Das KDE-Office

KPresenter

Das Präsentationsmodul von KPresenter startet -- endlich -- mit einer leeren Vorlage. Gerade bei einer Präsentation möchte man jedoch in der Regel kein leeres Blatt beschreiben, sondern zum Beispiel ein Layout mit Überschrift und Aufzählungen oder zweispaltigem Text wählen. Immerhin stehen als Templates die zwei Formate 4:3 und 16:9 zur Auswahl.

Nach dem eigentlichen Start findet der Nutzer links im Dock die Folienlayouts, eine einfache Präsentation lässt sich somit über wenige Klicks erstellen. Ich entschied mich für ein Layout mit Titel, Grafik und Aufzählung. Doch während sich die Grafik relativ einfach über den verlangten Doppelklick einfügen ließ, gelang dies bei der Überschrift und der Aufzählung nicht: KSpread zeigte stets einen unformatierten Text an.

Übergänge scheint Kpresenter noch nicht zu kennen, lediglich ein Ebenenmenü fanden wir in der Dokumentenansicht. Der Import und Export mit OpenOffice klappt trotzdem relativ gut, auch wenn sich Kpresenter im Wesentlichen auf die korrekte Darstellung beschränkt und das Bearbeiten von Elementen in der Regel dazu führt, dass das OpenOffice-Dokument nicht mehr brauchbar ist.

Doppelklicken Sie lieber nicht...

Neben den hier getesteten Komponenten gehören auch die Projektmanagement-Software KPlato, das Vektorzeichenprogramm Karbon und die Bildbearbeitung Krita zu KOffice 2.

Fazit

Die aktuelle Beta-Version von KOffice macht keinen sehr guten Eindruck. Zahlreiche Abstürze verhindern jegliche Arbeit mit KWord, die Kompatibilitiät mit OpenOffice-Dokumenten lässt weiterhin zu wünschen übrig. Die besten Noten gibt es für KSpread, welches immerhin OpenOffice-Tabellen inklusive Formeln und teilweise sogar mit Diagrammen importiert. KPresenter stürzte zwar in den Tests nicht ab, doch das Programm bringt einfach noch zu wenig Features mit. Mit der aktuellen Beta 5 ist KOffice 2 noch sehr weit davon entfernt, ein Ersatz für KOffice 1.6.3 zu sein, von einem OpenOffice-Ersatz ganz zu schweigen.

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