Virtualisierung mit Citrix XenServer, XenCenter und XCP/Citrix Cloud Platform

Benjamin Machane - Donnerstag, 28. November 2013 11:29:51 - 3 Antworten

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bezüglich dem Hypervisor Xen und im besonderen die gesamte Architekturstruktur von Xen.

Ich muss zusammen mit einem Freund im 7. Semester, Studiengang Wirtschaftsinformatik, ein Projekt durchführen in dem es um die Virtualisierung mit XenServer und das Cloud-Management mit XCP/Cloud Platform geht.

Wir haben einen Windows-Client auf dem wir das Management-Administrations-Programm XenCenter laufen lassen. Dort verwalten wir client-seitig einen Pool mit 2 XenServern, auf einem davon ist ein virtueller Ubuntu-Server installiert.

Die beiden XenServer laufen jeweils virtualisiert auf VMwer-Player auf eigenen Rechnern. Also als unterliegende Schicht der VMware-Player und darauf dann die XenServer, damit man sich nichts zerschießt.

Nun hat unser Vorgängerteam VMware vorgestellt und wir sollen mit eben diesem vergleichen.

vSpehre und vCenter müssen irgendwie mit XenCenter verglichen werden. Bei VMware ist es anscheinend so, dass vSpehere clientseitig agiert und vCenter einen Server darstellt, der alle virtualisierten Maschinen managen kann. Zudem hat VMware noch eine Webschnittstelle bzw. ein Web-User-Interface, über das man mit allen Pools kommunizieren kann.

Nun habe ich folgende Fragen:

1) Gibt es auch eine Möglichkeit, die Pools bei XenCenter über eine Web-UI anzusprechen oder ist XenCenter wirklich nur ein Cilent-Programm, dass man im eigenen LAN nutzen kann?

2) Falls es nur client-seitig agiert, wie nennt sich die Web-Schnittstelle mit der man alle Pools auch extern ohne LAN-Verbindung steuern kann?

3) Gibt es eine analoge Architektur wie bei VMware, also mit vSpehere und vCenter?

4) Unser Professor meinte, dass XenCenter über irgendeine Schnittstelle auf die einzelnen Pools zugreifen muss. Er kennt sich selbst nicht aus, will aber, dass wir das rausfinden. Bei VMware ist das anscheinend das vCenter. Wie heißt die analoge Schinttstelle bei Citrix?

Leider findet man zu diesem Thema so gut wie nichts bzw. wir haben nur 2 Wochen Zeit, eine komplette Virtualisierung mit Live-Migration und Cloud-Management zu erstellen und mit einer Präsentation zu begeistern.

Deswegen wäre ich für jede, wirklich jede Hilfe dankbar. Englische Linux-Foren und Xen-Foren sowie deutsche Bücher haben uns in der Hinsicht nicht viel weitergeholfen. Das einzige Buch, das dass irgendwie anreisst ist das "Xen Kochbuch" von Hans-Joachim Picht, das aber noch für Xen-3 geschrieben ist (2009) und das XenCenter nicht ein einziges Mal anspricht.

Falls sich jemand auskennt, ich bin für jede Hilfe dankbar! happy

Lg,

Ben

Antworten
Definition?
Teetris (unangemeldet), Donnerstag, 28. November 2013 19:44:17
Ein/Ausklappen

Moin.
Interessante Fragestellung.

1. Bitte kurz mal definieren was du/ihr mit "Pools" meint.
2. Bitte auch definieren wie ein Zugriff aussehen könnte der _nicht_ aus dem LAN kommt.
3. Im Grunde wollt ihr den Komfort der Features von VMware als open Source "nachstellen" ?
4. Ist xencenter Pflicht?

"Die beiden XenServer laufen jeweils virtualisiert auf VMware-Player auf eigenen Rechnern. Also als unterliegende Schicht der VMware-Player und darauf dann die XenServer, damit man sich nichts zerschießt."

... Virtualisierung auf Virtualisierung? Seid ihr euch klar was ihr da tut? Könnt ihr das mal zeichnen?

