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Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte

9 Antworten (26965 mal aufgerufen)

Thema Autor

Donnerstag, 22. Februar 2007 09:11:50

Nachdem zwei Versuchen SuSE 10.2 auf den vorhandenen Rechnern zu installieren
an verschieden Hardwareproblemen mehr oder weniger gescheiter waren, stand die
Option: Wir versuchen es mit einer Neuanschaffung.

Eigentlich sollte die Woche Urlaub weitgehend frei bleiben von Computern und
ähnlicher Technik - aber, na ja...
In der Hauptstadt eines deutsche Freistaates war dieser Vorsatz spätestens
illusorisch, bei der Vorbeifahrt an einem Elektronik-Markt, der glaubt ein
Schweinstall zu sein. Jedenfalls bietet er vermeintlich billige Säue
an!

Der Verkäufer kennt Linux nicht nur dem Namen nach, ist aber merklich
entsetzt, über das, was wir da wollen: "...Warum denn Linux? Wir haben doch
jetzt alle neuen Rechner mit Windows VISTA. Das ist ja soooo guuuut..."!
Meine Frage, ob wir denn wenigstens mal mit einer KNOPPIX-CD einen oder zwei
der Rechner booten können, wird rund heraus abgelehnt: "...Wo kämen wir denn
hin, wenn jeder so etwas machen würde? Außerdem - woher weiß ich, daß Sie mir
nicht einen Virus oder noch etwas schlimmeres in die neuen Computer
bringen?..."
Bis zur Einsicht, daß wir es hier mit einem wahrlich profunden Kenner der
Materie zu tun haben, ist es nun nicht mehr weit. Ein Geschäft hat er auf
jeden Fall mit uns nicht gemacht!

Das nächste Kaufhaus am Weg ist so geizig, daß es schon mit ganz unanständigen
Gedanken wirbt!
Der Verkäufer bekommt fast einen Weinkrampf, als wir nach einem
linux-tauglichen Rechner fragen und beginnt ebenfalls Windows VISTA in den
höchsten Tönen zu loben - ist der Meinung, daß Linux ja überhaupt keine
Zukunft haben kann. Denn alle halbe Jahre käme was anderes, dann muß der
Rechner ja immer wieder neu gemacht werden! Da wir hartnäckig bleiben, wird
er langsam "unleidlich" und die Frage mit der KNOPPIX-CD bringt auch hier das
Faß zum überlaufen. Ehe er ein Überfallkommando (oder noch schlimmeres) ruft,
gehen wir.

Damit war für mich das Thema erste einmal abgehakt, aber nicht für meine Frau:
"...Vorhin, als wir an einer Ampel gestanden haben, da war an der Ecke ein
Computer-Laden - komm, wir fahren mal da hin!...". Streiten möchte ich nicht,
also los...

