beret_titel.png

Gedankensprünge

Das Spiel zum Wochenende: Beret

29.10.2011
Normalerweise hüpft man sich in Jump-and-Run-Spielen einen Wolf. Etwas anders sieht die Sache aus, wenn der Hauptdarsteller ein Wissenschaftler, grün im Gesicht und obendrein ein Meister der Telekinese ist. Dann bekommt der Spieler auch noch eine Kopfnuss nach der anderen serviert.

Viele Jahre lang arbeitete der Wissenschaftler namens Beret in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Evil Corporation. Nachdem er sich selbst die Kunst der Telekinese beigebracht hatte, widerten ihn die fiesen Machenschaften der drei Konzernbosse zunehmend an. Schließlich sah Beret nur einen Ausweg: die Zerstörung der gesamten Firma.

Abbildung 1: Wenn man die Kisten intelligent stapelt, erreicht man auch höhergelegene Plattformen.

Verrücktes Mobiliar

Dummerweise ist das nicht ganz so einfach. Die einzelnen Abteilungen des Unternehmens darf nur betreten, wer eine bestimmte Anzahl besonderer Medallions besitzt. Um also die obersten drei Bösen in ihrer gut gesicherten Führungsetage zu erreichen, muss Beret erst einmal möglichst viele dieser Medallions in den übrigen Abteilungen einsammeln.

Abbildung 2: Beispiel für eines von vielen Puzzeln: Um an das Bruchstück ganz unten in der Grube heranzukommen, muss man zunächst den Roboter eliminieren …

Deren psychedelisch bunten Räumlichkeiten sind mit schwebenden Plattformen, achtlos herumstehenden Kisten und merkwürdigen Robotern gespickt. Letztgenannte wollen Beret auch noch ans Leder. Schießen kann der Wissenschaftler zwar sich selbst nicht, dafür aber Gegenstände per Gedanken kontrollieren und bewegen. Auf diese Weise schleudert er beispielsweise seine angriffslustigen Gegner durch die Luft oder stapelt Kisten, über die er wiederum an höhere Plattformen gelangt. Berets telekinetischer Einfluss auf Gegenstände ist allerdings auf einen bestimmten Radius begrenzt, weit entfernte Kisten kann er nicht verschieben.

Abbildung 3: … und dann die Kisten per Telekinese aus dem Schacht räumen.

Um an die Medallions zu gelangen, muss Beret verschiedene Aufgaben lösen. Mal gilt es, alle Gegner zu zerstören, dann wieder einfach nur vier im Level verteilte Bruchstücke einzusammeln. Dabei kommt er meist nicht darum herum, die überall verstreuten Kisten intelligent einzusetzen. Die existieren es auch noch in gleich mehreren Ausführungen: Während sich die Holzkisten dem eigenen Willen bedingungslos fügen, rutschen Eisblöcke noch eine Weile umher. Zu allem Überfluss stehen in späteren Räumen auch noch spezielle Wände: Durch rote lassen sich zwar Kisten schieben, Beret kann dort aber nicht hindurch gehen. Genau umgekehrt verhält es sich mit blauen Wänden.

Abbildung 4: Durch die blauen, halbdurchsichtigen Steine kann Beret laufen, die braunen Kisten aber nicht schieben. Um an das Medallion-Stück zu kommen, ist folglich einige (telekinetische) Denkarbeit notwendig.

Auspacker

Insgesamt sind in den 21 Leveln 120 Medallions versteckt. Im Laufe des Spiels lässt sich zudem ein Leveleditor freischalten, mit dem man weiteren Knobel- und Hüpfnachschub produzieren darf. Das Spiel selbst steht zwar nicht unter einer Open-Source-Lizenz, ist aber kostenlos auf seiner Homepage zu haben [1]. Das Linux-Archiv muss man lediglich auf der Festplatte entpacken, dann über den Paketmanager noch die Bibliotheken zu SDL, SDL_Image, SDL_Mixer, sowie SDL_ttf nachinstallieren und schließlich das Programm beret starten. Bis etwas auf dem Bildschirm passiert, kann es ein paar Sekunden dauern.

Abbildung 5: Auf der Karte kann man erst dann einen neuen Abschnitt betreten, wenn man die dafür notwendige Anzahl Medallions gesammelt hat. Bereits gespielte Level darf man jederzeit erneut in Angriff nehmen und darin die fehlenden Teile erspielen.

Im Titelbild klickt man einmal mit der linken Maustaste und tippt dann seinen Namen ein. Auf der Karte wählt man mit der Maus eine der (eckigen) Abteilungen aus. Der kleine Kopffüßler mit der angenehm grünen Gesichtsfarbe ist Beret, den man mit den Pfeiltasten oder [w],[a],[d] durch die Räume navigiert. Via [s] liest man ein Schild oder betritt Türen. Über die Maus steuert man ein kleines Fadenkreuz. Sobald dieses eine blaue Farbe annimmt, kann man den darunterliegenden Gegenstand beziehungsweise den Gegner in seine Gewalt bringen. Dazu muss man lediglich die linke Maustaste gedrückt halten und dann die Maus bewegen. Beret kann übrigens gleichzeitig laufen und Gegenstände bewegen.

Abbildung 6: Gegner greift man sich einfach per Telekinese und zerschmettert sie an der Wand.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Puzzle Moppet
    Garnet Games greift das alte Sokoban-Prinzip auf und bringt es in die dritte Dimension. Im entstandenen Puzzlespiel schiebt man mit viel Köpfchen und räumlichem Vorstellungsvermögen dicke Kisten über fliegende Rasenflächen.
  • Das Spiel zum Wochenende: C-Dogs SDL
    In einem Spiel von Ronny Wester rennen knuffige kleine Figuren durch ziemlich pixelige Landschaften und schießen mit illustren Waffen auf alles, was sich bewegt. Das Ganze erinnert ein wenig an den Klassiker Bomberman. Nur mit mehr Waffen. Und mit mehr Gegnern. Und größeren Leveln.
  • Das Spiel zum Wochenende: Chuck's Challenge 3D
    Das Knobelspiel Chips Challenge dürfte der ein oder andere ältere Spieler noch kennen. Der Autor des einstigen Kultspiels möchte jetzt mit einer modernisierten Fassung an die guten alten Zeiten anknüpfen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Violett
    Das polnische Entwicklerstudio Forver Entertainment entführt Adventure-Spieler in eine liebevoll gezeichnete Welt, die einer wilden Mischung aus Alice im Wunderland, Salvador Dali und M.C. Escher gleicht. Abenteurer brauchen allerdings einen recht großen Forscherdrang.
  • Das Spiel zum Wochenende: Octaspire Crates
    Die rote Kiste muss man nur auf eine grüne schieben. Damit das nicht so schnell langweilig wird, stellen Octaspire Games noch ein paar ziemlich gemeine Hindernisse in den Weg. Sie zu umgehen kostet ziemlich viel Gehirnschmalz.
Kommentare

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 2 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...