distributionsspezifische Anpassungen der DE

Florian Snow - Donnerstag, 23. Juni 2005 21:15:58 - 8 Antworten

Hallo zusammen!
Ich hoffe dass das noch nicht gefragt wurde, in der Suche konnte ich jedenfalls nichts passendes finden.

Meine Frage dreht sich hauptsächlich um KDE und Gnome und die Anpassungen an den beiden Desktop Environments, die von den verschiedenen Distributoren vorgenommen werden.

Es wäre für mich interessant zu wissen was genau bei verschiedenen Distributionen angepasst wurde und welche Distributionen unveränderte DE ausliefern.

Es geht mir dabei weniger um Voreinstellungen oder das Aussehen, sondern eher um Dinge, die die Funktionen verändern. Also z.B. zusätzliche oder fehlende Menüs oder Einträge, Konfigurationstools, etc.

Es dürften ja genug Anwender verschiedener Distributionen hier im Forum unterwegs sein und vielleicht können ein paar davon einfach die Anpassungen beschreiben, die bei ihrer Distribution vorgenommen wurden.
Danke!

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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Benjamin Quest, Dienstag, 28. Juni 2005 16:58:01
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Also ich kann nur von unterschiedlichen Menüstrukturen bei KDE berichten, da kocht wirklich kede Distri ihr etwas eigenes Süppchen. Ansonsten sind halt immer mal verschiedene Extras integriert (Service-menüs, KIO Slaves) oder eben nicht integriert.
- Debian pfropft ins K-Menü noch das Debian Menü, beläßt sonst aber weitgehend den Default (meine ich, habe noch nicht aus den Quellen kompiliert), d.h. aufräumen muß man selber.
- SuSE hat in den letzten Versionen eifrige Veränderungen vorgenommen am Menü, sowie auch seit langem die Yast-Module ins Kontrollzentrum integriert (DAS sollten mehr Distributoren machen!!!). SuSE hat auch ein eigenes Anpassungs-RPM für KDE, daß diese Funktionen (und andere nehme ich an) vermittelt.
- Mandrake hat ein eigenes Modul um die Menüstrukturen von GNOME und KDE "auf Parallel-Kurs" zu halten.

Bei den anderen Unterschieden kann ich nicht beurteilen in wie weit das einfach nur Erweiterungen von kde-apps sind, die manche Distributoren eben einfließen lassen, sprich, man selber diese Funktionen auch einfach nachrüsten könnte. SuSe ist bekannt dafür Funktionen aus Entwicklerversionen einfließen zu lassen (wenn sie nicht gleich einen ganzen RC nehmen ...), Mandriva scheint da etwas vorsichtiger, obwohl in der Limited Edition 2005 ist ein erweitertes KDE 3.3.2 drin (mit Backports von 3.4, z.B. kpdf, und wohl etlichen Bugfixen aus der 3.4er Serie).

Benjamin


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
man-draker , Freitag, 24. Juni 2005 10:57:52
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Erste Frage: Warum sollten sie sich die Mühe machen?

Zweite Frage: Wie sollen sie die Änderungen erkennen?
Ich denke die Zahl der Forumsmitglieder, die neben dem KDE ihrer Distribution ein aus den Quellen kompiliertes "Original" installiert haben, ist recht gering.

Eventuell kannst du die Mittelungsfreude aber erhöhen, wenn du den Leuten eine Motivation gibst (warum?) und die dir bekannten Veränderungen schon einmal auflistest (wie?).

(Dass das K von KDE im Titel fehlt, macht die Sache nicht wirklich leichter.)


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Florian Snow, Freitag, 24. Juni 2005 11:52:31
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1. Weil das hier ein Forum ist, in dem man wahlweise diskutieren oder Fragen stellen kann und dann auf die Reaktion der anderen wartet. Ich zwinge ja niemanden, mir zu antworten. Aber vielleicht finden ja ein paar Leute die Frage nicht so schlecht und antworten darauf.

2. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass jemand, der eine bestimmte Distribution verwendet, schon den einen oder anderen Unterschied zur Original-DE festgestellt hat, wenn er mal über eine der DE liest. Vielleicht ist das aber wirklich zu schwierig, mag sein.

3. Der Grund, weswegen ich frage, ist, dass ich herausfinden möchte ob manche Distributionen diesen Bereich des Systems entweder deutlich verbessert oder aber auch verschlechtert haben.
Damit will ich aber niemandem Arbeit machen, nur dass hier keine Missverständnisse aufkommen. Es soll niemand extra wegen mir Unterschiede suchen müssen, wenn er das nicht will. Aber wenn jemandem bereits etwas aufgefallen ist, könnte er so freundlich sein und das hier schreiben.