Der Laden ist nicht viel größer als ein landläufiges Wohnzimmer - und es sieht
in ihm aus, wie beim bewußten "Häuptling unterm Büffelfell". Jeder nur
verfügbare Platz ist mit Monitoren, Rechnergehäusen, Kartons und allem was
ein Computer so braucht, verstellt. Es bleibt kaum Platz zum bewegen! Der
Händler nun sieht aus, wie ein Hippie, an dem bis auf die grauen Haare, die
Zeit nach den Blumenkindern so ziemlich spurlos vorbei gegangen zu sein
scheint. Da noch ein anderer Kunde da ist, schauen wir uns kurz um. Ein
Scaleo T wird ganz spontan in die nähere Auswahl gezogen. Der Preis? Meine
beiden Yakumos haben zusammen bei weiten nicht so viel gekostet!!!
Inzwischen ist der Händler frei und ich bringe unser Anliegen vor:
Einen neuen Rechner, aber auf keinen Fall mit Windows - Linux muß darauf
laufen. Die Antwort ist verblüffend: "...Ja, und - wo ist da das Problem?..."!
Und dann gleich "...Alle, die bei mir unbedingt einen Computer mit Windows
kaufen wollen, bekommen das mit..." und hält mir wahrhaft genußvoll grinsend
eine Ubuntu-CD/DVD unter die Nase. "...Damit laufen die Rechner hier alle,
auch mit Debian. Was wollt Ihr denn haben?...". Damit bin ich erst einmal
ziemlich sprachlos und meine Frau übernimmt die Regie...
Das Angebot für eine deutlich preiswertere Maschine mit einem fertig
installierten Debian würde mich ja reizen. Aber die Frau ist bekanntlich der
Stellvertreter Gottes auf Erden - und mit dem Lieben Gott sollst Du keinen
Streit anfangen. Außerdem hat es Anka der Scaleo angetan. Und den Spaß der
eigenen, "handgemachten" Installation will Sie sich auch nicht entgehen
lassen.
Obwohl ich mir nach dem Reinfall mit 10.1 geschworen hatte, keine SuSE-Box
mehr zu kaufen, frage ich nun doch danach. Aber die angebliche gestern oder
vorgestern noch vorhandene ist weg - vom Kollegen wohl verkauft. Oder ist es
die sagenhaft chaotische Lagerwirtschaft? Der gute Mann will sich aber
bemühen, mir das zu besorgen und mich anrufen, wenn es da ist. Da wir aber
eigentlich gut 60 km außerhalb sind, einigen wir uns, Ende der Woche nochmal
reinzuschauen.
Noch während ich das verhandle, hat sich meine Frau abermals verguckt - in ein
19"-TFT-Display, das gut zu dem Rechner passen würde. Was soll's! Mir hat man
das 13. Monatgehalt 'eh gestrichen, also kann ich es ja ruhig ausgeben!

Nach dem Hinweis, daß wir bei evtl. nicht funktionierender Hardware uns melden
und wir für Multimedia doch besser eine 32-bit-Varianten installieren sollen,
zieht meine Frau mit Ihren Neuerwerbungen ab. Daß eine Politesse gerade dabei
ist ein Knöllchen unter den Scheibenwischer zu stecken - was soll's? Diese 30
Euronen für den Strafzettel retten uns jetzt 'eh nicht mehr vor dem Ruin.

Um jetzt das neue Spielzeug heute noch in Betrieb nehmen zu können schnell
noch am Hauptbahnhof vorbei, denn in der Bahnhofsbuchhandlung bekommt man mit
Sicherheit ein Easy-Linux-Heft. Es ginge ja vielleicht auch mit der
Ubuntu-DVD, aber SuSE 10.2 war ja schließlich der eigentliche Sinn der ganzen
kostspieligen Übung!
Auf der Rückfahrt ist Anka richtig hippelig, will sich so schnell wie möglich
mit Ihrem neuen Spielzeug beschäftigen! Und das hat Folgen! Die Standorte
sämtlicher Starenkästen entlang der B 170 sind zwar alle hinlänglich bekannt,
aber 2x macht es "Bling" - was soll's? Wenn an einem Tag schon Geld
ausgegeben wird, dann halt richtig!

Meine Vermutung, daß nun das Abendbrot heute wohl ausfallen wird, bewahrheitet
sich allerdings nicht! Denn nach einer knappen Stunde ist die Heft-DVD auf dem
Rechner und alles funktioniert bestens. Und mitten in die Begeisterung hinein
ein Anruf, der aus den örtlichen Gegebenheiten heraus auch noch ein
Auslandsgespräch ist, weil wir nur über eine tschechisches Mobilfunknetz zu
erreichen sind: "...Ich habe gerade Deine SuSE-Box besorgt. Kannst sie Dir
morgen abholen!...". Vielleicht hat der gute Mann sie inzwischen aber auch
nur in seinem Durcheinander gefunden? Brauchen würde ich sie eigentlich
nicht, aber bezahlt ist sie ja.

Zu Hause stellt sich dann noch eine positive Überraschung ein:
Eine OnBoard-ISDN-Karte, mit der ich seit SuSE 9.1 immer wieder zu kämpfen
hatte, funzt in diesem Rechner auf Anhieb...
Einziger Wehrmutstropfen - Die Kiste ist nicht gerade leise. Vor allem der
Lüfter der Graphikkarte macht ungefähr so viel Radau, wie eine IL-18 beim
Start!

