Tastatur / Maus blockiert

Roland M. Egloff - Montag, 30. August 2010 22:56:57 - 1 Antworten

Hallo Linux Freunde,

Die folgende Info. ist vielleicht für jemand nutzlich...

Ich musste mir fur meinen Desktop neue Hardware kaufen da das alte Motherboard oder der Prozessor seinen Geist augegeben hat. Neu habe ich nun:

- Motherboard (ASUS P7P55D LX, ATX, LGA 1156, Intel P55, PCI-E 2.0)
- Processor (Intel Quad Core i5 CPU 760 @ 2.80GHz, LGA 1156, 8MB Cache)
- 4GB memory (2x DDR3 2GB 1333MHz, 1.5V, 240Pin)
- Power Supply (LC Power, 560W, ATX V2.3)
- 640GB SATA Hard Disk (Western Digital, Caviar BLUE, 3.5", SATA2, 7200rpm, 8.9ms, 16MB)
- NVidia GeForce 210 (512MB DDR2 onboard memory, 800/650MHz, mit D-Sub, HDMI und DVI)

Die Installation von openSUSE 11.3 (von easyLINUX) hat recht gut geklappt. Einzig die Partitionierung der neuen Disk ging nicht ganz nach Wunsch (kleine Lücken zwischen den Partitionen). Ich habe daher die Partitionstabelle selber (mit fdisk) auf die Disk geschrieben (mit einer live Linux CD) und dann die Installation wiederholt.

Als das Linux 11.3 dann lief musste ich feststellen, dass in unregelmassigen Abständen die Tastatur und Maus blockierten (manchmal schon Sekunden nach dem booten, oder dann "erst" nach 20-30 Minuten). Es war dann keine Eingabe mehr möglich obwohl der Rechner immer noch lief (z.B. die Uhr auf dem Bildschirm funktionierte wie gewohnt). Ich weiss, dass in einem solchen Fall (dank ACPI) ein kurzes Drúcken der Ein/Aus Taste ein Logout bewirkt (immerhin das) wobei dies aber auch nicht funtioniert wenn z.B. eine offene, editierte, aber noch nicht abgespeicherte Datei, existiert (weil dann vor dem Logout der User gefragt wird was mit der Datei zu tun sei -- aber dies kann ja mit einer blockierten Maus nicht beantwortet werden. Dann bleibt nur der schmerzhafte Reset.

Nun, ich habe alles mögliche probiert (Boot Optionen, etc.) und vermutete auch, dass die NVidia Karte die Sünderin sei happy

Die Lösung (hat mich viele Stunden gekostet!): Meine Maus war am "PS/2 mouse port" angeschlossen (habe dies "schon immer" so gemacht). Jetzt steckt sie an einem USB Stecker, und siehe da, das Problem ist weg. Wow!

Generell kann ich nun sagen, dass die neue Hardware, insbesondere die NVidia Karte, sehr gut mit suseLINUX 11.3 funktioniert (Ausnahme PS/2).

Gruss,
Roland


Antworten
sauberes reboot
Roland M. Egloff, Donnerstag, 16. September 2010 18:56:08
Ein/Ausklappen

Hallo,

Habe inzwischen gelernt wie man ein blockiertes System (Tastatur bzw. Maus eingefroren) ohne Hardware Reset sauber herunterfahren kann.

So gehts:

-1- Ein (Notfall) usb Stick für diesen Zweck bestimmen (Speichergrösse unwichtig).

-2- Den usb Stick einstecken und (als root) dessen Serie-Nummer bestimmen:

# lsusb -v

Die Ausgabe sieht in etwa wie folgt aus:

| ...
| ...
| Bus 002 Device 005: ID 08ec:0008 M-Systems Flash Disk Pioneers TravelDrive 2C
| Device Descriptor:
| __bLength................18
| __bDescriptorType.........1
| __bcdUSB...............2.00
| __bDeviceClass............0 (Defined at Interface level)
| __bDeviceSubClass.........0
| __bDeviceProtocol.........0
| __bMaxPacketSize0........64
| __idVendor...........0x08ec M-Systems Flash Disk Pioneers
| __idProduct..........0x0008 TravelDrive 2C
| __bcdDevice............1.00
| __iManufacturer...........1 Verbatim
| __iProduct................2 Store 'n' Go
| __iSerial.................3 02B18B6072B0B8AA
| __bNumConfigurations......1
| __Configuration Descriptor:
| ...
| ...

Relevant ist die iSerial Nummer:

iSerial = 02B18B6072B0B8AA

Einen Text-Editor mit root-Rechten öffnen (z.B. > kdesu kwrite) und folgende Zeile in die Datei schreiben:

SUBSYSTEMS=="usb", KERNEL=="sd??", ATTRS{serial}=="02B18B6072B0B8AA", RUN+="/sbin/reboot"

(die entsprechende Serial Nummer einsetzen)

Die Datei im Verzeicnis "/etc/udev/rules.d/" mit dem Namen "20-stick-reboot.rules" abspeichern:

/etc/udev/rules.d/20-stick-reboot.rules

Nach dem nächsten Systemstart wird nun das System mit einem Reboot reagieren sobald der usb Stick mit der spezifizierten Serie Nummer eingesteckt wird. *** den Stick entfernen sobald das System mit dem Reboot beginnt *** (sonst gibts einen Loop).

Ich habe dieses Verfahren getestet und es hat funktioniert. Etwelche Änderungen an einer editierten, noch offenen, und noch nicht abgespeicherten, Datei gehen allerdings verloren.

Gruss,
Roland



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