Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)

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Mittwoch, 16. Juli 2008 20:07:23

Hallo,

als jemand, der seit nunmehr vier Jahren mit Linux, hauptsächlich Debian/Ubuntu-Schiene werkelt, hab ich mir Opensuse 11 gedownloadet und installiert. Gefällt mir gut.

Aaaaaber: wieso, in Gottes Namen, ist es so ein Beinbruch, unter Opensuse den Treiber für ne Nvidia-7300GT-Karte einzubinden, zumal Opensuse 11 die Karte ums Verrecken nur als "Vesa" anerkennt? Ähnliches gilt für nen Webcam-Treiber für eine Trust WB1200P?

Ich habe beides trotz intensiver Suche nach Anleitungen nicht hinbekommen, und mir daher dann wieder Ubuntu 8.04.1 installiert. Dort wird die 7300GT als Nvidia-Karte erkannt und problemlos eingebunden. Gleiches gilt für den Webcam-Treiber. Kein Gefummel mit dem Kernel, kein Drama.

Warum ist das bei Opensuse 11 so schwer?

Und sacht mir bitte nicht: bleib doch bei Ubuntu. Ich wollte ja gerne zu Opensuse wechseln - aber nicht so...

Beste Grüße
N.

norman_x

6 Antworten


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Nvidia-Treiber
Wimpy *, Freitag, 21. August 2009 10:42:48
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Ich weiß nicht, ob das NVIDIA-Repo schon drinsteht, wie Ulf B. schreibt, aber ich habe nach Installieren von openSUSE 11.1 das Repo so installiert wie im Artikel "Grün Computing" aus EasyLinux 1/2009 beschrieben.
http://de.opensuse.org/Proprietäre_NVIDIA-Grafiktreiber
(ja, schreibt das mit "ä", das funktioniert!)
Bei YaST unter "Installieren von Software" erscheint es dann unter Installationsquellen/NVIDIA Repository
seitdem heißt es bei mir: GeForce 6200 TurboCache(TM)/PCI/SSE2/3DNOW!
War auch gar kein großer Akt
Gruß


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Re: Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)
Ulf B., Mittwoch, 16. Juli 2008 21:05:16
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Hi,

bin mir mit nicht ganz sicher, aber soweit mir bekannt unterstützt openSUSE Closed Source Treiber nicht mehr direkt. Bei der GraKa bedeutet das, wenn sie nicht vom nv Treiber unterstützt wird, benutzt openSUSE zunächst Vesa. Das ist aber kein großes Problem, Du musst nur ein Onlineupdate mit hinzugefügten Repository (ist schon eingerichtet muss nur aktiviert werden) für NVIDIA die Grafikarte neu einrichten und 3D-Support aktivieren. Dann lädt normalerweise openSUSE die NVIDIA Treiber. Alternativ kannst Du auch den 1-Click-Install von [1] benutzen.

Zu der Webcam habe ich nur gefunden, dass sie unter openSUSE und den V4L2 Treibern direkt laufen soll. Aber da hilft evtl. ein Online-Update mit erneuten einrichten von V4L2 mit aktivierten Packman Repositiory.

Ciao
Ulf



[1] http://en.opensuse.org/NVIDIA



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Re: Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)
norman_x , Freitag, 18. Juli 2008 18:17:22
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Hi Ulf,

danke für Deine Zeilen. Mag sein, daß openSUSE 11 keine closed source Treiber mehr direkt unterstützt - aber das tut Ubuntu Linux auch nicht.

Nur: die Ubuntus überlassen die Entscheidung dem User und helfen ihm auch dann, wenn er solche Treiber eben doch nutzen will. Schnell, freundlich, ohne großes Getue.

Warum kann openSUSE 11 das nicht?

Bei meinen Versuchen mit openSUSE 11, den Nvidia-Treiber für meine 7300GT einzubinden, habe ich, entsprechend den diversen Anleitungen, alles befolgt, was Du schreibst, Ulf. Stunden hats gedauert, funktioniert hats trotzdem nicht.

Warum nicht, openSUSE/Novell? Ubuntu Linux 8.04.1 ("Hardy Heron") konnte es problemlos innerhalb von 1-2 Minuten...

Und die Webcam? Während Ubuntu diese ebenfalls einfach erkennt und einbindet, wie gesagt genauso wie den Nvidia-Treiber ohne irgendwelche Fummelei, will man bei openSUSE 11 partout, daß der User auch hier freudig am Kernel bastelt? Und wenn das vielleicht geklappt hat, und ein neuer Kernel kommt, dann darf man an den neuen Kernel wieder freudig basteln, und wieder, und wieder und wieder?

Liebe Leute bei openSUSE/SUSE/Novell, sagt mal ganz ehrlich: gehts Euch noch gut??

Bei meinem Versuchen unter OpenSUSE bzgl. der Webcam war natürlich auch das Packman-Repo aktiv, Ulf. Hernach standen im Grub von openSUSE 11 vier Kernel herum, in Ubuntu nur zweie.

Frage also auch hier: warum ist openSUSE 11 in solchen Dingen weiterhin so unfreundlich zu den Usern?

Ich kann mich an die openSUSE 10.3 erinnern, die ums Verrecken meinen Postscript-Laserdrucker nicht einbinden wollte - Ubuntu Linux, damals noch die 7.04, tats ohne Murren...

Klar, man _kann_ sicherlich bei Linux-OS am Kernel rumpatchen, und dieses und jenes tun - wenn man Bock drauf hat und es kann. Ich kanns, weil es früher bei Linux nunmal nötig war, sowas zu können - aber wir schreiben heute das Jahr 2008 und ich (und viele andere User) hab keinen Bock mehr darauf, weils heute unnötig ist, siehe Ubuntu Linux.

