Die Humble-Bundle-Aktionen scheinen extrem beliebt zu sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass nur wenige Tage nach der letzten schon wieder eine neue anläuft. Diesmal stehen gleich vier Spiele des britischen Entwicklers Introvision zum Verkauf. Was man für sie zahlen möchte, darf man selbst bestimmen. Wer mehr als den aktuell gezahlten Durchschnitt überweist, bekommt sogar noch die zwei Bonusspiele Aquaria und Crayon Physics Deluxe obendrauf. Die Einnahmen erhalten nicht nur die Entwickler der Spiele, sondern auch der Humble-Bundle-Betreiber, die Electronic Frontier Foundation und Child's Play Charity. Letztgenannte versorgen Kinderkrankenhäuser kostenlos mit Spielzeug. Wer welchen Anteil vom eigenen Kaufpreis abbekommen soll, darf man über Schieberegler ebenfalls selbst festlegen.
Darwinia
Dr. Sepulveda hat ein eigenartiges Hobby. In seinem ziemlich großen Computernetz hat er einen virtuellen Vergnügungspark geschaffen. Bewohner sind die Darwinians, kleine Strichmännchen, von denen jedes über seine ganz persönliche künstliche Intelligenz verfügt. Dummerweise gab es eine kleine Sicherheitslücke, durch die Computerviren in die beschauliche Welt eingefallen sind. Natürlich kann man Dr. Sepulveda in dieser Situation nicht hängen lassen und greift ihm als digitaler Kammerjäger etwas unter die Arme.
Der Schauplatz des Geschehen ist eine dreidimensionale Landschaft, die ausschließlich aus Dreiecken besteht. Das Ganze erinnert stilistisch leicht an den Film Tron. Der Spieler kann Computerprogramme abrufen, die sich in Form von futuristischen Militäreinheiten materialisieren. Während das Squat-Team die als kleine rote Schlangen durch die Landschaft pulsierenden Viren beschießt, vereinnahmen Engineer-Roboter herumstehende Portale und andere nützliche Stationen.
Im späteren Verlauf kommen natürlich auch die Darwinians ins Spiel. Die kleinen grünen Strichmännchen betreiben unter anderem Minen, Generatoren und Geschütze. Anleiten und steuern lassen sie sich ähnlich wie im Klassiker Lemmings: Man erhebt per Mausklick einen Darwinian zum "Officier", den man dann wiederum mit einem Schild beispielsweise in eine ganz bestimmte Richtung zeigen lässt. Alle anderen Darwinians in seiner direkten Umgebung laufen dann umgehend dorthin. Die "Seelen" getöteter Darwinians und Viren lassen sich einsammeln und wiederbeleben. Einige der Viren im späteren Verlauf besitzen jedoch ebenfalls diese Fähigkeit und verwandeln so die einst netten Darwinians in fiese Gegner.
Multiwinia
Darwinia besitzt lediglich eine Kampagne für Solospieler. Wer gegen reale Spieler antreten möchte, greift zu Multiwinia. Es basiert auf dem Konzept von Darwinia, konzentriert sich aber auf reine Mehrspielerpartien. Dabei kontrolliert jeder menschliche Mitspieler ein Völkchen aus Multiwinianern, mit dem er eine von sechs verschiedenen, teils ziemlich originellen Aufgaben erfüllen muss. Mal gilt es mit dem eigenen Team die ganze Karte zu erobern, mal nur bestimmte strategische Punkte. In Blitzkrieg müssen die Multiwinians die Fahne des Gegners stibitzen. Eine Abwandlung davon ist Capture The Statue, bei der es möglichst viele Statuen in die eigene Basis zu schleppen gilt. Beim Rocket Riot müssen die Multiwinians eine Rakete betanken, diese besteigen und schließlich zünden – wie man sich leicht vorstellen kann, ist eine vollgetankte Rakete ein leichtes Ziel für gegnerische Angriffe. Im Assault-Modus schließlich verteidigt ein Team eine ziemlich große Bombe bis zu ihrer Zündung, während das andere Team genau das zu verhindern versucht.



