ForumWindows versucht Live-System plattzumachen
GoaSkin – Freitag, 20. August 2010 09:07 Uhr

Hallo,

für unterwegs habe ich Ubuntu Lucid auf einem USB-Stick installiert und darauf eine zusätzliche FAT-Partition angelegt, die unter /home/$USER/Dokumente gemountet ist, damit meine eigenen Dateien auf Windows-Rechnern wie ein normales USB-Laufwerk angezeigt werden.

Das klappt aber so nicht. Startet man Windows und der USB-Stick mit dem Ubuntu-System steckt drin, erscheint eine Meldung, dass das Medium beschädigt sei und man es reparieren soll. Lässt man sich darauf ein, ist Ubuntu weg. Die FAT-Partition bekomme ich nicht zu sehen.

Jemand eine Idee, wie das funktioniert, was ich vorhabe?

7 Antworten
Rolli – Freitag, 20. August 2010 10:12 Uhr

Und was passiert, wenn du erst Windows startest und dann den Stick einsteckst?

Nur so eine Vermutung: Vielleicht will dein pc ja vom Stick booten?

GoaSkin – Freitag, 20. August 2010 14:23 Uhr

Schlaumeier…

ich rede davon, wie Windows auf den Live-Stick reagiert und nicht der PC beim Booten. Ob der Stick aber vor oder nach der Windows-Anmeldung eingesteckt ist, ist egal. Windows behauptet grundsätzlich, das Ding sei fehlerhaft und wenn man auf reparieren klickt, führt das zum Lowlevel-Format und Ubuntu ist weg.

Karl Meldau – Samstag, 21. August 2010 14:31 Uhr

Wer gibt Dir eigentlich das Recht User als “Schlaumeier” zu bezeichnen, die nur und sogar freiwillig versuchen, Dir zu helfen? Die Betonung liegt auf “versuchen”.

ichunddu – Sonntag, 22. August 2010 10:12 Uhr

Windows macht mit Sicherheit keine Lowlevel-Formatierung und auf einem USB-Stick schon gar nicht.

Eilert Eilig – Sonntag, 22. August 2010 10:43 Uhr

Die meiner Meinung nach richtige Antwort hat Rico Rommel schon längst gegeben. Auf einem Wechseldatenträger kann Windows nicht mehr als eine Partition erkennen. Mit Glück kann man die erste Partition benutzen, dann müsste die Datenaustauschpartition also als erste Partition auf dem Stick sein. Ob die Partitionstabelle dabei aber erhalten bleibt ist nicht sicher. Wenn Windows beim Schreiben auf dem Stick aber die Partitionstabelle überschreibt, ist das zwar keine Lowlevelformatierung, wirkt aber genauso zerstörend auf die weitere Lesbarkeit der Daten.

VIelleicht gibt es ein Windows-Tool, mit dem man den USB-Stick als Festplatte mounten kann. Dann sollten alle Partitionen sichtbar sein.

Suchtipp: Gebe in der Suchmaschine deiner Wahl die drei Begriffe “Windows Wechseldatenträger Partition” ein, und du findest viele Hinweise.

Rico Rommel – Sonntag, 22. August 2010 01:01 Uhr

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Windows ein Problem mit mehreren Partitionen auf USB-Sticks hat, d.h., wenn die erste Partition die Systempartition ist, sieht Windows nur diese und kann mit ihr nichts anfangen.
Wenn du FAT-Partition als erste und die Ubuntu-Partition als zweite einrichtest, sollte Windows nur die FAT-Partition erkennen und Ubuntu in Ruhe lassen.

Ugglan – Montag, 23. August 2010 18:45 Uhr

Hallo,

mit USB-Festplatten hatte ich (unter Windows XP) bislang nie Probleme: FAT/NTFS-Partitionen werden eingebunden, alle anderen ignoriert.
Mit Sticks habe ich das bislang noch nicht probiert.

USB-Sticks werden, anders als Wechselplatten, in der Regel als “Superfloppy” formatiert. Diese haben wie Disketten keine Partitionstabelle. Obwohl sich der Unterschied mit Windows-Bordmitteln weder einsehen noch ändern lässt, vermute ich, dass Windows daran USB-Sticks von USB-Festplatten unterscheidet.

kurz googeln… AHA:

“Ob Windows [mehrere Partitionen] unterstützt liegt an einem einzigen Bit im USB Device Descriptor. Damit unterscheidet Windows zwischen Wechselmedien und lokalen Datenträgern. USB-Sticks werden gewöhnlich als Wechselmedien erkannt und dürfen deshalb nur eine Partition besitzen. Externe Festplatten dagegen behandelt Windows als lokale Datenträger und unterstützt deshalb mehrere Partitionen. Diese Begrenzung kann man zwar mit dem Linux-FDISK umgehen, das Ergebnis unter Windows ist allerdings undefiniert.”

