SAN Raid neu einlesen

Labanda, Jordi - Montag, 18. Oktober 2004 15:46:50 - 6 Antworten

Hallo zusammen,
ich habe eine einem SuSE SLES 8 eine SAN Maschine von
Fujitsu Siemens (S60) hängen. Angeschlossen ist das ganze
über Fibrechannel. Das Raid System wurde auch
erkannt. Nun kann ich das Raid über ein Grafisches
Windows Tool von einem Windows PC umkonfigurieren.
Das habe ich auch getan, allerdings wird das Raid
im Linux nicht mehr richtig eingelesen. D.h. z.B. im
Yast steht immer noch 130GB obwohl jetzt nur noch 50GB
vorhanden sind. Habe es schon mit einen Hardwarescan
probiert aber nix hilft. Wie kann ich das
Raid ohne Neustart neu einlesen?
So das ich dann Partitionen
erstellen kann? Ich danke für eure Hilfe.
Grüße

Antworten
Re: SAN Raid neu einlesen
Marco Koslowski, Montag, 01. November 2004 15:21:48
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Hallo Jordi,

um hier mal etwas konstruktiver zu werden und die Spitzfindigkeiten
außen vor zu lassen ...

Das SAN war bereits unter Linux im Betrieb, also kann es kaum ein Treiber
Problem sein, logisch?! Des weiteren ist die Kombination von Primergy S60 und
SLES 8 ein gängiges Angebot und relativ weit verbreitet - gerade im Umfeld
von SAP - Lösungen.

Korrekt ist, daß ein HBA - Treiber nötig ist und nicht für das
SAN selbst, aber das ist ja gegeben. Weiterhin ist es wichtig, daß das
SAN bereits VOR dem Server in Betrieb genommen wird, damit die aktuelle
Konfiguration des SAN vom HBA und Linux erkannt werden kann. Es kam in der
Vergangenheit auch zu Problemen von Yast2 und der Primergy S60 Konfiguration,
daher empfehle ich unbedingt den Einsatz von YaST1.

Du wirst wohl um ein reboot des Linux-Servers nicht rum kommen, wenn
das entladen und laden des Treibermoduls vom HBA keine Abhilfe schafft.

Gruß
Marco


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Re: SAN Raid neu einlesen
Markus Gaugusch, Dienstag, 19. Oktober 2004 23:59:15
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Ich weiß leider nicht, ob das SAN hotplug-fähig ist, aber in diesem Fall sollte es (solange nichts gemountet ist) durch an- und abstecken beheben lassen. Vielleicht hilft es auch, den scsi bus (falls das ding SCSI emuliert?) neu zu scannen (suche nach rescan-scsi-bus.sh).


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Re: SAN Raid neu einlesen
Joerg Schmidt, Samstag, 23. Oktober 2004 21:54:26
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Hallo

Das ist wirklich eine ziemlich spezielle Frage!

Auf der Website von FSC ist eine S60 zu finden. Aber ich bezweifle das FSC der Hersteller ist. Ich vermute, dass die Storagesysteme von EMC gefertigt werden und nur umgelabeld werden. Ist gängige Praxis im Storagebereich, da es im Prinzip nur 3 große Hersteller gibt. IBM, HDS und EMC.

Die Sache dem Windowsrechner mit dem Konfigurationstool anzuhängen ist etwas zu einfach. Diese Tool richtet lediglich die Raidgruppen und die LUNs ein und stellt sie dem Server zur Verfügung.

Wenn die Kiste hochgefahren wird ist der Hostbusadapter (HBA) für die Erkennung der LUNs bzw. Platten zuständig, er verhält quasi wie ein Festpalttencontroller. Dafür gibt es Treiber vom Hertseller des HBAs und normalerweise nicht von FSC! Wüsste nicht, dass die eigene HBAs herstellen

Ich würde eher einmal in die Richtung forschen ob die RAID-Gruppe und die LUNs nach der Neukonfiguration dem richtigen Controller und dem richtigen Server zugeordnet sind.

Normalerweise erkennt Yast, wenn man das Partitionstool startet die neuen "Platten". Wenn die RAID-Gruppe bzw. eher die LUNs verkleinert wurden geht das nicht ohne Verlust der darauf befindlichen Daten. Da das SAN Konfigurationstool nur "dummen" Spweicherplatz zur Verfügung stellt ohne Filesystem drauf. Daher sieht Yast auch nur Platten die dann wieder neu formatiert werden müssen.

Das Thema SAN ist aber sehr komplex und für dein Problem würde ich einmal den Support von FSC ansprechen, wer ein SAN verkauft sollte auch entsprechendes KnowHow haben.