Und die Nachricht aus Flensburg steht natürlich auch noch aus. Ich schätze mal
2 Monate werden es wohl mindestens werden...

Gruß Stefan

Heinz-Stefan Neumeyer


Antworten
Linux Computer kann man kaufen
Ulf Tramsen (unangemeldet), Donnerstag, 03. Dezember 2009 20:07:34
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Hallo Stefan,

Vielleicht hilft Dir die Seite weiter http://www.tuxfarm.de/

Viele Grüße,

Ulf


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Tipp für den nächsten Rechner
Norbert (unangemeldet), Montag, 12. Oktober 2009 02:05:56
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Etwas einfacher geht es, wenn man zum Apple-Händler geht und sich einen iMac (am besten 24") besorgt. Der funktioniert auf Anhieb, hat auch ein Unix drauf, ist sehr stabil und anwenderfreundlich, das Personal im Laden ist in aller Regel freundlich und hilfsbereit.
Um Knöllchen und dergleichen zu vermeiden, kann man ihn auch im Internet konfigurieren und bestellen.
Übrigens: Linux läuft auch drauf. Aber das will man nach dem schönen MacOS nicht mehr unbedingt. So ein Ding macht süchtig!!!


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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Norman Muller, Samstag, 24. Februar 2007 16:51:49
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Ich wundere mich schon sehr lange, wie man in Sachen Computer in manchen Läden abgefertigt wird. Auf wirkliche Kenntnis, die über W*-Kenntnisse hinausgehen, stößt man in "Billig"-Läden mit "Billig"-Fachkräften kaum. Die Leute sind wahrscheinlich so unterbezahlt, dass sich wirkliche Fachkräfte um solche Jobs schon lange nicht mehr bemühen.

Dann wundert es nicht, dass man die wirklichen Fachkräfte in den kleinen, alternativen Geschäften wiederfindet. Leider hat der kleine Computer-Laden bei mir an der Ecke zugemacht. Der lief als sehr einfach eingerichteter Laden ziemlich gut. Als modern eingerichteter Laden, nach Umzug ein paar Häuser weiter, war nach weniger wie einem Jahr schon Schluß. Die haben sich wohl mit den Kosten verschätzt. Sehr schade. Die hatten wirklich Ahnung, konnten einem mit älteren Teilen weiterhelfen, stellten einem einen Rechner zusammen und haben "zur Not" auch Linux installiert.


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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Ulf B., Donnerstag, 22. Februar 2007 22:45:15
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Hi Stefan,

tolle Storry, super geschrieben :-) !

Da ich schon länger keinen Rechner mehr bei irgend welchen geiz Läden und Supermärkten im Käseregal gekauft bzw. empfohlen habe (keine neutrale Auswahl, zu teuer unter Berücksichtigung von Preis und Leistung, keine Beratung, ...), kann ich Dir nur zustimmen. Für mich gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten (Linux-konforme) PC-Hardware zu kaufen. Entweder im Internet bei renomierten Anbietern (z.B. [1] - wo es auch mal günstige Rückläufer usw. aus deutscher Endmontage gibt) oder aber beim Experten ([2] dort wird einem auch geholfen wenn der Rechner mal hängt und die HW nicht Schuld ist - kostet dann aber einen kleinen Umkostenbeitrag) um die Ecke. Bisher waren die dort gekauften (Marken-) Geräte zu min. 90% Linux kompatibel und auch der Aufbau ist in der Regel um jeden Zweifel erhaben.

Da ich in unsereren Bekanntenkreis für alle PC-Probleme zuständig bin (weiß auch nicht wie das kommen konnte) helfe ich nur noch bei Problemen mit Rechnern die auch selbst empfohlen habe. Seither sind auch Windows Only Rechner nahezu 100% Linux kompatibel ;-) . Das hat für mich zwei wesentliche Vorteile, erstens kann ich eine kleine Wartungspartition mit Linux einrichten und zum zweiten kann der Benutzer auf Linux umsteigen wenn es Ihm gefällt (übrigens der Grund weshalb auch meine Frau zu Hause nur noch Linux benutzt - da das defekte Windows nach 3 Wochen immer noch nicht repariert war ;-) ).

