Es ist mal wieder soweit: Feindliche Kreaturen aus den dunklen Ecken des Universums rotten sich zusammen, um das beschauliche Leben der Menschen zu vernichten. Helfen kann da nur der beste greifbare Raumschiffpilot – und somit der Spieler. Dieser schießt mit seinem Raumschiff aus allen verfügbaren Kanonen auf die in Wellen hereinfallenden Gegner. Die wiederum besitzen ganz individuelle Angriffsstrategien und halten zudem noch unterschiedlich viele Treffer aus. Man kann folglich nicht einfach stupide losballern, sondern muss sich möglichst schnell eine passende Angriffstaktik zurechtlegen.
Während man in vielen klassischen Shoot-Em-Ups das Spielgeschehen aus der Vogelperspektive betrachtet, kippt AstroMenace die Ansicht leicht. Der Spieler schaut folglich von schräg oben auf sein Raumschiff. Die Gegner materialisieren sich am Horizont und fliegen von dort auf den Helden zu. Die Landschaft mit ihren störenden Asteroiden schiebt sich dabei unaufhaltsam über den Bildschirm, der Spieler kann sein Raumschiff nur in den Grenzen des Bildschirms frei bewegen. AstroMenace lässt ihm dabei immerhin die Wahl zwischen einer eher arcadelastigen und einer mehr simulationsorientierten Steuerung: Während mit der erstgenannten das Treffen der Gegner einfacher fällt, bewegt sich das Raumschiff mit der simulationsorientierten Steuerung etwas realistischer.
Kaufladen
Jeder Abschuss erhöht nicht nur ein Punktekonto, sondern spült gleichzeitig auch Geld in die eigene Kasse. Mit diesen Einnahmen darf man dann vor dem nächsten Einsatz sein Raumschiff aufrüsten. Dummerweise kosten besonders durchschlagskräftige Waffen auch eine entsprechende Stange Geld. Zudem darf man die Waffen nur an ganz bestimmten Stellen des Schiffs montieren. Als wäre das noch nicht genug, ist auch die Munition begrenzt, das Nachladen kostet je nach Kaliber unterschiedlich viel Kleingeld. Immerhin darf man auch am Schiff herumschrauben und ihm etwa einen schnelleren Antrieb verpassen oder aber gleich zu einem anderen von insgesamt 22 verfügbaren Schiffsmodellen greifen – stets ein volles Konto vorausgesetzt.
AstroMenace unterteilt das Kampfgeschehen in 15 aufeinander aufbauende Missionen. Einmal erfolgreich absolvierte Missionen kann man jederzeit noch einmal in Angriff nehmen und so seinen Kontostand oder seinen Highscore verbessern. Damit man auf diese Weise nicht unendlich viel Geld scheffelt, halbiert das Spiel bei jedem erneuten Versuch die Belohnungen für abgeschossene Gegner.
Startrampe
Entwickler Viewizard stellt AstroMenace mittlerweile kostenlos als Open-Source-Programm zur Verfügung. Auf Sourceforge.net wartet das Spiel unter dem Namen OpenAstroMenace auf seinen Download [2]. Im Gegenzug muss man den Quellcode selbst in ein ausführbares Programm umwandeln. Das ist jedoch recht einfach: Zunächst installiert man über den Paketmanager den G++-Compiler, CMake und make sowie die Entwicklerpakete zu den Bibliotheken SDL, Ogg-Vorbis, OpenAL, libjpeg, ALUT und Freetype. Unter Ubuntu 12.10 holt der folgende Befehl alles Notwendige nach:
sudo apt-get install g++ cmake make subversion libsdl1.2-dev libogg-dev libvorbis-dev libopenal-dev libjpeg-dev libXinerama-dev libalut-dev libfreetype6-dev
Als Nächstes lädt man sich das AstroMenace-Paket unter [2] herunter und entpackt es auf der Festplatte. Im entstandenen Verzeichnis muss man jetzt nur noch in einem Terminalfenster die folgenden drei Befehle aufrufen:
cmake ./ make ./AstroMenace --pack –rawdata=./RAW_VFS_DATA
Das Spiel startet jetzt ein Aufruf von ./AstroMenace, eine Installation ist nicht notwendig. Im Spiel selbst sollte man zunächst auf die deutsche Sprache umschalten, die übrige Bedienung erklärt das Spiel nach und nach selbst. Das Raumschiff steuert man am besten über die Pfeiltasten, die primären Waffen feuert [Strg] ab, die sekundäre die Leertaste.




