Wollte gester meinen server updaten (wie jede Woche), nur hatte siche apt-get mächtig verhaspelt:
“apt-get update” läuft durch ohne Probleme
apt-get upgrade:
.
.
Preparing to replace debianutils 1.16 (using …/debianutils_1.16.2woody1_i386.deb) …
Unpacking replacement debianutils …
dpkg: error processing /var/cache/apt/archives/debianutils_1.16.2woody1_i386.deb (–unpack):
trying to overwrite `/bin/readlink’, which is also in package coreutils
dpkg-deb: subprocess paste killed by signal (Broken pipe)
Errors were encountered while processing:
/var/cache/apt/archives/debianutils_1.16.2woody1_i386.deb
E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)
..
ich will aber auch nicht die coreutils löschen. und nur `/bin/readlink’ verschieben ging auch nicht.
Gibt es einen Schalter wie –force-overwrite?
Oder woran liegt es sonst.
Ich fahre Debian 3.0 mit einem 2.4.18 kernel
Danke für eure hilfe.
Die sauberste Lösung ist sicherlich einen Bugreport für das Packet zu schreiben und auf die nächste Version zu warten, die dieses Problem dann behebt. Es kommt halt leider gelegentlich mal vor, das ein Maintainer irgendwo ein Paar Abhängigkeiten und Konflikte vergißt, sowas ist i.d.R. aber innerhalb von ein bis zwei Tagen nach bugreport repariert (könnte im Moment allerdings wegen der komprimitieren Server evtl. etwas länger dauern).
Wenn Du das upgrade unbedingt brauchst sollte in diesem Fall ein –force-overwrite recht sicher sein. Anderenfalls würde ich sicherstellen, dass alle neu installierten Packete auch konfiguriert sind (dpkg –configure -a) und das Problem dann aussitzen.
habe es mit force-overwrite geschaft, wie schreibe ich einen Bugreport, und an wen?
Danke für die Hilfe.
CU Christian
Debian ist auch hier wieder ein klein wenig anders als andere Projekte: Sein Bug-tracking Tool basiert auf E-Mail und hat nur ein recht gewöhnungsbedürftiges Web Frontend (s. [1]) zur Abfrage. Du mußt Fehlerberichte also per E-Mail einsenden.
Debian hat ein (text-modus) tool namens “reportbug” das dabei eine große Hilfe darstellt. Allerdings braucht das eine funktionierende E-Mail Infrastruktur (Du mußt also per “mail” Kommando E-Mails versenden können).
“reportbug PACKETNAME” überprüft die Integrität des installierten Packetes, zeigt bereits bekannte Probleme an (zum Vergleich damit nicht alles tausendmal reportet wird) und gibt dann eine Rohfassung des Reports vor, inkl. der Versionsnummern aller wichtigen Packete, etc.
Alternativ kannst Du Deine Bugs auch mit jedem beliebigen Mailclient einsenden. Anleitung dazu gibt es unter [2].
[1] http://www.debian.org/Bugs
[2] http://www.debian.org/Bugs/Reporting
Ok Danke. reportbug ist super sowas möchte ich mal bei Widows sehen ;-). (Glaube nicht wirklich, dass die in Redmond meine Fehlerberichte lesen ;-( )
Genau das wollte ich nicht machen. Kann ich das Problem nicht anders lösen, ohne einfach was zu überschreiben? Wird das Problem dann nicht nur in die Zukunft verlagert? Da ich mir downtime nicht leisten kann. (es ist ein PDC für 10 Clients ;-)
Ich dachte apt kümmert sich um diese Geschichten. Kann es an den Problemen von den Debian Servern liegen? (Wobei die PAckete ja nicht befallen sein sollen)
CU
Christian
probleme könnte es erst geben, wenn du eines der beiden Pakete entfernst und dadurch auch die Datei entfernt ist. Aber dann kannst du ja das andere einfach neu installieren – dann ist die Datei wieder da.
Hab bisher nach solchen –force-overwrite aktionen noch nie probleme gehabt. Ausschliessen kann man sie natürlich nie.
MfG Peschmä