Testflug

Blue Libra kostet 4 Euro plus Mehrwertsteuer, zum Redaktionsschluss wollte der Online-Shop 4,51 Euro haben. Skeptiker können die ersten drei Missionen in einer kostenlosen Demoversion anspielen, die wiederum auf der Homepage bereitsteht [1]. Das dabei erhaltene Archiv entpackt man auf der Festplatte, öffnet dann ein Terminalfenster, wechselt in das BlueLibraDemo-Verzeichnis und startet dann dort das Spiel mit den zwei Befehlen:

export LD_LIBRARY_PATH=$LD_LIBRARY_PATH:./lib32
./BlueLibraDemo

Im Spiel selbst wählt man mangels Alternativen New Game, dann die Campaign und einen Schwierigkeitsgrad. Auf der Karte steht jeder Planet für eine Mission. Die erste davon nimmt man mit einem Mausklick auf den grün umrandeten in Angriff. Es startet jetzt ein kleines Tutorial, das in die Bedienung einführt.

Abbildung 6: Auf der Karte repräsentiert jeder Planet für eine Mission. Als Nächstes auf dem Programmplan steht die grün umrandete.

Fazit

In Blue Libra gibt es weder Rohstoffe, noch Nachschubprobleme: Die Planten und das Mutterschiff bauen ohne Unterlass immer weitere Raumschiffe. Dadurch besitzt das Spiel zwar einerseits wenig Tiefgang, andererseits kann man sich aber auch vollständig auf die Taktik konzentrieren. Eine solche ist denn auch bitter nötig: Man möchte vor Anspannung am liebsten in die Tischkante beißen, wenn von rechts langsam eine rote Armada anrückt, während sich die eigene Unterstützung noch am linken Bildschirmrand in der Produktion befindet.

Abbildung 7: Die nette Dame links unten im Bild gibt Hinweise, Tipps und führt zu Beginn des Spiels in die Bedienung ein.

Die Steuerung erweist sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase als erstaunlich intuitiv und effektiv. Hier merkt man Blue Libra seine Smartphone-Herkunft an. Die Grafik ist extrem einfach gehalten, im Wesentlichen besteht jedes Raumschiff aus einem Punkt. Dadurch lassen sich die einzelnen Raumschifftypen aber auch nur schwer auseinander halten. Immerhin gerät das Kampfgeschehen nett wuselig. Eine Schlacht läuft nach dem bewährten Stein-Schere-Papier-Muster ab: 20 Gleiter überrollen 5 gegnerische, die Feuerkraft eines Zerstörer ist stärker als die eines Gleiters. Obwohl Blue Libra eigentlich für Mehrspielerpartien prädestiniert wäre, existiert nur eine Einzelspielerkampagne, die noch nicht einmal besonders umfangreich ausfällt.

Taktik- und Strategiespielfreunde sollten zumindest einen Testflug mit der Demoversion wagen. Die moderaten 4 Euro sind zudem für die kurzweilige Nervenfolter durchaus angemessen.

Blue Libra

Bezugsquelle: http://orator-games.com/index.php/games/blue-libra/
Entwickler: Orator Games
Lizenz: Kommerziell
Preis: 3,99 Euro plus Mehrwertsteuer
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, sowie mindestens ein Prozessor mit 1 GHz und 256 MByte Hauptspeicher

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Gravitus Minus
    Schon in den 1980er Jahren gab es Weltraumspiele, die mit der Schwerkraft spielten. An diese Klassiker erinnert ein bockschweres Geschicklichkeitsspiel des Finnen Tero Lindeman, für das man zahlen darf, was man möchte.
  • Das Spiel zum Wochenende: Bullet Candy Perfect
    In sogenannten Bullet-Hell-Spielen gilt es ein kleines Raumschiff sicher durch ein scheinbar übermächtiges gegnerisches Kreuzfeuer zu dirigieren. Dank Charlies's Games darf man sich auch unter Linux einmal so richtig die Kugeln um die Ohren schießen lassen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Sloth Patrol
    Spieleentwickler Traxmaster sperrt ein kleines Raumschiff in einen futuristischen Boxring und drangsaliert es mit riesigen Horden wild um sich schießender Gegner. Was Gamepad-Besitzern Schweißperlen auf die Stirn treibt, bringt Spieler mit Tastatur an den Rand des Wahnsinns.
  • Das Spiel zum Wochenende: Solar Flux
    Wer schon immer mal eine Scheibe mit einem Mausklick in eine Umlaufbahn schießen wollte, bekommt dazu in einem netten kleinen Geschicklichkeitsspiel von Firebrand Games gleich mehrfach die Gelegenheit. Voraussetzungen sind allerdings gute Nerven und Geduld.
  • Das Spiel zum Wochenende: Starry
    Mitte der 80er Jahre ballerte man sich in Shoot-Em-Ups mit einem Raumschiff durch seitwärts scrollende 2D-Landschaften. Das Erstlingswerk des Entwicklers Indéfini verlegt das klassische Spielprinzip in die dritte Dimension.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...