Das Spiel zum Wochenende: Bastion

Bastion

Voll der Hammer

23.03.2013
Im Action-Rollenspiel von Supergiant Games drischt sich ein kleiner Junge in Diablo-Manier mit einem überdimensionalen Hammer durch eine bonbonbunte Welt. Trotz komplizierter Steuerung macht das ziemlich viel Spaß.

Der kleine Kid erwacht in seinem Schlafzimmer, das im Nichts zu schweben scheint. Mit jedem seiner Schritte in die Umgebung fliegen nach und nach die übrig gebliebenen Teile seiner fast komplett zerstörten Welt heran. Was passiert ist und wo die restlichen Bewohner geblieben sind, das muss der kleine Held nach und nach selbst herausfinden. Sein erstes Ziel ist dabei die namensgebende Bastion, eine der letzten Rückzugsorte der Bewohner. Dort trifft er auf einen alten Mann, der ihn auf die Suche nach magischen Artefakten schickt. Die wiederum sollen nach und nach die Welt rekonstruieren.

Mit dem jedem Schritt, den Kid vorwärts läuft, baut sich der Level weiter auf. Teilweise sieht man so nicht, was auf einen zukommt.

Hau drauf

Überall auf seinem Weg lauern fiese Monster und Selbstschussanlagen. Letztere sollten eigentlich die Gegend vor Angreifern schützen, richten sich aber nun dummerweise gegen Kid. Zur Verteidigung steht dem kleinen Mann zunächst nur ein riesiger Hammer zur Verfügung. Mit ihm prügelt Kid nicht nur die Gegner nieder, sondern haut auch Hindernisse wie Kisten oder Geröll aus dem Weg. Später findet Kid weitere nützliche Waffen, darunter ein Repetiergewehr und einen Bogen. Schussbereit halten kann er allerdings nur zwei Waffen gleichzeitig. Ein Wechsel ist zudem nur in einem Waffenlager möglich – und ein solches muss er erst einmal finden.

Mit dem Hammer bekommt der Laichling in Bohnenform eins übergebraten.

Gegenüber vielen anderen Rollenspielen haben alle Waffen in Bastion einen kleinen Schwachpunkt: So kann das Repetiergewehr seine Pfeile zwar schnell hintereinander verschießen, Kid muss es aber nach acht Schuss zeitraubend nachladen. Den Bogen muss er erst spannen und mit dem Hammer ausholen.

Bevor Kid mit dem Bogen schießen kann, muss ihn spannen und das Ziel anvisieren.

Alkoholiker

Hin und wieder lernt Kid einen neuen Spezialangriff. Die sind besonders dann nützlich, wenn den kleinen Helden eine Horde fieser Monster umzingelt. Dann kann er etwa den Hammer kreisen oder das Repetiergewehr schnell um sich schießen lassen. Um einen solchen Spezialangriff ausführen zu können, muss Kid zunächst einen tiefen Schluck aus einer Schnapsflasche nehmen, von denen er immer nur drei Exemplare gleichzeitig bei sich tragen kann. Apropos Alkohol: Findet Kid eine Destillerie, kann er sich dort Spezialcocktails mixen lassen. Die erhöhen beispielsweise die maximale Gesundheit um 10 Punkte.

Am Brunnen kann Kid seinen Vorrat an Heiltränken auffüllen.

Jeder Gegner besitzt seine ganz eigene Angriffsstrategie. Geister etwa sind reine Nahkämpfer und müssen für jeden Schlag erst ausholen. Aber auch die zerstörte Landschaft macht Kid zu schaffen: Tritt er daneben und fällt ins Bodenlose, wirft ihn das Spiel zwar sofort wieder auf den Weg zurück, Kid büßt dabei aber einen kleinen Teil seiner Gesundheit ein. Gemeinerweise baut sich die Landschaft nicht nur auf, mitunter bricht sie auch zusammen – hier heißt es dann so schnell wie möglich zu rennen. Auch einige Monster stampfen Löcher in den Boden, um Kid so aus dem Tritt zu bringen.

In diesem Level brechen hinter Kid sukzessive alle Steine weg.

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