Farbiger Völkerball

Im Jahr 2B7F entwischt der Computervirus Xiromacs aus seiner isolierten Umgebung und beginnt das komplette System anzugreifen. Das kann der Spieler natürlich nicht auf sich sitzen lassen und versucht mit einem kleinen gelben Helden das System zu retten.

Hier hält das gelbe Männchen einen gelben Ball. Schießt es ihn gegen den blauen Klotz rechts ...

Balla-Balla

Als einziges Hilfsmittel hält die Spielfigur einen Ball in der Hand, den sie auf Knopfdruck in Laufrichtung wegwirft. Trifft der Ball auf eine Wand, bricht aus ihr ein Ziegel heraus, der gleichzeitig seine Farbe auf den Ball überträgt. Mit dem so eingefärbten Ball kann man wiederum alle gestrichelten Wände der gleichen Farbe einreißen. Auf diese Weise muss man sich sukzessive einen Weg zum Ausgang in Form eines violetten Kästchens freiräumen.

... bricht aus dem eine Ecke heraus und der Ball färbt sich blau. Mit ihm kann man die gestrichelte Mauer einreißen, die derzeit noch den Ausgang blockiert.

Das Vorhaben versuchen die überall herumwuselnden Viren zu verhindern. Eine Berührung mit ihnen endet für den Helden tödlich. Glücklicherweise kann er mit dem Ball die Viren abschießen. Einige hartnäckige Exemplare muss der Ball mehrfach treffen, bevor sie im Nirwana landen. Mitunter blähen sich die Biester auch nach dem ersten Treffer immer weiter auf.

Netterweise kehrt der Ball wie ein Bumerang immer wieder zum Helden zurück. Mit etwas Geschick kann man so gleich mehrere Viren auf einmal auslöschen. Komplett ausrotten lassen sie sich aber nicht: Kleine, über das Spielfeld verteilte Generatoren spucken unablässig immer wieder neue Plagegeister aus. Die wandern zudem immer zielstrebig auf den Helden zu, nur Wände können die dummen Viecher einen Moment aufhalten. In späteren Leveln kommen weitere tödliche Hindernisse hinzu, wie etwa über den Bildschirm kriechende Schlangen oder hin und her fahrende Wände.

Später im Spielverlauf trifft man auf weitere unliebsame Gesellen. Das gestreifte Monster hier schießt sogar um sich.

Neuland

2x0ng erzeugt jeden Level per Zufall, wobei die generierten Arenen zunehmend komplexer und somit schwieriger werden. Das Spiel selbst steht kostenfrei auf seiner Homepage bereit [1]. Dort muss man lediglich über den entsprechenden Link das Archiv 2x0ng for Linux herunterladen, es dann auf der Festplatte entpacken und das Programm 2x0ng.bin starten.

Im späteren Verlauf werden die Level nicht nur größer, sondern auch auch komplexer. So muss man teilweise den Ausgang erst suchen.

Ein Druck auf die Leertaste springt direkt in den ersten Level. Dort steuert man den Helden in Form des gelben Blocks mit den Pfeiltasten, den Ball schleudert die Leertaste weg. Per [Strg+r] setzt man das Spiel wieder an den Anfang zurück – mit der Betonung auf „Anfang“: Wer bereits im dritten Level angekommen ist, landet unweigerlich wieder im ersten.

Diese Viren strömen aus den unkaputtbaren schwarzen Kästen unaufhaltsam auf die Spielfigur zu.

2x0ng ist der Nachfolger des Spiels XONG [2]. Es funktioniert nach dem gleichen Grundprinzip, nur dass diesmal die Grafik aus ASCII-Zeichen besteht, Roboter dem Spieler ans Leder wollen und der Ball ein Hockey-Puck ist, den der Spieler auch verlieren kann. In letztgenanntem Fall muss er einen neuen finden. Glücklicherweise liegen die überall als Ps in der Umgebung verstreut herum.

Jede Berührung mit einem Feind endet tödlich. Mehrere Leben gibt es nicht, wer stirbt muss wieder ganz von vorne beginnen.

Fazit

Die Grafik von 2x0ng wirkt, als wäre sie einer Videospielkonsole aus den 70er Jahren entsprungen – noch karger geht es kaum. Genau so einfach wie die Grafik ist auch das Spielprinzip: Ein bisschen Völkerball mischt sich mit Breakout. Da 2x9ng einfach immer wieder neue Level erzeugt, fehlt auf Dauer die Abwechslung, mitunter schwankt der Schwierigkeitsgrad der Level sogar recht stark.

Umgekehrt bieten die generierten Level aber auch immer wieder eine neue Herausforderung, allgemein steigt der Schwierigkeitsgrad nachvollziehbar an. 2x0ng ist somit ein durchaus spaßiger Geschicklichkeitstest, den man zwischendurch oder in der Mittagspause immer mal wieder gerne hervorkramt.

2x0ng

Bezugsquelle: http://blocky.io/2x0ng.html
Entwickler: David O'Toole
Lizenz: GPLv3 und CC-BY-SA
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution

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