Foto-Datenbank
Anleitung: Digikam mit MySQL zusammen nutzen
Digikam einrichten
Digikam und seine Abhängigkeiten installiert man mit der Paketverwaltung seiner Distribution. Das sollte wohl kein Problem sein. Bevor man nun die Einrichtung startet, kann man mal einen Blick in die schon vorhandene, aber noch leer Datenbank werfen. MySQL legt die Datenbanken unterhalb von /var/lib/mysql ab. Dort gibt es jetzt schon die Datenbank digikam. Diese hat aber noch keine Inhalte.
Diese Inhalte – also die Tabellen, deren Strukturen, Bezüge dieser untereinander und so weiter werden erst durch Digikam selber erzeugt. Dazu muss man Digikam mit der der neuen Datenbank sozusagen aber erst mal bekannt machen. Leider bietet der Dialog zur Ersteinrichtung von Digikam zurzeit noch keine Möglichkeit die Verbindung zur MySQL-Datenbank einzurichten. Man muss also notgedrungen erst mal die gesamte Einrichtung durchlaufen lassen und kann erst danach über das Menü Einstellungen | Digikam einrichten | Datenbanken die MySQL-Verbindung einrichten. In der Grundeinstellung benutzt Digikam eine Datenbank im SQLite-Format.
Hier wählt man auf dem Reiter MySQL und gelangt damit in das nächste Dialog-Fenster. Was hier drinnen steht ist unbrauchbar (entspricht dem SQLite-Setup) und muss als erstes vollständig gelöscht werden. Anschließend füllt man die Felder neu wie in Abbildung 8 und in der Tabelle "Verbindungsdaten" zu sehen.
Verbindungsdaten
| Hostname | localhost
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Die Datenbank läuft ja momentan auf dem eigenen Rechner. Hier sollte wohl auch die Verbindung zu einem entfernten Rechner möglich sein, aber das habe ich bisher nicht zum funktionieren bekommen. Ich kann eine Verbindung aufbauen, aber das erzeugen der eigentlichen Datenbank schlug bisher immer fehl. |
| Anschluss | 3306
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Hier sollten die Digikam-Übersetzer mal über die Bücher gehen. Gemeint ist Port. MySQL läuft standardmäßig auf dem Port 3306. |
| Schema | digikam
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Datenbankname für die allgemeine Datenbank |
| Thumbnails Schema Name | digikam
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Datenbanknamen für die Vorschaubilder (kann man in eine separate Datenbank tun, muss man aber nicht) |
| Benutzer | digikam_user
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Sollte eigentlich klar sein ;-) |
| Passwort | **********
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Das zum Nutzer digikam_user passende Passwort
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Nun kann man testen, ob der MySQL-Server die Verbindung annimmt. Dazu einfach auf den Button Datenbankverbindung testen klicken. Hat man alles richtig gemacht, kann man den Dialog schließen.
Damit ist man wieder bei den gewohnten Abläufen und Digikam will nun die Verzeichnisse mit den Bildern einlesen (Abbildung 9).
Erst bei diesem Schritt legt das Tool die eigentliche Datenbank an. Ein Blick in das Verzeichnis /var/lib/mysql/digikam zeigt jetzt, was sich dort alles so befindet (Abbildung 10). An dieser Stelle gleich eine eindringliche Warnung: Hier sollte man niemals – niemals – niemals versuchen irgendwie direkt daran rumzufummeln! Das geht todsicher immer schief – und zwar vollständig!!!
Damit ist die Verheiratung von Digikam und MySQL eigentlich abgeschlossen. Hat man sich in seiner Sammlung schon früher dafür entschieden, Schlagworte direkt in die Bilddateien zu schreiben, dann wird man damit belohnt, dass die wiedergefunden und – wie das Beispiel zeigt – in die neue Datenbank übernommen werden (Abbildung 11).
Doch auch die manchmal ja über Jahre gewachsenen, alten Sammlungsdaten sind nicht verloren. Ein Assistent ermöglicht die Übernahme dieser Daten in die neue Datenbank. Über das Menü Extras | Database Migration öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem man lediglich noch die Pfade zu den alten SQLite-Datenbanken einstellen muss (Abbildung 12). Der Import in die MySQL-Datenbank kann bei größeren Sammlungen allerdings durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Schlussbemerkung
Diese ganze Geschichte ist bei weiten noch nicht ausgereift. So gehen bei fast bei jedem Ausflug in das Einstellungsmenü erst mal die Verbindungsdaten für die MySQL-Einrichtung verloren. Sie werden einfacher gesagt auf SQLite zurückgestellt. Man ist dann gezwungen alle Einstellungsdaten erneut einzugeben. Nicht schön, aber zumindest werden die eigentlichen Daten in der Datenbank davon nicht behelligt.
In die hier dargestellte Einrichtung habe ich in den letzten Tagen ca. 100.000 Bilder in den verschiedensten Formaten und von den verschiedensten Speichermedien eingelesen. Es funktioniert eigentlich recht ordentlich. Auch der Zugriff und die Verwaltung für mehrere Nutzer auf einer Datenbank ist möglich. Wenn jetzt auch noch die Einrichtung für eine auf einem entfernten Server laufende Datenbank einfach zu bewerkstelligen wäre, ist Digikam auf einem guten und vor allem einfachen Weg. Wer mehr Glück als ich hatte, möge doch seine Anleitung hier unter den Kommentaren posten.
Ich möchte mich an dieser Stelle vor allen bei Aleksandra & Kirsten Puschner und Meinhard Winkelmüller bedanken. Sie waren die ersten, die diese Anleitung auf ihren Rechnern getestet haben. Mein Dank geht auch an Monique Kaiser, Jochen Käßler, Stefan Reißner und Uwe Herrmuth. Sie haben sich die Anleitung angesehen und mich mit wichtigen Hinweisen versorgt.
Infos
[1] Digikam: http://www.Digikam.org
[2] Gallery: http://gallery.menalto.com
[3] Pic2base: http://www.pic2base.de