Viele Grüße
Teetris


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Re: Definition?
Benjamin Machane, Donnerstag, 28. November 2013 20:13:17
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Hey Teetris,

erstmal gehe ich auf deinen letzten Punkt ein: Ja, Virtualisierung auf Virtualisierung ist mit Absicht. Wir hatten die Wahl zwischen Laptops an der Hochschule deren Betriebssysteme nicht zerschossen werden sollen (sprich man kann den Server nicht direkt auf die Hardware installieren) und unseren eigenen Laptops. Da wir beide nicht unsere Laptops neu aufsetzen wollten, haben wir uns entschieden, VMware drunter laufen zu lassen. Nested virtualisation nennt sich das soweit ich weiß. :)

Ok nun zu deinen Fragen.

1) Pools bzw. Ressource Pools handelt es sich um eine Clusterung von Servern. Also du musst dir das so vorstellen, dass du z. B. zwei XenServer hast und auf jedem laufen zwei VMs, z. B. auf dem einen 1 Ubuntu und ein Debian System und auf dem anderen zwei Windows Server. Die beiden XenServer inklusive der vier VMS werden dann zusammengepackt, sodass sie in einem "Cluster/Pool von Servern" sind. Damit lassen sich die über die Adminstrationsoberfläche namens XenCenter besser steuern.

2) Also der Zugriff sollte so aussehen, dass man z. B. per VPN in einem Netzwerk Zugang bekommt oder ein lokales Netz erstellt an dem sich Leute in einem Raum dann anmelden können (unser Fall). Wenn man sich anmeldet, dann kann man die IP von der Weboberfläche/dem Web-UI im Browser eingeben und über die Web-UI dann die Server steuern. Z. B. sollte man neue virtuelle Maschinen hinzufügen oder Server an- und abschalten können. Eine weiter nützliche Funktion ist das Migrieren, also eine VM mit Ubuntu Server als Gastsystem beispielsweise vom Xenserver 1 auf Xenserver 2 zu wechseln während das System läuft. Das nennt man dann Live-Migration.

Aktuell haben wir rausgefunden, dass diese XenCenter-Managment-Software das Migrieren nur mit paravirtualisierten Gastsystemen machen kann. Wir haben mittlerweile 2 Systeme (XenOrchestration und einen Ubuntu-Server, beide paravirtualisiert) migrieren können über das XenCenter.

Leider ist XenCenter nur eine Windowsapplikation. Anstatt XenCenter gibt es einen Manager für Linux, der soweit ich weiß aber auch nur client-sided handeln kann, also nicht über eine Web-Schnittstelle über ein Netzwerk aufgerufen werdn kann.

3) Jap, genau das wollen wir. Wir sind halt an die Produkte von Citrix gebunden und müssen XenServer als Virtualisierer nehmen und CloudPlatfom bzw. XCP als Cloud-Managementplattform nutzen.

4) Nein, XenCenter ist nicht Pflicht.


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Re: Definition?
Teetris (unangemeldet), Donnerstag, 28. November 2013 20:50:54
Ein/Ausklappen

[...] Laptops neu aufsetzen [..] <--- Dual Boot machts möglich ;-)

Wenn ihr euch bewusst seid, was nested virtualization für Probleme mit sich bringen kann, lass ich das mal so im Raum stehen ;-)

1. Innerhalb von VMware gibt es diverse "Pools" ... IP Pools, Storage Pools, Ressourcen Pools. ISO Pools und was weiß ich noch für Pools aber dann weiß ich was ihr meint. Ich kann das in der Firma schon nicht mehr auseinander halten.

2. Innerhalb des VPN ist man (imho) IM LAN und nicht mehr außerhalb aber ich glaube es geht euch eher um den Clientunabhängigen Zugriff auf die VMs?


Habt ihr euch schonmal openQRM (on top) angeschaut? Das könnte euch da ggf. weiterhelfen ... wenn ich mich recht erinnere gabs da auch n "Player" plugin ... dabei bin ich mir aber nicht mehr sicher ---> http://www.youtube.com/watch?v=1d1rrMRcShM . Live Migration könnt ihr damit definitiv machen, insofern da n "Storage System" (NFS / SAN) hinter hängt.

Grüße
Teetris


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