Ja, wo isser denn?

Das Spiel zum Wochenende: Between the Worlds

Die Polizei einer nicht näher benannten Kleinstadt ist verzweifelt. Ein fieser Zauberer verwüstet dort pausenlos verschiedene Ortsteile, die nach seinem Treiben einer kleinen Müllhalde gleichen. Da kann nur noch der Spieler helfen. Wie in Wimmelbildspielen üblich, gilt es in dem Chaos wichtige Beweismittel aufzuspüren. Hat man einen von mehreren vorgegebenen Gegenständen in den gezeichneten Landschaften entdeckt, klickt man ihn mit der Maus an, woraufhin er automatisch in die eigene Tasche wandert.

Die rechts aufgelisteten Gegenstände gilt es in der unübersichtlichen Szene zu entdecken.

Die rechts aufgelisteten Gegenstände gilt es in der unübersichtlichen Szene zu entdecken.

Sollte man einmal nicht mehr weiter wissen, darf man sich eines der versteckten Objekte hervorheben lassen. Diese nützliche Hilfe steht dann allerdings erst wieder nach ein paar Sekunden zur Verfügung.

Andere Dimensionen

Hat man alle gesuchten Gegenstände gefunden, teleportiert der Zauberer den Spieler in eine mystische Welt. Nach Hause darf man erst wieder reisen, wenn man ein kleines Minispiel gelöst hat. In der Regel handelt es sich um eine Denksportaufgabe, wie etwa ein Puzzle oder eine Solitär-Variante. Wer besonders fleißig Beweise gesammelt hat, darf in bis zu drei sogenannten Bonus-Leveln einfache Arcadespielchen absolvieren.

Hier verlangt der Zauberer, aus den Puzzelteilen rechts wieder ein ganzes Bild zusammenzusetzen. Mit der rechten Maustaste dreht man ein per Linksklick aufgenommenes Stück.

Hier verlangt der Zauberer, aus den Puzzelteilen rechts wieder ein ganzes Bild zusammenzusetzen. Mit der rechten Maustaste dreht man ein per Linksklick aufgenommenes Stück.

Um den Zauberer zu besiegen, muss man insgesamt sechzehn Teile eines magischen Amuletts finden. Die verstecken sich in Kisten und Kästchen, die wiederum überall in den Wimmelbildern verstreut sind.

Zu Beginn des Spiels kann man sich entscheiden, ob man in eine männliche oder weibliche Rolle schlüpfen möchte. Abhängig davon steht im Spiel dann eine weibliche Assistentin beziehungsweise ein männlicher Assistent mit Rat und Tat zur Seite. Die treiben vor allem die Geschichte voran oder erklären das nächste Rätsel.

Die nette Assistentin gibt wichtige Hinweise, wenn auch meist recht allgemein gehaltene.

Die nette Assistentin gibt wichtige Hinweise, wenn auch meist recht allgemein gehaltene.

Schichtbeginn

Der russische Publisher WE Group hatte Between the Worlds zunächst für 20 Dollar auf seiner Homepage angeboten [1]. Mittlerweile scheint die Linux-Version kostenlos zu sein, einen Link auf den Online-Shop gibt es nur noch für die Windows-Version – und der war bei Redaktionsschluss auch noch defekt. Dummerweise liefern die Entwickler hierzu keinerlei weitere Angaben, selbst eine Spielanleitung fehlt.

Wer sich das Spiel herunterladen möchte, steuert die Homepage unter an [1]. Dort klickt man am linken Seitenrand unter den Screenshots im Bereich Downloads auf den kleinen Tux. Das heruntergeladene Archiv entpackt man einfach auf der Festplatte und startet dann das Programm uspy.

Debian- und Ubuntu-Nutzer müssen übrigens auf Ton verzichten. Den Grund des Problems findet man in den Kommentaren unter [3]: Die vom Spiel genutzte Bibliothek SDL_mixer unterstützt dort keine Ogg-Vorbis-Dateien.

Hin und wieder erzählt Between the Worlds die Geschichte in solchen Comics weiter.

Hin und wieder erzählt Between the Worlds die Geschichte in solchen Comics weiter.

Fazit

Wimmelbildspiele können richtig Spaß machen – vorausgesetzt die Verpackung stimmt. Auf Between the Worlds trifft das jedoch nicht zu. Das Spiel leidet vor allem unter einer verworrenen, aufgesetzt wirkenden Geschichte. Es erschließt sich zu keiner Zeit, warum man nun genau die 12 angezeigten Gegenstände finden soll. Dabei hätte sich gerade die Polizeiarbeit für eine spannende Wimmelbild-Geschichte angeboten.

Bananen, eine Uhr und eine Eule sind handfeste Beweise gegen einen amoklaufenden Zauberer – zumindest in Between the Worlds.

Bananen, eine Uhr und eine Eule sind handfeste Beweise gegen einen amoklaufenden Zauberer – zumindest in Between the Worlds.

Dank der vielen Hilfen ist das Spiel zudem recht schnell gelöst. Im Zweifelsfall klickt man einfach ein wenig in den recht kleinen und überschaubaren Szenen herum, was irgendwann ebenfalls zum Ziel führt. Die Grafik ist nett gezeichnet, wenngleich sie den hochauflösenden Wimmelbildspielen für Windows hinterherhinkt.

Allerdings sind Wimmelbildspiele gerade unter Linux recht rar gesäht. Wer gerne auf die Suche nach Objekten in überfüllten Szenen geht und sich an der Geschichte nicht stört, sollte Between the Worlds daher ruhig einmal unverbindlich anspielen. Eine in jeder Beziehung bessere Alternative bietet übrigens The Clockwork Man von Total Eclipse [2] – das dafür aber auch etwas teuerer ist.

Between the Worlds

Bezugsquelle: http://www.wegroup.org/hidden-object-games/between-the-worlds.html
Entwickler: Applied Systems Ltd.
Lizenz: Eigene / Unbekannt
Preis: Kostenlos / Unbekannt
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.wegroup.org/hidden-object-games/between-the-worlds.html

[2] Wer hat's gesehen? Das Spiel zu Weihnachten: The Clockwork Man, Tim Schürmann, LinuxCommunity, 24.12.2010:
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zu-Weihnachten-The-Clockwork-Man

[3] LinuxGames.com-Eintrag zu Between the Worlds:
http://www.linuxgames.com/archives/11456

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