In Buggy Race jagt der Spieler einen Strandbuggy über hügelige Rennstrecken. Das fahrerische Geschick fordern insgesamt acht verschiedene Kurse in vier grafisch abwechslungsreichen Regionen. Neben einer Südseeinsel erkundet man noch die Schluchten in einem Wüstengebiet, brettert über schneebedeckte Winterlandschaften und fährt durch einen fantasievollen, überdimensionalen Garten.

Abbildung 1: Hier geht es durch einen engen Canyon.

Gegenverkehr

An den Start gehen neben dem Spieler auch immer drei Computergegner. Wer nach einer vorgegebenen Anzahl Runden als Erster über die Ziellinie schießt, erhält einen virtuellen Goldpokal und schaltet gleichzeitig die nächste Strecke frei. Später gibt es zur Abwechslung auch Zeitrennen. Einen Pokal erhält hier nur, wer die Strecke innerhalb eines festgelegten Zeitlimits durchfährt. Einmal freigeschaltete Strecken darf man immer wieder in Angriff nehmen und so seine Rundenzeiten weiter verbessern beziehungsweise die Computergegner endlich in ihre Schranken verweisen.

Abbildung 2: Solche rasanten Duelle gibt es in Buggy Race nur selten – in der Regel nur nach dem Start.

Für Abwechslung sorgen auf den Strecken verteilte Bonusgegenstände, die jedoch nicht immer Gutes versprechen: Wer das Gewicht einsammelt, fährt für eine Weile mit angezogener Handbremse. Ein Autoreifen normalisiert das Tempo, während die Rakete einen Turbo zündet.

Abbildung 3: Im Laufe der Rennen darf man zwei verschiedene Buggys lenken. Welchen von beiden, bestimmt allerdings das Spiel.

Tankstelle

Wer selbst eine Runde drehen möchte, besorgt sich die Linux-Version von der Projekt-Homepage [1]. Die dabei erhaltene Datei muss man zunächst als ausführbar kennzeichnen (in der Regel, indem man sie mit der rechten Maustaste anklickt, Eigenschaften wählt und dann auf einem der Register den passenden Haken setzt). Anschließend startet man das so erhaltene Programm und folgt dem erscheinenden Assistenten. In der Regel kann man alle seine Fragen und Bildschirme abnicken. Das eigentliche Rennspiel startet man schließlich über das Programm BuggyRace in seinem Installationsverzeichnis.

Abbildung 4: Gleich auf der ersten Strecke gibt es Tunnel samt Weggabelungen. Welchen Route man einschlägt, ist jedoch egal: Beide Tunnel führen am Ende immer wieder zusammen.

Standardmäßig steuert man den Buggy über [w],[a],[s],[d]. Wer lieber die Pfeiltasten benutzen möchte, sollte zunächst im Hauptmenü Options gefolgt von Controls aufrufen und die Tastaturbelegung ändern. Wieder zurück im Hauptmenü geht es dann per Start zu einem Auswahlbildschirm, in dem man sich für eine Strecke entscheidet. Im Rennen sieht man rechts oben in der Ecke seine eigene Position. Dabei ist man selbst immer der grüne Boreq – ändern darf man diesen Namen nicht.

Abbildung 5: Ingesamt acht verschiedene Strecken gilt es zu meistern, die man erst nach und nach freischalten muss.

Fazit

Buggy Race wäre ein spaßiges und unkompliziertes Rennspiel für Zwischendurch, wären da nicht ein paar Mängel. Kommt man beispielsweise nur ein paar Millimeter von der Straße ab, stoppt der Wagen grundlos und teilweise sogar abrupt ab. Es fühlt sich dann an, als würde man durch zähen Teer fahren. Je nach Geschwindigkeit und Winkel springt das Fahrzeug auch schon mal wie ein wildes Pferd durch die Luft.

Die Computergegner sind doof wie Dosenbrot und selbst für die eigentlich anvisierte Zielgruppe der Kinder zu einfach zu besiegen. Es reicht schon aus, sie in den Graben zu schubsen, wo sie Opfer der erwähnten Probleme werden und teilweise sogar für den Rest des Rennens eingesperrt bleiben. Im Angesicht dieser Dummheit wiegt es um so schwerer, dass es keinen Mehrspielermodus gibt. Gerade der hätte Dank des schnellen, unkomplizierten Spielprinzips sicherlich eine Menge Spaß gemacht.

Abbildung 6: Ein Standard-Beispiel für die Dummheit der Gegner: Der gelbe Wagen wird sich bis zum Rennende in der Steilwand verbeißen.

Abschließend führt der Link zur Linux-Version zu einem Download-Portal. Wer solchen Diensten misstraut, muss auf Buggy Race verzichten, zumal man auch keinen Einblick in den Quellcode erhält.

Was bleibt, ist ein unkompliziertes Rennspiel mit guter Grafik, dessen eigentlich großes Potential die Entwickler in kleinen Mängeln verschenken.

Buggy Race

Bezugsquelle: http://buggy-race.pl/main_eng.html
Entwickler: Buggy Race Team (Bone Fracture Interactive)
Lizenz: Eigene (unbekannt)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, mindestens AMD Athlon XP 1500 beziehungsweise Intel Pentium 4 1.5 GHz, mindestens 256 MB Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse Shader Model 2.0 oder höher (mindestens ATI Radeon 9600 PRO oder NVIDIA GeForce FX 5700 Ultra)

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://buggy-race.pl/main_eng.html

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