suche NAS-tauglichen CalDAV-Server

GoaSkin - Donnerstag, 10. Dezember 2009 22:45:17 - 6 Antworten

Hallo,

CalDAV-Server gibt es sehr viele. Meist als Bestandteil eines Groupware-Paketes. Nach etwas für meine Zwecke Brauchbarem wurde ich jedoch nicht fündig:

Ich möchte einen CalDAV-Dienst auf der Fritzbox betreiben, um darauf einen Kalender zum allgemeinen Hausgebrauch zu hosten. Dazu benötige ich etwas:

- was nach Möglichkeit als CGI auf einem laufenden Webserver läuft
- so wenig Speicherplatz wie möglich benötigt (keine unnötigen Daten zwecks Groupwarefunktionen)
- was keinen Datenbankserver voraussetzt, sondern die dateibasiert speichert
- falls es sich um einen eigenständigen Server handelt etwas, was sich auch für die MIPS-Architektur bauen lässt

Jemand eine Idee?


Antworten
Citadel eventuell
ubu17 (unangemeldet), Freitag, 11. Dezember 2009 23:18:54
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Ich habe Citadel auf einer NSLU2 (Slug) unter Debian Lenny laufen, funktioniert problemlos un relativ zügig.


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Re: Citadel eventuell
GoaSkin , Samstag, 12. Dezember 2009 17:47:23
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Danke für den Tipp...

ich habe die Software mal auf meinem Rechner getestet und festgestellt, daß kein CalDAV läuft.

Muß dazu auch WebCIT installiert sein?




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Re: Citadel eventuell
ubu17 (unangemeldet), Sonntag, 13. Dezember 2009 15:51:25
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Sorry, caldav steht nur auf der Roadmap, hatte ich falsch im Kopf


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Re: Citadel eventuell
GoaSkin , Sonntag, 13. Dezember 2009 19:53:08
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Ich werde es mal mit dem iCal Server von Apple probieren. Der ist zwar schlecht dokumentiert, aber hier bei handelt es sich um eine Referenz-Implementation, die sich auf das wesentliche beschränkt und nicht gleich ein Haufen weitere Groupware-Funktionen bietet, die man nicht braucht.

Hinter CalDAV verbirgt sich kein eigenständiges Protokoll. Es handelt sich letztendlich nur um eine standardisierte Kommunikation mit einem Webserver. Demnach ist dies prinzipiell auch mit Hilfe von PHP-Skripten möglich, aber die Entwickler setzen eben auf andere Prioritäten statt auf das Motto "weniger ist oft mehr".

Gut... es gibt wohl auch wenig Leute, die nach einem Dienst suchen, um in einem Haushalt mit mehreren Computern gleichzeitig an einem Kalender zu arbeiten. Die Nachfrage kommt wohl eher von größeren Organisationen, in denen ca. 100 Clients mit dem Kalender arbeiten sollen und auch wirklich eine Groupware-Lösung als Alternative zu MS Exchange, Lotus Notes oder Novell Groupwise gesucht wird. Aufgrund der notwendigen Performance ist es in diesem Fall ineffizient, mit Interpretersprachen zu arbeiten und auf den Datenbankserver im Hintergrund zu verzichten.


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Re: Citadel eventuell
Markus Schroeder (unangemeldet), Montag, 14. Dezember 2009 09:32:16
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Ich allein kenne schon 5 Familien, die gerne einen iCal / WebDAV -Server hätten. Auf einem NAS wäre natürlich ideal...


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Re: Citadel eventuell
GoaSkin , Montag, 14. Dezember 2009 18:15:47
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Kleine Computer mit exotischer CPU, die billig angeschafft werden können und nicht viel Strom brauchen, werden immer beliebter - nicht nur als echtes NAS, sondern eben auch in Form von Routern etc. Diese benötigen natürlich einfachere Software.

Obwohl auf den Kisten im Regelfall Linux läuft, gibt es für viele Anwendungsbereiche leider nicht die passenden Dienste. Die im Regelfall auf richtige Server ausgelegte Opensource-Software bietet meist eher zu viel des Guten, statt sich auf wesentliche Features zu beschränken und dafür auf jedem System performant laufen zu können.

Ich denke, da ist ein Umdenken angesagt. Die Nachfrage an kleineren File- und Applikationsservern ist vorhanden und sollte gedeckt werden. Sonst verabschiedet sich die Hardware-Industrie dieser Sparte irgendwann von Linux zu Gunsten eines eigenen Betriebssystems, das ein User noch weniger individualisieren kann.

Ich habe mich über eine Woche damit beschäftigt, Samba soweit zu kastrieren, daß der Dienst auf Samsung LCD-Fernsehern läuft. Interessant, was dabei rausgekommen ist: Ein SMB-Server der samt Abhängigkeitsbibliotheken nur etwas über 800 KB Speicherplatz benötigt. Zum Vergleich: Das Samba-Paket vieler Distributionen braucht 20MB und mehr auf der Platte.
Die Macher der Debian-Distribution meinen es gut und bieten ihre Pakete auch für die LE-Varianten der MIPS- und ARM-Architektur an. Das Problem ist nur, daß die Pakete 1:1 genauso umgesetzt sind wie für die X86-Architektur und ganz vergessen wurde, daß die Geräte, die solche CPUs nutzen nicht mit einer großen Festplatte und mehreren GB RAM laufen.




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