PS: Wenn ich mich noch recht erinnere ist in diesem Rechner eine 3D Super-Duper Grafikkarte (= GraKa) drin, die ein nicht high end Spielen verfallener normalbürger nicht benötigt. Verkaufe oder tausche diese doch an einen (PC-Baller-)Spieler und steige auf etwas passiv gekühltes um. Bei mir hat das zum 1:1 Preis geklappt - und beide beteiligte sind glücklich (der Spieler wegen der günstigen SuperGraKa und ich mit meiner Leisen normal GraKa).

Ciao
Ulf



[1] https://www.pc-werksverkauf.de/shop/
[2] http://www.expert.de/



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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Michael Fahland, Donnerstag, 22. Februar 2007 19:15:22
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Das ist doch mal eine gute Lektüre zum Feierabend...........:-)

Michael


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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Holger Jorra, Donnerstag, 22. Februar 2007 17:55:24
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Die Geschichte ist echt Spitze! Und nebenbei räumt sie auch noch mit dem
Vorurteil auf, Frauen wären nur beim Schuhkauf so begeisterungsfähig.

Obwohl ich von den zwei Metro's eben genau das erwartet hatte, was du
beschreibst, wurde ich allerdings auch schon einmal sehr überrascht. In meinem
Fall handelte es sich dabei allerdings um den Erwerb eines umhängbaren
Musikabspielgerätes. Aus Angst ein verkapptes Plays-For-Sure Gerät zu
erwerben, weil in den Systemanforderungen nur mal wieder alle möglichen
Windows Ableger aufgeführt waren, fragte ich einen der Verkäufer. Zu meiner
Überraschung zückte der doch plötzlich eine Knoppix-CD und bootete diese
einfach mal auf einem der ausgestellten Laptops. Dann wurde der Stick
gemountet, mal fix Dateien hin und her geschoben und wieder entfernt. Das
hatte ich eigentlich von der Kette, die den Geiz vom zweitgrößten Gasriesen
dieses Sonnensystems auf die Erde gebracht hat und deshalb an der
Verkäuferschulung spart, nicht erwartet. Ich war von der Aktion so verblüfft,
dass ich gar nicht anders konnte als das Gerät zu kaufen.
Der Verkäufer erzählte mir nebenbei, dass er selbst öfter mal mit Linux
arbeite um diverse Software zu testen. Es war also vielleicht ein Glücksfall.
Allerdings scheint sich etwas mehr zu tun in diesem Laden, da in den letzen
Monaten immer häufiger weiße Geräte mit angebissenem Obst zur Schau gestellt
werden. Deshalb kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass sich der Service
dort verbessern wird, aber vielleicht bringt der Blick über den
Microsoft-Tellerrand auch bei anderen Verkäufern eine andere Einstellung zu
alternativen Betriebssystemen mit sich...


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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Daniel Arnold, Donnerstag, 22. Februar 2007 14:11:04
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Hm also da hab ich wohl Glück gehabt, als ich mir meinen Laptop gekauft habe.

Gut ich hatte mich vorher mitels der c't schlau gemacht, dass ich einen Acer
Aspire 3620 oder änliches will, weil dieser:
* Gottseidank keinen Badezimmerspiegel als Display hat (eine Seuche diese
Glanzdisplays) und darüber hinaus das Display eine ziemlich gute Seitensicht
hat.
* Nicht zu groß nicht zu klein (14").
* Lange Akkulaufzeit und keinen 3D-Grafikkartenschnickschnack
* Bestens mit Linux harmoniert
* Und zu einem für Studenten bezahlbaren Preis angeboten wird.

Ich bin dann in Nürnberg durch verschiedene Läden um erstmal nur auf besagte
Badezimmerspiegel zu stoßen, bis ich schließlich im dortigen geizgeilen
Elektronikkaufhaus zum beringten Planeten doch noch ein paar Exemplare
verschiedener Hersteller mit Mattdisplay fand.