Wenn der Vorschlag eines Vorposters, die FAT-Partition vor die Linux-Partition zu legen, nicht fruchtet, könntest Du versuchen, den Stick als “Festplatte” neu zu formatieren, z. B. wie unter [1] beschrieben:

Bootsektor löschen mit:
dd if=/dev/zero of=/dev/Name bs=512 count=1

fdisk starten:
fdisk /dev/Name

in fdisk folgendes eingeben:
n,p,1 (new partition)
a,1 (make active)
t,6 (create FAT16)
w (write all changes to USB)

Zurück in der Konsole:
install-mbr /dev/Name –force

/dev/Name ist der Device-Name, unter dem der USB-Stick als Gerät angesprochen werden kann (nicht das mount-Verzeichnis /media/usbstick !). Hast Du nur eine Platte, ist das vermutlich /dev/sdb. Ach, und den Stick natürlich vorher aushängen.

Viel Erfolg!

Ugglan

[1] http://wiki.winboard.org/index.php/Boot#Explizit_Festplatte_erstellen

Rolli – Dienstag, 24. August 2010 11:11 Uhr

Tja, nicht mal ein “Dankeschön” ist drin für die Hilfe….
Selber Schlaumeier!

Rolli – Dienstag, 24. August 2010 12:25 Uhr

Du hast ja Recht. Aber nenne dich dann bitte Rolli2.

Mann – Donnerstag, 26. August 2010 19:25 Uhr

Hallo,

ich kenne das von “meinem” Vista. Dort kann ich “ohne Überprüfung fortsetzen” oder so ähnlich wählen. Dann wird nichts formatiert und der FAT Bereich korrekt erkannt.

Gruß Mann

GoaSkin – Samstag, 28. August 2010 01:27 Uhr

Hallo,

ich habe noch mal ein neues Livesystem aufgesetzt:

Partition 1: Linux-Installation (EXT4)
Partition 2: SWAP
Partition 3: SHARING-Ordner (FAT)

Wird der USB-Stick mit dem Ubuntu-Livesystem eingesteckt, wenn ein Windows-System läuft, bindet Windows die FAT-Partition ein und ignoriert die anderen beiden – wie es sein soll.

Warum es nun funktioniert weiss ich allerdings nicht.

Joerg Schiermeier – Samstag, 28. August 2010 03:15 Uhr

Wer hindertDich daran, die Frage von Windows nach dem Reparieren mit der Auswahl ‘Jetzt nicht’ zu beantworten. dann ist Ruhe.

Ich hab ein ähnlich aufgebauten Stick (drei Partitionen, davon eine mit vFAT und zwei als EXT3), und bisher keine Probleme mit Windows XP oder Windows 7 gehabt. (Und mit meinem Debian-System schon gar nicht).

Merkwürdigerweise taucht dieser ominöse Windows-Hinweis auf einen beschädigten Datenträger auch nicht bei jedem Anstecken auf, sondern nur sporadisch.

Also sag Windows, das es ruhig sein soll, und gut ist.

ptahotep – Samstag, 28. August 2010 14:53 Uhr

Mit was hast Du diese “FAT” Parttion auf dem Stick erstellt und wie groß ist diese?
Dieses Verhalten habe ich mal gesehen, nachdem einer meinte er müsse eine FAT16 Partition erstellen und dann auf FAT32 umlabeln.

Vorschlag: Sichere Deine Daten von der Partition und erstelle mit gparted eine neue FAT32 Partition. Dann müsste das Problem behoben sein.

Was auch ein Problem sein kann ist das der Stick für das BIOS nach außen eine FAT Kennzeichnung enthält und in dieser Kennzeichnung dann die anderen Partitionstypen “gehostet” sind.
Und das ist dann ein Anzeichen das jemand am Dateisystem des Sticks mit gefährlichem Halbwissen rumgefrickelt hat. Und da mault dann MS Windows mit recht auf, da ein solcher Zustand inkonsistent ist.