Das Spiel zu Ostern: The Dark Mod

Das Spiel zu Ostern: The Dark Mod

Meisterdieb

19.04.2014
Ein alter Osterbrauch verlangt es, unter der heißen Frühlingssonne im heimischen Garten nach Eiern zu suchen. Warum nicht lieber stattdessen in einem kostenlosen und äußerst gelungenen Schleichspiel ein paar wertvolle Klunker im kühlen Schatten aufspüren?

Ende der 1990er Jahre erschien das Schleichspiel „Thief: The Dark Project“. In der Rolle eines durchtrainierten Diebs musste der Spieler möglichst lautlos mittelalterliche Gebäude heimsuchen, ausrauben und sich dabei möglichst nicht erwischen lassen. Der virtuelle Beutezug fand binnen kürzester Zeit so viele Anhänger, dass Hersteller Eidos Interactive noch weitere Teile auf den Markt warf. Mit der dritten Fortsetzung aus dem Jahr 2004 waren jedoch viele Fans nicht mehr zufrieden. Aus Frust begannen einige von ihnen kurzerhand ein eigenes Thief-Spiel zu entwickeln.

Um bei seinen Beutezügen nicht erwischt zu werden, sollte man sich in The Dark Mod möglichst im Dunkeln halten und den Wachen aus dem Weg gehen.

Handgemacht

In ihrem The Dark Mod getauften Klon schlüpft der Spieler in die Rolle eines namenlosen Meisterdiebs. In zahlreichen Missionen muss er zu nächtlicher Stunde die Bewohner mittelalterlicher Gebäude um ihre Wertgegenstände erleichtern. So gilt es etwa ein Herrenhaus leerzuräumen, aus einer Kirche eine Reliquie zu stehlen oder gar auf einem Luftschiff die Büchse der Pandora zu mopsen.

Die Münzen auf dem Tisch schreien geradezu danach, vom Spieler eingesteckt zu werden.

Der beste Freund des Spielers ist dabei die Dunkelheit. Nur wer die Schatten geschickt ausnutzt, kann unbemerkt an den mitunter recht zahlreichen Wachen vorbei schleichen. Wird der Spieler dennoch einmal entdeckt, sollte er möglichst schnell fliehen. Zwar besitzt der Dieb auch einen Knüppel und ein Schwert, zwei oder mehr gleichzeitig angreifenden Wachen ist er jedoch wie im echten Leben meist unterlegen.

Wer entdeckt wird, hat in der Regel kaum eine Überlebenschance.

Leisetreter

Der angehende Meisterdieb bleibt daher besser im Dunklen, sucht andere Wege oder löscht die Fackeln und somit das Licht. Letzteres funktioniert mit gezielt abgeschossenen Wasserpfeilen, die man allerdings erst einmal finden oder zu Beginn des Beutezuges käuflich erwerben muss. Kommt man dennoch nicht umhin, eine Person auszuschalten, sollte man sie entweder von hinten niederschlagen oder aus der Ferne mit einem Breitkopfpfeil erledigen. In jedem Fall muss man die Leiche möglichst schnell verschwinden lassen: Stolpert ein Kollege bei seinem Rundgang über den toten Körper, schlägt er umgehend Alarm.

Idealerweise schleicht man sich von hinten unbemerkt an Personen heran schlägt sie dann mit dem Knüppel bewusstlos.

Auch jedes Geräusch macht eine Wache auf den Dieb aufmerksam. Man sollte folglich möglichst leise durch die Gänge schleichen. Auf Bodenbelägen aus Metall oder Fliesen ist das jedoch gar nicht so einfach. Abhilfe schaffen Moospfeile, die nach dem Auftreffen einen teppichartigen Belag hinterlassen.

Mit den wertvollen Wasserpfeilen lassen sich solche Fackeln ausschießen.

Viele wertvolle Gegenstände lagern hinter verriegelten Türen und in abgeschlossenen Truhen. Hier bleibt nur, den passenden Schlüssel zu finden oder mit einem Dietrich das Schloss zu knacken. The Dark Project kennt dabei zwei Schlosstypen, die sich jeweils nur mit dem passenden Dietrich öffnen lassen. Letzteres wiederum geschieht in einem kleinen Minispiel, bei dem man auf ein passendes Geräusch achten muss.

Schlösser knackt man mit einem Dietrich ausschließlich nach Gehör.

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