4. Ich habe absichtlich DE geschrieben, weil es nicht nur um KDE geht, sondern um die beiden Desktop Environments, KDE und Gnome, wie ich im Beitrag auch erklärt habe. Trotzdem sehe ich ein, dass es geschickter gewesen wäre, als Titel "distributionsspezifische Anpassungen in KDE und Gnome" zu verwenden. Nur war der Titel ohnehin schon sehr lang und mir ist gestern auch nicht gleich aufgefallen, dass es zu Verwechslungen zwischen DE und KDE kommen könnte.


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Anonymer Tux, Freitag, 24. Juni 2005 21:39:32
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Hi!

Richtig - wir sollten ja auf einem Forum frei-schnautze zumindest diskutieren und Meinungen preisgeben dürfen (auch wenn die Abmahn-Rechtsanwälte ja inzwischen alles gefährlich machen ;-)

Also ich habe mir KDE selbst aus den Quellen kompiliert und konnte zum KDE von SuSE (9.3) keine revolutionären Unterschiede erkennen. Allerdings ist KDE 3.4.1 ja auch so gut dass man das nicht verbessern muss !zwinker!

Kleinere Unterschiede war die Integration von YaST ins Kontrollzentrum und ein anderes Aussehen der Uhr und des K-Menü Icons. Aber ich glaub nicht dass das die Rede wert ist. Was Debian angeht konnte ich keine Distri-Eingriffe erkennen (hab aber auch nicht danach gesucht).

Mandrake scheint da mehr einzugreifen, zumindest was das Aussehen des standard Desktops angeht. Aber an KDE selbst (also im Inneren) haben die aber soweit ich das sehen konnte auch nix gemacht.

Menüeinträge, etc. denke ich braucht man nicht zu erwähnen, da das ja nicht wirklich ne "Leistung" der Distributoren ist. Und am Code doktort wohl wirklich keiner rum.

Also wie gesagt, ich denk an KDE kann ein Distributor nix verbessern im Hinblick auf das DE - gut verschlechtern kann man alles, aber das tut wohl auch keiner ;-)

Bei Gnome dürfte das wohl ähnlich sein, denn die Leute die bei Distributionen die DE verändern werden den Code wohl auch den Entwicklern der Desktops zukommen lassen und so zur Verbesserung des DE allgemein beitragen.


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Florian Snow, Samstag, 25. Juni 2005 10:13:52
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Danke erstmal für die Informationen!

Bei Debian habe ich ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet, aber sicher war ich mir auch nicht.
Bei meiner Frage nach den Verschlechterungen habe ich zwar nicht erwartet, dass die Distributoren das absichtlich machen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jemand etwas stark verbessern möchte und es im Endeffekt aber in den Augen vieler anderer verschlechtert.
Auf die Idee gekommen, dass da manchmal doch mehr als nur die Optik verändert sein worden könnte, bin ich, weil man über Fedora immer wieder liest, dass dort viel am Unterbau von KDE und Gnome verändert wurde, damit die beiden DE besser zusammenarbeiten.

Wie ist das eigentlich bei Gentoo? Dadurch, dass dort alles selbst kompiliert wird, sollte es ja keine Modifikationen geben. Aber nur mal interessehalber: Wäre es prinzipiell überhaupt ohne großen Aufwand möglich bei Gentoo dafür zu sorgen, dass die kompilierten Pakete vom Original abweichen?
Die Frage klingt vielleicht blöd, aber ich weiß nicht, wie Gentoo genau arbeitet.


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Tobias Hunger, Sonntag, 26. Juni 2005 12:20:47
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Gentoo ist eine Distribution wie jede andere auch: Es patched die eigenen
Packete genauso wie Debian, SuSE, Fedora und wie sie alle heißen. Du lädst da
halt die Sourcen und die Gentoo-Patches runter und übersetzt das dann selber,
anstatt ein fertiges Packet zu installieren.


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Anonymer Tux, Sonntag, 26. Juni 2005 13:34:13
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Das Gentoo Patches mitnimmt stimmt schon, du kannst aber natürlich auch das "nackte" KDE mit Gentoo installieren, ohne Patches u.ä.


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Re: distributionsspezifische Anpassungen der DE
Tobias Hunger, Sonntag, 26. Juni 2005 20:33:59
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Klar, wie bei allen anderen Distributionen auch: Sourcen runterladen und
selber bauen. Damit umgehst Du das Gentoo-Tool emerge (das Patches einbaut),
und Du kannst die Software nicht mit den normalen distributionseigenen Tools
(eben emerge;-) sauber deinstallieren.

Ist auch nicht anders als wenn Du in SuSE nicht die SuSE-RPM Pakete nimmst,
sondern da von kde.org die Sources ziehst und selber übersetzt.


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