Taktische Standardkost

Annex: Conquer The World

Das Spiel zum Wochenende: Annex: Conquer The World

29.06.2013
Der Amerikaner Adrian Delpha hat das kostenlose Echtzeitstrategiespiel MegaGlest umgekrempelt, in ein Science-Fiction-Szenario getaucht und mit Elementen aus Command and Conquer gespickt. Das Ergebnis spielt sich nicht nur flott, sondern besitzt auch noch eine recht ansehnliche Grafik.

In Annex: Conquer The World beginnt der Spieler mit einem Basisgebäude, das irgendwo auf einer futuristischen Landkarte steht. In der Basis lässt man zunächst ein paar kleine Arbeitsroboter produzieren, die man wiederum zum Abbau roter Kristalle delegiert. Hat man von letztgenannten genügend gesammelt, können die Arbeitsroboter weitere Gebäude errichten, in denen sich wiederum Soldaten ausbilden oder Panzer bauen lassen.

Hier stürzen sich die Arbeitsroboter auf die roten Kristalle, welche wiederum ein wichtiger Rohstoff sind.

Angriffslustig

Das ist auch zwingend notwendig, bevölkern doch auch noch ein bis fünf Gegner die Landkarte. Die Widersacher wollen natürlich nicht nur die begehrten roten Kristalle, sondern auch dem Spieler ans Leder. Folglich gilt es möglichst schnell eine möglichst starke Armee aufzubauen, die eigenen Gebäude mit Geschütztürmen zu sichern und dann den Gegner anzugreifen und auszulöschen.

Die Barracs bilden Soldaten aus, die sich am Ende des blauen Pfeils sammeln.

Gemeinerweise dauert es immer eine Weile, bis ein Arbeitsroboter ein Gebäude hochgezogen hat. Beschleunigen lässt sich der Vorgang, indem man ein paar seiner Kollegen helfen lässt. Die Fabriken können zudem Soldaten beziehungsweise Fahrzeuge immer nur nacheinander ausspucken, die Ausbildung und der Bau kosten ebenfalls etwas Zeit. Eine Einheit verschlingt bei der Produktion neben einem Batzen der gesammelten roten Kristalle auch noch einen Teil der vorhandenen „Betriebsmittel“ (Supplies). Letztgenannte lassen sich durch den Bau von Lagerhallen aufstocken.

In den Eislandschaften fallen auch Schneeflöckchen, die aber keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben.

Schließlich besitzt jede produzierte Einheit auch noch ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. So sind Soldaten mit einem Raketenwerfer zwar durchschlagskräftiger als ihre Kameraden mit einem Maschinengewehr, bewegen sich dafür aber auch langsamer durch das hügelige Gelände. Folglich will es gut überlegt sein, wann man welche Gebäude errichtet und darin welche Einheiten in welchen Stückzahlen produziert.

Alle auf einen

Im Gegensatz zu vielen anderen Echtzeitstrategiespielen setzt Annex: Conquer The World auf Mehrspielerpartien. Einzelspieler können immerhin im sogenannten Skirmish-Modus auf einer frei wählbaren Karte gegen einen oder mehrere Computergegener antreten. Des Weiteren stehen in der aktuellen Version auch ein paar Missionen bereit, in denen Einzelspieler jeweils eine vorgegebene Aufgabe lösen müssen. Wer alle Karten gespielt hat, darf sich mit dem beiliegenden Editor eigene basteln.

In dieser Mission muss man einfach einem befreundeten Team unter die Arme greifen und den Gegner auslöschen.

Jeder Spieler muss sich zu Beginn der Partie für eine von zwei Fraktionen entscheiden, denen jeweils individuelle Einheiten und Gebäudetypen zur Verfügung stehen. Jede Fraktion erfordert folglich ihre ganz eigene Taktik beziehungsweise Vorgehensweise. So dauert es etwa bei der East Ocean Alliance etwas länger, bis alle Produktionsgebäude zur Verfügung stehen, im Gegenzug schweißen diese durchschlagskräftigere Einheiten zusammen. Die Shadow Organization verfügt hingegen über besonders offensive Einheiten, die allerdings weniger gut gepanzert sind. Die genauen Unterschiede nennt eine Seite im IndieDB-Portal [4]. Dort und auf der Homepage von Annex: Conquer The World findet man übrigens den Hinweis auf vier verschiedenen Fraktionen. In der aktuellen Version 3a lassen sich im Menü jedoch nur zwei auswählen (Alliance und Shadow).

Die dreidimensionale Landschaft führt manchmal zu unliebsamen Überraschungen. Hinter der Fabrik ...

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