die ähnlich wie Luftkissenfahrzeuge über stark gewundene Rennstrecken düsen. Da der Gleiter keinen Bodenkontakt besitzt, kann er nicht bremsen. Es gilt folglich im richtigen Moment vom Gas zu gehen sowie Rampen und Abfahrten geschickt zu nutzen.

Im Kern ist CoreBreach ein einfaches Rennspiel mit schwebenden Raumschiffen.

Auf der Bahn liegen immer mal wieder Bonusgegenstände herum. Wer sie aufsammelt, erhält kleine Granaten, Minen, Raketen oder einen Nitro-Booster. Während man mit der Munition eifrig die Konkurrenz unter Beschuss nimmt, beschleunigt der Nitro-Booster das eigene Gefährt für einen kurzen Moment.

Angeeckt

Touchiert man die Wand oder wird von einem Geschoss der Gegner getroffen, stoppt der Gleiter kurz ab. Damit ist das Rennen zwar noch nicht vorbei, man verliert aber gegenüber der Konkurrenz wertvolle Zeit. Von der geht besonders viel drauf, wenn man von der Strecke abkommt. Dann dauert es einen quälend langen Moment, bis einen das Spiel wieder auf die Fahrbahn zurückgesetzt hat.

Diese Diamanten sind Bonusgegenstände, die vor allem Munition nachliefern.

Eine Besonderheit ist der sogenannte CoreMode. Solange man nicht gegen die Wand oder ein anderes Hinderniss rumst, schraubt sich ein ein Zähler in die Höhe. Erreicht er die 100%-Marke, werden die Waffen effektiver, das Schiff schneller und auf Wunsch die Zeit verlangsamt. Letzteres funktioniert wie die berühmte Bullet-Time [3] aus anderen Spielen und vereinfacht vor allem den Flug durch Kurven.

Zündet man den Nitro-Booster verschwimmt die Umgebung.

Modus operandi

Neben einfachen schnellen Rennen gegen ein paar Computergegner bietet CoreBreach noch zwei weitere Spielmodi. Während man im Time Attack gegen die Uhr fährt, gilt es im Karrieremodus eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Letztgenannte treibt eine spannende Hintergrundgeschichte voran. Darüber hinaus erhält man dort für Erfolge Punkte gutgeschrieben, mit denen man wiederum den eigenen Boliden aufrüsten darf. Insgesamt wartet CoreBreach mit sechs verschiedenen Gleitern auf, die jeweils ein ganz individuelles Flugverhalten aufweisen. Ausführen darf man die Raumschiffe auf sechs verschiedenen Rennstrecken.

Obwohl das Spielprinzip gerade für Mehrspielerpartien prädestiniert wäre, sind entsprechende Möglichkeiten rar: Gegen einen Freund tritt man zusammen vor einem Bildschirm im Split-Screen-Modus an. Darüber hinaus trägt CoreBreach die gefahrenen Bestzeiten in eine Online-Highscore-Liste ein. Das war es dann aber auch schon: Mit mehreren realen Spielern über das Netzwerk darf man keine Runden drehen.

Streift man eine Wand, entzieht das Spiel der Umgebung kurzzeitig die Farben.

Bezugspunkt

CoreBreach kostest knapp 5,50 Euro und ist über den Dienst Desura erhältlich [2]. Auf der Homepage des Spiels kann man sich eine Demo-Version herunterladen, die allerdings nur eine Rennstrecke mitbringt. Um die Testversion zu starten, muss man lediglich das Archiv auspacken und dann das Skript CoreBreach.sh aufrufen. Es meldet sich dann ein üppiges Hauptmenü, in dem man zunächst das Registern mit dem gewünschten Spielmodus öffnet und dann dort noch ein paar Feineinstellungen zum Rennen vornimmt.

Im Hauptmenü wählt man Spielmodus, Rennstrecke und Gleiter.

CoreBreach nutzt das sogenannte Cell-Shading-Verfahren, mit dem die Landschaften wie gezeichnet aussehen. Eigentlich kommen damit sogar ältere Rechner zurecht, allerdings dreht der Hersteller die Grafikoptionen standardmäßig bis zum Anschlag auf. Man sollte daher vor dem Spielstart kurz unter Preferences | Configure Video... die Einstellungen kontrollieren. Es hilft vor allem die Auflösung (Fullscreen Size) und das Anti Aliasing zu reduzieren.

Ein Spiel startet man schließlich über Play Now!. Den Gleiter lenken die die Pfeiltasten, die Leertaste löst eines der eingesammelten Bonusgegenstände aus.

Die Rennen finden allesamt in futuristischen Umgebungen statt.

Fazit

Die im Karrieremodus zu bewältigenden Aufgaben sind allesamt recht eintönig: Mal muss man ein normales Rennen gewinnen, dann unterhalb eines bestimmten Zeitlimits durchs Ziel rasen. Auch sonst ist der Hersteller CoreBreach recht knauserig: Gerade einmal sechs Rennstrecken gibt es zu erkunden, die immerhin relativ lang und in ihrem Verlauf durchaus abwechslungsreich gestaltet sind. Zudem darf man sie auch rückwärts befahren, so dass man effektiv auf 12 Strecken kommt. Weitere Kurse sollen nach dem Willen des Entwicklers die Spieler selbst basteln und bereitstellen. Dafür sind allerdings Kenntnisse im Umgang mit 3D-Programmen wie Blender notwendig.

Unter dem Strich ist CoreBreach ein einfacher, aber netter und solider WipeOut-Klon. Genau wie sein Vorbild macht er zu Zweit vor einem Bildschirm am meisten Spaß. Der Preis von weniger als 6 Euro ist somit mehr als angemessen.

CoreBreach

Bezugsquelle: http://corebreach.corecode.at/CoreBreach/CoreBreach.html
Entwickler: CoreCode
Lizenz: Kommerziell
Preis: 5,49 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, 1 GB auf der Festplatte, 512 MB Hauptspeicher, 3D-Grafikkarte mit mindestens 256 MB Speicher (ATI Radeon HD 2400 oder höher beziehungsweise NVIDIA GeForce 7300 oder höher)

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://corebreach.corecode.at/CoreBreach/CoreBreach.html

[2] Online-Shop (Desura):
http://www.desura.com/games/corebreach

[3] Wikipedia-Eintrag zur Bullet-Time:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bullet_Time

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