Täglich frische Ware

In den NeonPlat Adventures muss der Spieler mit einem kleinen Strichmännchen von links nach rechts bis ans Ende des Levels laufen. Die Landschaft setzt sich dabei aus zahlreichen Plattformen und Mauern zusammen, die es geschickt zu überspringen gilt. Gemeinerweise darf man dabei immer nur nach rechts laufen, wieder nach links zurück jedoch nicht. Zudem bewegt sich die Welt langsam, aber unaufhaltsam. Wer zu lange stehen bleibt, fällt irgendwann links aus dem Bild und verliert ein Spielerleben. Ein solches muss man auch hergeben, wenn man mit einem der überall herumwuselnden Gegner kollidiert. Sind irgendwann alle Leben aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende und man muss von vorn beginnen.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist NeonPlat Adventures ein klassisches Jump-and-Run-Spiel ähnlich dem legendären Super Mario Bros.

Objektorientiert

Glücklicherweise ist das Strichmännchen nicht ganz wehrlos. Überall auf den Plattformen liegen Gegenstände, die es aufsammeln und dann gegen den Gegner schleudern kann. Diese „Waffen“ verhalten sich recht unterschiedlich. Beispielsweise hüpfen geworfene Bälle über die Plattformen, was das Zielen und Treffen des Gegners etwas erschwert. Andere Objekte zerstören den Gegner nicht sofort, sondern kapseln ihn nur ein. Kann der Held dann den Gefangenen einsammeln, erhält das Strichmännchen für kurze Zeit eine Spezialfähigkeit – beispielsweise kann es besonders hoch und weit springen. Neben den Gegenständen zur Feindabwehr liegen in den Leveln auch noch Bonusobjekte herum, die eingesammelt das Punktekonto des Spielers erhöhen.

Hier hat der blaue Ball einen Gegner gefangen.

Einige der Plattformen lösen sich beim darüber hinweglaufen auf. Im Gegensatz zu anderen Jump-and-Run-Spielen stirbt der Held allerdings nicht, wenn er nach unten aus dem Bildschirm stürzt. Stattdessen fällt er einfach vom oberen Bildschirmrand wieder in die Szene herein. Dies kann man taktisch ausnutzen und so beispielsweise vor einem herannahenden Gegner fliehen. In jedem Level wartet schließlich noch kurz vor dem Ziel ein besonders dicker Endgegner (Boss), der mehrere Treffer einsteckt.

Dieser Endgegner schmeißt mit tödlichen Bananen um sich.

Tagesdosis

Ungewöhnlich an NeonPlat Adventures ist zum einen die originelle Optik, bei der alle Spielelemente aus Neon-Röhren zu bestehen scheinen. Zum anderen generiert das Spiel jeden Tag vier komplett neue Level nach dem Zufallsprinzip. Für alle zurückliegenden Tage darf man die einmal erzeugten Level immer wieder spielen und so den bisher erzielten Punktestand verbessern. Als zusätzlichen Anreiz versteckt das Spiel in jedem Level mehrere festgelegte Bonusgegenstände, von denen es möglichst viele einzusammeln gilt.

Die NeonPlat Adventures gibt es kostenlos unter [1]. Dort muss man lediglich das Symbol mit dem Pinguin anklicken, das erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken und schließlich das freigelegte Programm 284-NeonPlat Adventures starten.

Hinter jedem Tag verbergen sich vier Level.

Da das Spiel von einer englischen Tastaturbelegung ausgeht, sollte man im Hauptbildschirm zunächst [Tab] drücken, dann die Taste [z] mit der Maus anklicken und als Alternative [y] drücken. Per [Tab] geht es wieder zurück zum Hauptbildschirm, wo man sich jetzt mit den Pfeiltasten einen Tag aussucht. Je weiter es dabei zum Wochenende geht, desto anspruchsvoller werden die dahinter wartenden vier Level – umgekehrt sind die Level am Wochenanfang am einfachsten. Mit [y] startet man schließlich die Partie des Tages. Den Helden steuert man mit den Pfeiltasten, [y] schleudert ein aufgesammeltes Objekt gegen einen Angreifer.

Hier sammelt der Held gerade ein paar Bonus-Objekte ein. Dabei hält er ein Gehirn in der Hand hält, mit dem er wiederum Gegner ins Jenseits befördern kann.

Fazit

Es klingt zunächst verlockend, jeden Tag im Jahr vier neue Level spielen zu dürfen. Da NeonPlat Adventures die Level jedoch aus den immer gleichen Elementen zusammenbaut, wiederholt sich alles recht schnell. Es dauert zudem eine Weile, bis man die Bedeutung der einzelnen Symbole und Objekte durchschaut hat – und somit Freund von Feind unterscheiden kann. Hinzu kommt der recht hohe Schwierigkeitsgrad selbst bei den als einfach gekennzeichneten Tagen.

Freunde von knackigen Jump-and-Run-Spielen dürften dennoch Gefallen an der neonleuchtenden Hüpforgie finden und NeonPlat Adventures immer mal wieder für ein Spielchen zwischendurch hervorkramen.

NeonPlat Adventures

Bezugsquelle: http://jayenkai.socoder.net/GameList.php?ShowJust=268
Entwickler: James Gamble (alias Jayenkai)
Lizenz: Eigene
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://jayenkai.socoder.net/GameList.php?ShowJust=268

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Kommentare
elaine.hollis@btinternet.com
elaine (unangemeldet), Donnerstag, 04. Juli 2013 04:31:07
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Uber Game !!!!!!!


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