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Es werde Licht!

Das Spiel zum Wochenende: Caverns of Light

09.07.2011
Niall Moody kommt regelmäßig auf ziemlich abgedrehte Ideen, die er in nur 48 Stunden in interessante Spiele gießt. Diesmal muss der Spieler im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel bringen – und das auch noch hüpfend in unwegsamen Gelände.

Jemand hat das Licht ausgemacht. Die genauen Umstände bleiben unbekannt, nur das Ergebnis ist eindeutig: Auf einem weit entfernten Planeten ist es jetzt stockdunkel. Glücklicherweise glühen noch einige wenige Lampen in den Höhlen tief unter der Erde. Ein kleiner grüner Außerirdischer erhält deshalb die Aufgabe, das Licht dieser Lampen mit speziellen Spiegeln zu roten Kisten zu lenken. Diese High-Tech-Geräte erleuchten dann wiederum die komplette Welt.

Abbildung 1: Das Licht der Lampe rechts muss man in den kleinen roten Kasten (links neben dem Außeridischen) leiten …
Abbildung 2: … wobei man möglichst weniger Spiegelelemente verbrauchen sollte.

Schwierige Erleuchtung

Das Ganze ist allerdings etwas komplizierter, als es sich anhört: Zunächst einmal besitzt der kleine Außerirdische immer nur eine begrenzte Anzahl Spiegel. Weitere findet er in Holzkisten, die wie die Lampen und roten Geräte in dem weit verzweigten Höhlensystem verstreut sind. Um dorthin zu gelangen, muss er gekonnt über Lavabecken springen, stacheligen Kreaturen ausweichen und Steilhänge erklimmen. Jede Kollision mit einem Gegner oder der Absturz in einen Lavasee kostet den Außerirdischen ein Spielleben. Von denen besitzt er zu Beginn an drei Stück. Sind die alle aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende. Mangels Waffen ist der Außerirdische gegenüber den Feinden zudem vollkommen wehrlos, geschicktes und gut abgepasstes Ausweichen heißt deshalb die Devise.

Abbildung 3: Diese Stachelkugeln schweben von links nach rechts. Jede Berührung endet tötlich.

Caverns of Light entstand im Rahmen des Ludum Dare-Wettbewerbs [2] in nur 48 Stunden. Dies erklärt auch, warum es keine umfangreiche Hintergrundgeschichte und nur einen einzigen riesigen Level gibt. Weitere Karten darf man immerhin in einem einfach zu bedienenden Editor selber basteln.

Einschalter

Um mit dem Außerirdischen in die Höhlen hinab zu steigen, installiert man zunächst über den Paketmanager der eigenen Distribution die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_Image, PortAudio v19 und vorbisfile. Unter Ubuntu wären das die Pakete libsdl1.2-dev, libsdl-image1.2-dev, portaudio19-dev und libvorbis-dev, sowie sämtliche Abhängigkeiten. Anschließend angelt man sich das Linux-Archiv von der Projekt-Homepage [1], entpackt es auf der Festplatte und ruft dann im neu entstandenen Verzeichnis in einem Terminalfenster die bekannten drei Befehle auf:

./configure
make
sudo make install

Anschließend startet man das Spiel via CavernsOfLight.

Abbildung 4: Rote Kisten im Innern der Höhlen leiten das Liste über Rohre an die Oberfläche. Diese Rohre sind gleichzeitig fiese Barrieren.

Im Spiel selbst steuert man den grünen Außerirdischen mit den Pfeiltasten, [z] lässt ihn springen, mit [x] platziert man einen Spiegel. Dieser strahlt das Licht immer in alle vier Himmelsrichtungen ab. Dummerweise ist die Tastaturbelegung auf die genannten Tasten festgenagelt. Wem [z] und [x] zu weit auseinander liegen, sollte die Tastatur vorübergehend auf eine englische Belegung umstellen. Dann liegt das [z] auf dem [y] und somit näher beim [x].

Abbildung 5: Die Lava-Seen erfordern gezielte Sprünge.

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