Ich hab dann erstmal jeden dieser Rechner einzeln in die Hand genommen, und
gedreht (mehrere Leute sahen mich verwundert an, wieso man Computer von der
Seite begutachtet) wodurch schonmal eine Reihe Displays wegen üblen
Rotstichen, Blaustichen oder Spiegelungen ausfielen.

Der von mir schon vorher in der c't als potentiell brauchbar erscheinende
obige Laptop erwies sich tatsächlich als genau das was ich wollte, aber den
Linuxtest wollte ich dann doch machen.

Also erstmal zum "Berater" und ihn gefragt ob das in Ordnung ginge, dass ich
da mal eben ein Knoppix boote. Der war zwar von seiner Art her erstmal der
Prototyp eines Buzzwordbingoverkäufers, aber er sagte spontan: "Kein Problem,
testen sie ruhig Knoppix auf dem Rechner." (vielleicht lags auch daran, dass
er mir später sagte, dass er Windows nicht mag, sondern daheim nen Apple
hat...).

Gut also Knoppx rein, und nach 3 Minuten wusste ich dass sämtliche Hardware
dieses Laptops bestens unter Linux lief. Während des Bootens standen einige
Kunden neugierig um mich rum und einer meinte "Das Zeugs braucht aber lange.",
worauf ich gemeint hab. "Schonmal ein Betriebsystem von CD auf neuer Hardware
ohne Installation starten sehen?" Dann war erstmal Ruhe und ich konnte
wenigstens den Knoppix-Startsound hören. ;-)

Ich entschied mich also für das Teil und versuchte noch dieses Windows XP OEM
loszuwerden, aber das ging leider nicht. Na gut blieb mir also nix anderes
übrig 50 Euro an Bill & Steve zu spenden.

Also Fazit:
* Mein Einkauf war trotz Windows XP Zwangs-OEM günstig (Linux muss also nicht
teuer heißen), beraten hatte ich mich selber, Kubuntu ließ sich auf dem
Rechner traumhaft einfach installieren (sogar die Spezialtasten gingen sofort,
ohne dass ich daran gedacht hätte).

In meinen Augen gibt es nur zwei Gründe warum Linux auf Laptops immer noch
kein Massenphänomen ist:
* Die Erpressung namens Windows-OEM.
* Elektronikfachmarktexperten, die zwar die tollsten Stereoanlagen mit
sämtlichen Spezialfunktionen erklären können, aber ihr Unwissen über Linux
regelrecht kultivieren.



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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Mirco Beth, Sonntag, 04. März 2007 14:27:21
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Liebes Mitforenmitglied,

es passt vielleicht nicht in die Diskussion, aber mich würde doch kurz interessieren, ob der Lüfter von diesem Läppi leise ist? Ich brauche nämlich einen Rechner, den ich in die Bibliothek mitnehmen kann, und da geht es überhaupt nicht, wenn der Lüfter so laut rumsurrt. Kurze Antwort wäre ganz ganz nett. Danke im voraus!
mirco


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Re: Als ich meiner Frau einen Linux-Computer kaufen wollte
Joachim G, Donnerstag, 22. Februar 2007 09:51:19
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Klasse Story,

hast du echt toll geschrieben.
Ja das mit den "Verkäufern" in den großen Elektro-Riesen ist so eine Sache.
Man darf diesen Knaben nicht bösen sein. Die wenigsten haben überhaupt eine Ahnung was sie da denn verkaufen....wie denn auch? -->Mainstream !
Um Ihre Unwissenheit zu verdecken , tarnen sich diese mit solchen tollen Sprüchen wie: "Es gibt doch jetzt das Vista"
Ich glaube die fahren alle geimsam auf eine Schulung und lernen dann so tolle Sprüche.
Es ist allerdings wirklich so das du beim "Hippi um die Ecke" der einen Computer-Shop führt eigentlich besser beraten bist.
Ich sehe und machen das schon auch so, da zahle ich dann lieber ein paar Schlempers mehr, dafür bin ich aber besser beraten als bei den Elektro-Riesen.






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