Illegale Pillenfabrik

Das Spiel zum Wochenende: Basement

Das Spiel zum Wochenende: Basement

02.08.2014
An nur einem April-Wochenende hat ein kleines Entwicklerteam ein absolut durchgeknalltes und politisch unkorrektes Strategiespiel entwickelt. In ihm muss der Spieler im Keller einer Kirche eine florierende, äh, Pflanzenzucht aufbauen.

Fähige Wissenschafter haben es heutzutage schwer. Das muss ein kleiner Chemiker erfahren, der an einem neuen bahnbrechenden Krebsmittel forschen möchte. Der aufgesuchte Investor fordert jedoch erst einen ganzen Stapel Unterlagen und schmeißt ihn dann auch noch aus seinem Büro. Kurzerhand beschließt der Wissenschafter, das notwendige Geld selbst zu verdienen. Mit einer kleinen Chemiefabrik. Die nicht zwingend legal ist.

Der erste Kunde hätte gerne zwei grüne Pakete. Um die zu produzieren ...

Pillendreher

In Basement baut der Spieler im Keller einer kleinen Kirche eine Drogenfabrik auf. Dazu lässt er zunächst Zimmer graben, in denen er dann kleine Hanfplantagen, Kokain-Produktionsstätten und Ecstasy-Pressen einrichtet. Jede Aktion kostet natürlich einen schönen Batzen Geld: Während eine kleine Pflanzenzucht noch ab 400 Dollar zu haben ist, muss man für eine komplette „Hash-Ranch“ schon 5000 Dollar berappen.

… genügt es bereits, einen neuen Raum anzulegen und darin eine kleine „Grow Box“ einzurichten.

Die verschiedenen Produktionsstätten nehmen unterschiedlich viele Räume ein. So braucht die erwähnte Hash-Ranch schon drei Räume, wohingegen der „Dope Shop“ nur zwei belegt. Neue Räume kann man nicht nur seitwärts einrichten, sondern auch in die Tiefe graben. Dabei muss immer ein Aufgang pro Stockwerk erhalten bleiben. Je tiefer man gräbt, desto teurer werden die Arbeiten. Kostet ein neues Zimmer im ersten Untergeschoss noch 200 Dollar, werden für das zweite Untergeschoss pro Raum schon 4000 Dollar fällig.

Je tiefer man gräbt, desto teurer werden die Räumlichkeiten.

Die Abnehmer der produzierten Drogen stehen brav vor dem Eingang der Kirche in einer Schlange. Jeder Kunde möchte dabei eine ganz bestimmte Droge in einer ganz bestimmten Menge kaufen. Bedienen kann man allerdings immer nur den ersten Kunden in der Schlange. Der wartet zudem nur ein paar Minuten. Konnte man bis dahin seine Forderung nicht erfüllen, zieht er wieder ab – und die Kasse bleibt erst einmal leer.

Im Laufe der Zeit werden die Kunden immer anspruchsvoller.

Pufferspeicher

Jede Produktionsstätte arbeitet automatisch fleißig vor sich hin. Die fertigen Waren landen dabei im vom Spieler einzurichtenden Lagerhäusern. Sind die voll, steht die Produktion. Gemeinerweise produzieren die unterschiedlichen Fertigungslinien unterschiedlich schnell. Wer nicht aufpasst, hat das Lager schnell voller Haschisch – und muss dann warten, bis ein passender Kunde vorbeikommt.

Die fertigen Waren wandern zunächst in eines der Lager.

Erschwerend kommt hinzu, dass man in jedem Regal immer nur eine Drogensorte in begrenzter Stückzahl unterbringen kann. Man darf folglich nicht ein Hanf- zusammen mit einem Haschisch-Paket in einem Regal lagern, was das Platzproblem noch weiter verschärft. Des Weiteren benötigt jede Produktionsstätte für ihre Arbeit einen im Spiel namenlosen Rohstoff. Den muss der Spieler regelmäßig nachkaufen und bis zur Verarbeitung ebenfalls in seinem Lagerhaus unterbringen.

Immer wieder passieren zufällige Ereignisse. Hier lernt man einen Bürgermeister kennen, der die „Verdächtigkeit“ sinken lässt.

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