@Heike

Ich weiß nicht warum die Leute hier in der Community so unterschätzt. Du hast scheinbar einmal von Fibrechannel gehört. Aber sicher noch nicht viel. Du schiebst dass Problem mal ganz locker auf den Windowsrechner und fabulierst ganz allgemein von der MS-Lastigkeit von FSC.Wenn du die Prinzipien eines SANs kennen würdest,hätte deine Antwort anders aussehen müssen. Jörg


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Re: SAN Raid neu einlesen
User10019 , Sonntag, 24. Oktober 2004 12:51:30
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Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen. Ich habe nicht nur davon gehört, sondern schon mit gearbeitet. Und ich unterschätze nicht, sondern sehe durchaus, auf welchem Niveau sich diese Gemeinschaft bewegt. Mir ist schon bewußt, wie SAN's funktionieren, oder teilweise sollen. Allerdings ist mir durch ausreichende Praxiserfahrung auch bewußt, wie gewisse Hersteller bestimmte Sachen angehen, und wie selbige ganz ohne Problem, bestimmte Prinzipien einfach mal beseite lassen.
Außerdem, "normalerweise macht FSC sowas nicht, aber frage besser FSC", klingt ja wohl etwas eigenartig. In diesem Zusammenhang würde mich wirklich interessieren, was aus deiner Sicht "normalerweise" bedeutet. Gerade in der Rechentechnik.


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Re: SAN Raid neu einlesen
Joerg Schmidt, Sonntag, 24. Oktober 2004 13:37:47
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Wenn du schon damit gearbeitet hast, dass wüsstest du, dass es unerheblich ist mit welchem Werkzeug bzw. auf welcher Rechnerplattform das Konfigurationstool installiert ist. Den Windowsrechner dafür verantwortlich zun machen ist falsch, du schickst den Admin damit auf eine Falsche Spur.

Für die Erkennung der LUNS ist der HBA zuständig und damit muss der Treiber auf dem Linuxserver installiert sein, damit ist es in dem Zusammenhang unerheblich ob FSC Treiber für was auch immer anbietet

Außerdem hat der Server die LUNs schon einmal gesehen und eingebunden. Danach ist man hingegangen und hat dem Server seine Platten unter den Füßen weggezogen, indem man die RAID-Gruppe verkleinert hat. Jetzt kommen doch die ganzen Fragen die geklärt werden müssen: Hat man eine neue RAID-Gruppe angelegt mit neuen kleineren LUNs? Dann müssen die neuen LUN-IDs den WWNs der HBAs neu zugeordnet werden. Oder hat man bestehende LUNs nur verkleinert und die ID beibehalten? Daher ist das ganze Thema so einfach nicht zu lösen. Schon gar nicht mit ideologischen Betrachtungen über MS und Linux und Firmenpolitik von FSC.

"Normalerweise" bedeutet, dass wenn alle Parameter standard sind, funtioniert das Ganze furchtbar einfach (soll in der IT auch schon vorgekommen sein). Aber da ich nicht alle Informationen habe bin ich mit Aussagen wie "dass ist so" sehr vorschtig.

Wir haben auch ein SAN im Einsatz, Administration auf einem Windowsrechner und Linuxserver mit SLES 8.0 eingebunden. Yast erkennt in diesem Fall bei jedem Einlesen der Partitionsdaten wenn sich was geändert hat solange es an bestehenden LUNS gemacht wird oder neue LUNs hinzukommen . Aber eben nicht unter allen Umständen. Wir haben bei Testrechnern einmal eifach alle LUNs abgehangen und dann verändert. Der Windowsrechner hat nach dem Hochfahren seine LUNs wiedergefunden, der Linuxrechner nicht. Das liegt aber an Linux, da Linux bzw. Unix auf die Physik einer Platte geht um sie zu erkennen, Windows erkennt Platten an Signaturen die auf die Platten geschrieben wurden. Wenn also Windows diese Signatur wiederfindet alles klar, aber Linux findet nicht die Erwartete Physik einer Platte vor und fährt gegen die Wand. LUNs stellen sich nämlich dem Rechner gegenüber als physikalische Platte dar.

Jörg




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Re: SAN Raid neu einlesen
User10019 , Dienstag, 19. Oktober 2004 23:55:34
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Ich denke mal, für dieses Forum ist diese Fragestellung ein wenig speziell. Das ist nicht gerade eine Standardkonfiguration. Und die meisten dürften kaum von Fiberchannel, geschweige denn von der S60, gehört haben. Letzteres will scheinbar nicht einmal FSC selbst.
Aber zu deinem Problem.
Selbiges begründet sich in Windows. Windows scheint die Konfigurationsdaten leider etwas M$ konform zu verwalten. Da Unix, und damit Linux, aber die Ansteuerung des Raid versucht standardgemäß, gibt es Abseits von M$ tatsächlich, zu gewährleisten, funktioniert es leider oft nicht. So wie in deinem Fall.
Die Ursache dafür liegt dabei aber vermutlich bei FSC, da diese Firma teilweise auffällig M$ lastig hantiert. Auch oder gerade bei der Treibergestaltung.
Allerdings gibt es seitens FSC zumindest für die S80 eigene Linuxtreiber (als rpm). In wie weit diese für dein S60 nutzbar sind, mag ich allerdings nicht beurteilen.
Letztendlich, falls ein Neustart das Problem beseitigt, ich kann mir nicht vorstellen, daß du so häufig umkonfigurierst, daß diese Lösung ausgeschlossen ist.


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