Fazit

Wer Strategiespiele liebt, kann bei diesem Bundle fast blind zugreifen – vorausgesetzt man kann sich mit den teilweise recht mutigen und ungewöhnlichen Konzepten anfreunden.

Abbildung 13: Hier nimmt in Darwinia die gelb hervorgehobene Squat-Einheit die roten Virenketten rechts unter Beschuss. Die Landschaft setzt sich vollständig aus bunten Dreiecken zusammen.

Darwinia spielt sich durch die vielen abgedrehten Einfälle, wie etwa der Seelenwanderung der Darwinians, vollkommen ungewohnt und neuartig. Im Gegenzug muss man sich auf das teilweise etwas wirre Szenario einlassen. Die karge Grafik ist stimmig und passt zum Spiel. Überall findet man liebevolle Anspielungen auf Spieleklassiker. So erinnern beispielsweise die raupenartigen Viren an Centipede, während Luftangriffe kleine Space-Invaders ausführen. Multiwinia-Partien spielen sich ziemlich rasant und eignen sich somit für ein schnelles Spiel in der Mittagspause. Einsteiger benötigen allerdings bei beiden Spielen eine etwas längere Einarbeitungszeit.

Abbildung 14: Über diese Teleskope lassen sich die Multiwinians auf die andere Seite "übertragen".

Schnelle Partien bietet auch Defcon. Unter der Haube verbirgt sich ein extrem einfaches, aber durchaus spaßiges Echtzeitstrategiespiel – sieht man einmal von dem ethisch etwas fragwürdigen Atomschlagszenario ab. Grafisch und inhaltlich lehnt sich Defcon sichtlich an den Film Wargames an. Die Karte ist karg und in einer 80er-Jahre-Neonoptik gehalten, auf der umherfliegende Bomben bunte Linien hinter sich herziehen. Gerade deshalb geht in hitzigen Gefechten aber auch schnell mal die Übersicht verloren.

Abbildung 15: In der letzten Spielphase kann es in Defcon schon einmal heiß und auch unübersichtlich hergehen: Jede Linie steht für einen Angriff.

Um in Uplink einen Auftrag zu gewinnen muss man wiederholt passende Angriffsprogramme kaufen, diese einsetzen, neue Programme kaufen, einsetzen und so weiter – spannend ist was anderes. Wer sich allerdings gerne in klassischen Wirtschaftssimulationen durch lange Tabellen klickt, kann durchaus seine Freude an Uplink finden.

Abbildung 16: In Uplink klickt man sich durch blaue Textwüsten. Hier entscheidet man sich, mit welchem Server man eine Verbindung aufbauen möchte.

Aquaria lässt sich am ehesten als Action-Adventure oder Rollenspiel einstufen. Sein Reiz liegt vor allem in der Erkundung der relativ offenen Welt. Das Unterwasserszenario ist unverbraucht und die Landschaft lockt mit immer neuen Details. Es fällt allerdings gerade am Anfang etwas schwer, die gut gesinnten Meeresbewohnern von den fiesen zu unterschieden. Wer alle Gänge und Geheimverstecke erkundet hat, darf mit einem Leveleditor eigene Unterwasserhöhlen zusammenbasteln.

Abbildung 17: Den Spielstand speichern kann man in Aquania nur in diesen roten Edelsteinen.

Crayon Physics Deluxe hat ein originelles, simples wie auch geniales Spielprinzip, das extrem süchtig macht. Wer es noch nicht besitzt, sollte es schnellstens probespielen – beispielsweise mit der offiziellen Demoversion [3].

Abbildung 18: Dieses Rätsel lässt sich lösen, indem man ein Gewicht einzeichnet.

Sieht man einmal vom langweiligen Uplink ab, enthält das Humble Introvision Bundle keine Gurken. Besonders hervor stechen Crayon Physics Deluxe, Aquaria, sowie die ungewöhnlichen Darwinia und Multiwinia. Die meisten Spiele sind allerdings schon etwas älter, Darwinia beispielsweise über sechs Jahre. Nichtsdestotrotz machen sie immer noch Spaß und überbrücken garantiert zahlreiche usselige Wintertage.

Humble

Bezugsquelle: http://www.humblebundle.com
Entwickler: Introvision
Lizenz: Kommerziell
Preis: beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

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Kommentare
Bonusspiel
Tim Schürmann, Dienstag, 29. November 2011 22:39:52
Ein/Ausklappen

Heute ist noch das Rollenspiel "Dungeons of Dredmor" hinzugekommen. Man erhält es allerdings nur, wenn man mehr als den aktuellen Durchschnittspreis bezahlt - oder bezahlt hat. Käufer sollten deshalb einen Blick auf ihre persönliche Download-Seite werfen.


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