blue_titel.png

Das Spiel zum Wochenende: Blue Libra

Herr der Fliegen

Wer schon immer mal einen wuseligen blauen Pixelhaufen auf einen wuseligen roten Pixelhaufen hetzen wollte, ist beim Entwickler Orator Games genau an der richtigen Stelle. Deren kurzweiliges Strategiespiel kommt sogar vollkommen ohne das sonst übliche Ressourcenmanagement aus.

In Blue Libra startet man mit einem einsamen dicken Raumschiff. Der Zerstörung seines Heimatplaneten entkommen, gleitet es als letztes seiner Art langsam durch das Weltall. In drei Werkstätten produziert es unablässig weitere Raumschiffe, mit denen der Spieler andere Planeten und herrenlos im All trudelnde Raumstationen einnimmt. Die so annektierten Gebiete fabrizieren dann wiederum selbst fleißig neue Raumschiffe.

Abbildung 1: Die grauen Linien zeigen an, wohin die jeweiligen Truppen fliegen beziehungsweise wen sie angreifen. Der Asteroidengürtel rechts verlangsamt den Flug eines jeden Raumschiffs, das dort hindurch will.

Roter Zwergenaufstand

Auf den knappen Wohnraum im All hat es dummerweise aber auch eine nicht näher bezeichnete gegnerische Fraktion abgesehen. Zum Glück besitzt jedes Raumschiff eine mehr oder weniger starke Waffe. Aus der ballert es unablässig, sobald ein gegnerisches Schiff in seine Nähe kommt – oder es der Spieler dazu anweist.

Abbildung 2: Noch während der Eroberung der Raumstation in der oberen Mitte, greift der rote Gegner an.

Können Mutterschiff und eroberte Raumstationen zunächst nur kleine, schnelle Gleiter mit geringer Feuerkraft zusammenschweißen, kommen im späteren Spielverlauf weitere Raumschiffmodelle mit unterschiedlichen Fähigkeiten hinzu. Darunter beispielsweise auch ein etwas behäbiger Zerstörer. Die Produktionsstätten verlangen zwar netterweise kein Baumaterial, besitzen dafür aber nur eine begrenzte Anzahl Fertigungsstraßen. Man muss sich lediglich überlegen, welche von ihnen mit welcher Priorität produzieren soll.

Abbildung 3: Das Mutterschiff besitzt drei Fertigungsstraßen. In diesem Fall produziert nur die erste mit voller Kraft (100%) einen kleinen Fighter.

Punkt, Punkt, Strich

Blue Libra bietet zwei Spielmodi: Für ein schnelles Spielchen zwischendurch tritt man auf einer Karte gegen den Computergegner an (Skirmish-Modus). In der Kampagne gilt es hingegen mehrere zusammenhängende Missionen zu überstehen. Mal muss man dabei alle Gegner von der Karte putzen, mal bestimmte Planeten erobern. Nach Abschluss einer Mission erhält man Punkte gutgeschrieben, die man wiederum in die Aufrüstung der eigenen Flotte investiert. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise dem Mutterschiff eine dickere Waffe spendieren.

Abbildung 4: Für die in der letzten Mission gewonnenen 100 Punkte darf man dem Mutterschiff im Laden beispielsweise eine bessere Waffe kaufen.

Etwas ungewöhnlich ist die Steuerung: Alle produzierten Raumschiffe gruppiert Blue Libra automatisch zu einer Einheit. Je länger man wartet, desto mehr Schiffe kommen dazu. Um die Gruppe schließlich auf Reisen zu schicken, zieht man von ihr mit der Maus eine Linie zum Ziel. Möchte man eine zu groß gewordene Gruppe teilen, "zerschneidet" man sie einfach mit dem Mauszeiger.

Abbildung 5: Es dauert eine kleine Weile, bis ein Planet oder eine Raumstation erobert wurde. Den Fortschritt zeigen die blauen Balken rund um das Objekt beziehungsweise bei Planeten auch die blauen Kacheln an.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Solar Flux
    Wer schon immer mal eine Scheibe mit einem Mausklick in eine Umlaufbahn schießen wollte, bekommt dazu in einem netten kleinen Geschicklichkeitsspiel von Firebrand Games gleich mehrfach die Gelegenheit. Voraussetzungen sind allerdings gute Nerven und Geduld.
  • Das Spiel zum Wochenende: Gravitus Minus
    Schon in den 1980er Jahren gab es Weltraumspiele, die mit der Schwerkraft spielten. An diese Klassiker erinnert ein bockschweres Geschicklichkeitsspiel des Finnen Tero Lindeman, für das man zahlen darf, was man möchte.
  • Das Spiel zum Wochenende: Bitfighter
    Kreuzt man das legendäre Asteroid mit den Spielmodi aktueller 3D-Shooter, kommt ein schnelles Netzwerkspiel im Retro-Look heraus. Vorausgesetzt es finden sich genügend Mitspieler.
  • Das Spiel zum Wochenende: The Adventures of Rick Rocket
    My Games Company brezelt das gute alte Automatenspiel Asteroids mit Comic-Grafik, mikrobenartigen Außeridischen, unterschiedlichen Waffen und einer netten Hintergrundgeschichte auf.
  • Das Spiel zum Wochenende: Starry
    Mitte der 80er Jahre ballerte man sich in Shoot-Em-Ups mit einem Raumschiff durch seitwärts scrollende 2D-Landschaften. Das Erstlingswerk des Entwicklers Indéfini verlegt das klassische Spielprinzip in die dritte Dimension.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Anfänger Frage
Klaus Müller, 24.05.2017 14:25, 2 Antworten
Hallo erstmal. Habe von linux nicht so viel erfahrung müsste aber mal ne doofe frage stellen. A...
Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 3 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 5 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...
Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...