Das Spiel zum Wochenende: Because this is literally the best we could come up with: Retribution

Das Spiel zum Wochenende: Because this is literally the best we could come up with: Retribution

Geschossenes Obst

03.05.2014
In einem kleinen Actionspiel von Christiaan Janssen und Michael Hussinger wird scharf geschossen. Und zwar mit Käsestücken, explodierenden Sushirollen und Mäusespeck. Das Ganze ist jedoch mitnichten ein Kinderspiel.

Dass sich das Arcade-Spiel selbst nicht so ganz ernst nimmt, zeigt schon sein überlanger Titel „Because this is literally the best we could come up with: Retribution“ (im Folgenden kurz Retribution). In ihm steuert der Spieler ein pixeliges Raumschiff durch eine pixelige Galaxis, in der er auf alle pixeligen Außerirdischen ballert, die ihm in Wellen entgegenfliegen. Damit hören die Gemeinsamkeiten zu klassischen Shoot-em-Up-Spielen aber auch schon auf.

Retribution ist eigentlich ein ganz normales Aracade-Spiel. Wären da nicht die durchgeknallten Waffen.

Ballernde Bierflaschen

So gibt es für abgeschossenen Gegner keine Punkte. Als „Scoer“ zeigt der obere Bildschirmrand immer eine Milliarde an, der „Hi Scoer“ liegt bei einer unerreichbaren Milliarden-Trillionen. Als Ausgleich setzt das Spiel verschiedene Ziele. So gilt es unter anderem 1000 Gegner zu zerstören, eine Weile nur rote Außerirdische abzuschießen, mindestens 135 Bonusgegenstände einzusammeln – und natürlich möglichst lange zu überleben.

Die Bierflaschen poltern durch den Weltraum.

Eben jene Bonusgegenstände haben es jedoch in sich. Während sie bei herkömmlichen Arcade-Spielen die Wummen des eigenen Raumschiffs aufrüsten, gibt es hier entweder nur aberwitzige oder aber völlig unbrauchbare Waffen. So schießt man unter anderem mit rotierenden Bierflaschen, explodierenden Blümchen oder Käsestücken.

Die Käsestückchen fliegen schnell vom Raumschiff weg, dann aber nur langsam weiter.

Einige Bonusgegenstände beeinflussen sogar das Flugverhalten. Wer beispielsweise den Fliegenpilz einsammelt, verwandelt die Umgebung in eine wabernde, psychodelische Landschaft. Gemeinerweise fliegen gerade die unbrauchbaren Bonusgegenstände gezielt auf das eigene Raumschiff zu. Die Angriffswellen und Formationen der Gegner erzeugt das Spiel übrigens nach jedem Start neu, jede Partie spielt sich folglich anders.

Wer den Pilz aufsammelt, sieht nur noch ein verzerrtes Weltall.

Bezahlter Löve

Retribution ist prinzipiell kostenlos erhältlich, die berliner Entwickler bitten aber ausdrücklich um eine Spende per PayPal. Auf der Homepage des Spiels [1] klickt man im unteren Bereich auf Download Now. Sofern man etwas spenden möchte, tippt man den Betrag in das Feld ein und wählt Checkout with PayPal. Andernfalls klickt man auf den Link No thanks, just take me to the downloads. In jedem Fall laden sich die Besitzer eines 64-Bit-Systems sich jetzt die Datei mit linux64 im Namen herunter, alle anderen greifen zur Datei mit linux32.

Die Cocktailgläser bilden einen Schutzschild um das Raumschiff.

Nachdem man das Archiv auf der Festplatte entpackt hat, startet man zunächst das Skript because.sh. Sollte man dabei nur eine Fehlermeldung erhalten, installiert man über den Paketmanager die Entwicklungsumgebung Löve. Diese muss mindestens in der Version 0.8 vorliegen. Anschließend startet man im Retribution-Verzeichnis das Programm game.bin.

Die Blümchenbomben erweisen sich als äußerst effektiv.

Ein Spiel beginnt man mit einem Druck auf die Leertaste. Das Raumschiff bewegt man über die Pfeiltasten oder [w],[a],[s],[d]. Ein Schuss feuert die Leertaste oder [Strg] ab. Hält man eine dieser beiden Tasten gedrückt, entsteht ein Dauerfeuer.

Das Raumschiff ist hier unter dem Einfluss eines Bonusgegenstands, der die Steuerung durcheinanderbringt.

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