Taktische Standardkost

Fertigstrategie

Um mit Annex: Conquer The World eine Partie in Angriff zu nehmen, muss man lediglich auf dessen Homepage [1] zu den Downloads wechseln, dort das zum System passende Linux-Paket herunterladen und auf der Festplatte entpacken. Annex: Conquer The World startet dann nach einem Aufruf von ./annex. Dieses Skript prüft auch gleichzeitig, ob alle vom Spiel benötigten Bibliotheken und Programme vorhandenen sind. Andernfalls muss man den Paketmanager zücken und die angeforderten Pakete nachinstallieren. Generell benötigt Annex: Conquer The World die SDL-Bibliothek, wxWidgets, Xerces-C, OpenAL, Ogg, Vorbis, Lua 5.1 oder neuer und GnuTLS.

... versteckt sich hier noch ein Fahrzeug.

Für ein erstes, schnelles Spiel wählt man im Menü Scenario, übernimmt die vorgeschlagene leichte Aufgabe mit einem Klick auf Play now!. Im Spiel delegiert man die Einheiten wie von anderen Echtzeitstrategiespielen gewohnt: Bei gedrückter linker Maustaste zieht man einen Rahmen um die Einheiten, denen man eine Aufgabe zuweisen möchte. Anschließend klickt man mit der rechten Maustaste auf das Angriffsziel, den Abbauplatz oder den Zielort. Gebäude aktiviert man mit der linken Maustaste, woraufhin rechts oben in der Bildschirmecke das Aktionsmenü erscheint. Ein Klick auf ein Symbol erzeugt die entsprechende Einheit. Nach dem gleichen Prinzip weist man auch einen Arbeitsroboter an, ein neues Gebäude zu errichten. Das erscheint dann unter dem Mauszeiger und muss nur noch an einer passenden Stelle auf der Karte platziert werden. Bei Fabriken gibt es noch eine kleine Besonderheit: Die produzierten Einheiten laufen nach ihrer Fertigung automatisch zu einem Sammelpunkt. Den kann man umlegen, indem man das Gebäude aktiviert, dann rechts oben im Aktionsmenü auf den Pfeil nach unten klickt und dann die neue Sammelstelle mit einem Mausklick anzeigt.

Wenn Funken schlagen, reparieren oder bauen gerade die Arbeitsroboter ein neues Gebäude.

Fazit

Annex: Conquer The World erinnert stark an den Klassiker Command and Conquer [3]. Das gilt leider auch für die mitunter etwas merkwürdige Wegfindung. Da die Einheiten zudem einfach immer automatisch zum Angriff übergehen, sobald sie einen Gegner zu Gesicht bekommen, laufen beziehungsweise fahren diese schon einmal gerne in ihr eigenes Verderben.

Da nur wenig Ressourcen vorhanden sind und sich die Gebäude recht schnell freischalten lassen, laufen Partien in einem recht hohen Tempo ab. Der Fokus liegt folglich mehr auf den Schlachten als im Ressourcenmanagement. Dummerweise sehen die Einheiten alle recht ähnlich aus, so dass sich im Schlachtgetümmel Freund und Feind nur schwer voneinander unterscheiden lassen.

Schlachten gestalten sich bisweilen etwas unübersichtlich: Wer ist hier Freund und wer Feind?

Dennoch ist die Grafik für ein kostenloses Einmannprojekt äußerst gut gelungen. Die verfügbaren Karten sind abwechslungsreich, mit Bedacht aufgebaut und lassen verschiedene Taktiken zu. Darüber hinaus darf man jeder Karte eine von drei verschiedenen Optiken zuweisen, im Fall einer Eislandschaft schneit es sogar auf der Karte. Da Annex: Conquer The World eigene, neue Spielideen vermissen lässt, bleibt unter dem Strich nur ein nettes, solide Echtzeitstrategiespiel mit kleineren Macken.

Das Gelände bietet auch Hügel.

Annex: Conquer The World

Bezugsquelle: http://annexconquer.com
Entwickler: DelphaDesign (Adrian Delpha)
Lizenz: GPL
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor mit 1.5 GHz oder besser, mindestens 1 GByte Hauptspeicher

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://annexconquer.com

[2] MegaGlest:
http://megaglest.org

[3] Command & Conquer:
http://de.wikipedia.org/wiki/Command_%26_Conquer

[4] Überblick über die Stärken und Schwächen der verscheidenen Fraktionen:
http://www.indiedb.com/games/annex-conquer-the-world

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