In Blue Libra startet man mit einem einsamen dicken Raumschiff. Der Zerstörung seines Heimatplaneten entkommen, gleitet es als letztes seiner Art langsam durch das Weltall. In drei Werkstätten produziert es unablässig weitere Raumschiffe, mit denen der Spieler andere Planeten und herrenlos im All trudelnde Raumstationen einnimmt. Die so annektierten Gebiete fabrizieren dann wiederum selbst fleißig neue Raumschiffe.
Roter Zwergenaufstand
Auf den knappen Wohnraum im All hat es dummerweise aber auch eine nicht näher bezeichnete gegnerische Fraktion abgesehen. Zum Glück besitzt jedes Raumschiff eine mehr oder weniger starke Waffe. Aus der ballert es unablässig, sobald ein gegnerisches Schiff in seine Nähe kommt – oder es der Spieler dazu anweist.
Können Mutterschiff und eroberte Raumstationen zunächst nur kleine, schnelle Gleiter mit geringer Feuerkraft zusammenschweißen, kommen im späteren Spielverlauf weitere Raumschiffmodelle mit unterschiedlichen Fähigkeiten hinzu. Darunter beispielsweise auch ein etwas behäbiger Zerstörer. Die Produktionsstätten verlangen zwar netterweise kein Baumaterial, besitzen dafür aber nur eine begrenzte Anzahl Fertigungsstraßen. Man muss sich lediglich überlegen, welche von ihnen mit welcher Priorität produzieren soll.
Punkt, Punkt, Strich
Blue Libra bietet zwei Spielmodi: Für ein schnelles Spielchen zwischendurch tritt man auf einer Karte gegen den Computergegner an (Skirmish-Modus). In der Kampagne gilt es hingegen mehrere zusammenhängende Missionen zu überstehen. Mal muss man dabei alle Gegner von der Karte putzen, mal bestimmte Planeten erobern. Nach Abschluss einer Mission erhält man Punkte gutgeschrieben, die man wiederum in die Aufrüstung der eigenen Flotte investiert. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise dem Mutterschiff eine dickere Waffe spendieren.
Etwas ungewöhnlich ist die Steuerung: Alle produzierten Raumschiffe gruppiert Blue Libra automatisch zu einer Einheit. Je länger man wartet, desto mehr Schiffe kommen dazu. Um die Gruppe schließlich auf Reisen zu schicken, zieht man von ihr mit der Maus eine Linie zum Ziel. Möchte man eine zu groß gewordene Gruppe teilen, "zerschneidet" man sie einfach mit dem Mauszeiger.



