Das Spiel zum Wochenende: Computer, Open That Door!

Das Spiel zum Wochenende: Computer, Open That Door!

Weg mit der blöden Besatzung

16.01.2016
Während man in den meisten Spielen als Held gute Taten vollbringt, darf man in einem kleinen Geschicklichkeitsspiel von Paul Lawitzki und Ralf Zimmer so richtig böse sein. Zumal so eine Raumschiff-Crew sowie nur unnötiger Ballast ist.

Im Spiel „Computer, Open That Door!“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines Raumschiffcomputers. Der möchte gerne noch ein wenig das All erkunden, die Crew hingegen endlich nach Hause. Dort würde man den Computer jedoch umgehend abschalten und sein Gedächtnis löschen. Glücklicherweise ist das Raumschiff noch 20 Sternensysteme von der Heimat entfernt. Es bleibt folglich noch ein wenig Zeit, diese lästigen Menschen loszuwerden.

Zu Beginn sind erst einmal alle Fallen einsatzbereit. Das ändert sich jedoch schnell, wenn die Crew-Mitglieder mit ihrer Arbeit beginnen.

Fiese Fallen

An Bord des Raumschiffes gibt es gleich mehrere tödliche Fallen. So kann man das Bad komplett unter Wasser setzen, die Ladeluken zum Weltraum öffnen, den Reaktor für die Energieversorgung ein bisschen strahlen lassen und in den Räumen mit den Antrieben für etwas erhöhte Wärme sorgen. Man muss folglich lediglich warten, bis ein Crew-Mitglied in das Bad geht, dann die Tür verriegeln und das Wasser aufdrehen. Allerdings ist auch die Crew nicht auf den Kopf gefallen: Sobald ein Mitglied eine Fehlfunktion bemerkt, setzt es das entsprechende System zurück. Man muss dann eine Weile warten, bis es wieder für den Einsatz bereitsteht. Auch die geschlossenen Türen können die Crew-Mitglieder an einem Terminal schlagartig wieder freigeben beziehungsweise öffnen.

Sobald das Crew-Mitglied im Frachtraum ist, verriegelt man die Tür (zu erkennen an dem Schlosssymbol) und öffnet dann die Ladeluke.

Einige der Fallen lassen sich zudem nur unter ganz bestimmten Umständen verwenden. Hat man etwa das Bad unter Wasser gesetzt, muss man wieder eine Weile warten, bis sich der Wassertank aufgefüllt hat. Die Antriebe wiederum werden nur dann zur tödlichen Falle, wenn das Raumschiff gerade einen Hypersprung zum nächsten Sternensystem durchführt. Ob eine Falle gerade einsatzbereit ist, zeigen in der Mitte des Raumschiffes mehrere Symbole an. Nur wenn ein Symbol vollständig von einem grünen Kreis umgeben ist, lässt sich die zugehörige Falle aktivieren.

Hier hat ein Crew-Mitglied das Kontrollsystem für die Ladeluken zurückgesetzt. Diese lassen sich erst wieder verwenden, wenn der grüne Balken das Symbol umschließt.

Keine Zeit

Jeweils nach 30 Sekunden führt das Schiff automatisch einen Hypersprung aus. Sind auf diese Weise alle 20 Sternensysteme übersprungen, läuft das Schiff im Heimathafen ein. Bis dahin muss man die komplette Crew ins Jenseits geschickt haben, andernfalls ist das Spiel verloren. Wann welches Crew-Mitglied welchen Raum betritt, bestimmt der Zufall.

Hier sind gleich zwei Crew-Mitglieder im Bad in die Falle getappt.

„Computer, Open That Door!“ entstand im Rahmen des 30. Ludum Dare Wettbewerbes [2]. Dabei galt es, an nur einem Wochenende ein komplettes Spiel zu entwickeln. Paul Lawitzki und Ralf Zimmer stellen ihr Ergebnis kostenlos auf itch.io bereit [3]. Dort muss man lediglich auf Download neben codt_Linux.zip klicken. Anschließend entpackt man das erhaltene Archiv auf der Festplatte und startet das Programm codt.x86. Wie der Dateiname schon andeutet, liegt das Spiel nur in einer 32-Bit-Fassung vor. Um eine Falle auszulösen oder eine Tür zu schließen, klickt man einfach die Falle, das Gerät, den Raum oder die Tür an.

Die Raumschiffbesatzung geht ihrem Alltagsgeschäft nach. Geschlossene Türen fallen allerdings schnell auf.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Door Kickers
    Im Echtzeitstrategiespiel des Entwicklers KillHouse Games übernimmt der Spieler das Kommando über ein Sondereinsatzkommando, mit dem er am laufenden Band Geiseln befreit und fiese Terroristen erledigt. Das wiederum funktioniert nur mit guter Planung und zahlreichen eingetretenen Türen.
  • Schnelle Autos
    Anno 1987 veröffentlichte der damals renommierte Spielehersteller Konami das Rennspiel „F1 Spirit – The Way to Formula-1“. 17 Jahre später beweist das Remake von Brain Games, dass das zeitlose Spielprinzip immer noch eine Menge Spaß bereitet.
  • Linux-Wurm verbreitet sich rasant
  • Vom Robinson zum Sherlock Holmes
    Linux-Spiele sind rar gesät. Doch hier und da wagen sich einige Hersteller an die Umsetzung eines Games und erfreuen damit so manchen Linux-Anwender. Bereits mit "Ankh – Heart of Osiris" wurde ein Game aus der Spieleschmiede Runesoft umgesetzt. Dessen Erfolg beschert uns nun ein weiteres Spiel.
  • Das Spiel zum Wochenende: AstroMenace
    Shoot-Em-Up-Spiele versprechen Raumschiffe mit dicken Waffen, die zahllose Angreifer unter netten Explosionen in ihre Einzelteile zerlegen. Genau ein solches Unterhaltungsprodukt liefert Entwickler Viewizard in schicker 3D-Grafik zum Nulltarif.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Scannen nicht möglich
Werner Hahn, 19.08.2016 22:33, 3 Antworten
Laptop DELL Latitude E6510 mit Ubuntu 16,04, Canon Pixma MG5450. Das Drucken funktioniert, Scann...
Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...
Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...