Ich will mit meinem Linux-System nämlich in allerster Linie arbeiten, und nicht basteln, weil ich dazu einfach die Zeit nicht habe. Und das geht vielen anderen Interessenten an Linux genauso.

Was also, liebe Leute bei openSUSE/SUSE/Novell, soll da erst ein Linux-Neuling sagen, der von Windows weg hin zu openSUSE 11 als "dem deutschen Linux" geht - und dann den Grafiktreiber nicht eingebunden bekommt, weil SUSE/Novell sich bei openSUSE 11 wegen closed source Treibern ins Höschen und deshalb das Einbinden unnötig schwer macht???

Sowas ist heutzutage einfach lächerlich.

Sorry, liebe Leute bei openSUSE/SUSE/Novell, aber so isses! Ihr habt fürwahr mit openSUSE 11 ein sehr schönes Linux-OS, das sag ich ganz klar und auch gerne, weils mir echt gut gefällt. Aber mit so Macken wie den o.g. vertreibt Ihr die Interessenten.

Daß es anders geht, und ich nicht unrecht habe, zeigt Ubuntu Linux und zeigen die Zugriffe allein nur auf das deutsche Ubuntu-Community-Forum...

Vorschlag also: macht kurzfristig (!!!) bzgl. Closed Source Treibern nen gescheiten Patch für openSUSE 11 und liefert ihn als Update aus, damit diese heutzutage eigentlich nur noch peinliche Panne nicht noch mehr von sich reden macht.

Anmerken möchte ich noch, daß ich die Diskussionen um Linux und Closed Source Treiber und Software kenne, und sogar auch der Meinung bin, daß die Hardware-Hersteller wie z.B. Nvidia sich hier in Richtung Linux weit öffnen sollten.

Nur: mit diesem Wissen läuft mein PC nicht. Also muß ich als User die Closed Source Treiber problemlos einbinden können. So isses eben! Früher hieß das mal "der Kunde ist König" - aber früher waren wir "Könige" ja auch happy, wenn wir am Kernel fummeln durften ;-) ;-) ;-)

Trotz aller Kritik nette und freundliche Grüße an Euch Leute bei openSUSE/SUSE/Novell,
N.




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Re: Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)
Ulf B., Freitag, 18. Juli 2008 22:52:09
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Zu dem Nvidia-Treiber für 7300GT
Kann ich nicht nachvollziehen, aber bei mir hat es in der Richtung noch keine Probleme gegeben, wobei ich aber geringfügig abweichende Hardware habe (von Matrox, ATI, Nvidia). Bei allen hat es beim Einrichten mit sax2 nie Probleme gegeben, da auch openSUSE 11.0 diese einfach nachinstalliert sofern man den Treiber auswählt oder das Repository einrichtet wie oben beschrieben. Das ist meiner Ansicht nach nicht sonderlich schwierig. Da hatte ich mit Ubuntu/Kubuntu in der aktuellen Version mehr Probleme.

Aber man kann es nicht jeden Recht machen. Außerdem war der Punkt in YAST/SAX schon besser gelöst.

Ciao
Ulf




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Re: Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)
norman_x , Samstag, 19. Juli 2008 22:08:57
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MoinMoin Ulf,

Du hast darin recht, daß es unter openSUSE 11 fürwahr sehr einfach ist, das notwendige Repository einzurichten und danach den Treiber im Yast auszuwählen und zu installieren. Und es gibt genug Anleitungen dafür, wie man es macht.

Kein Problem. Hab ich ja selbst alles gemacht. Wirklich easy.

Nur:
es funktioniert zumindest hier nicht. Weder für meine Nvidia 7300GT Grafikkarte, noch für meine WB1200P Webcam. Ich kann da installieren, bis ich schwarz werde, beide Treiber werden unter openSUSE 11 zwar installiert, aber danach und auch nach einem Neuboot steht die Grafikkarte im Sax2 immer noch auf Vesa und tut nichts außer marginal 2D, und die Webcam geht auch nicht...

Unter Ubuntu 8.04.1 (wobei hier die ".1" nach der "4" schon wichtig ist...) klappt beides total simpel, der Treiber für die 7300GT wird nach der Installation sogar auf dem Desktop angeboten, und der Treiber für die Webcam Trust WB1200P wird während der Installation einbunden. No problemo.

Wenn das also unter dem einen Linux funktioniert, dann, liebe Leute bei openSUSE, solltet Ihr es doch bei openSUSE 11 auch hinbekommen, oder nicht? ;-)

Es geht also nicht darum, es jemandem "Recht zu machen", lieber Ulf, sondern es geht eben um einen nunmal blöden Bug in openSUSE 11, den es umgehend zu beseitigen gilt.

Schließlich reden wir hier doch über Linux, und nicht etwa über Bananensoftware aus Redmond, Virginia (USA), gelle? ;-)

Schöne Grüße,
N.


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Re: Opensuse 11 und Nvidia-Treiber - auch, wenns Euch zu den Ohren rauskommt ;-)
Karl (unangemeldet), Donnerstag, 20. August 2009 13:52:49
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Bei mir das Gleiche. Als alter Suse-Fan, wollte ich bei 11 wieder dabei sein. Allerdings installiert weder das Repository, noch der 1-Click Installer anständige Treiber für meine nVidia 8800GT. In einschlägigen Foren erfuhr ich, dass man sich nur über manuelles Kompilieren der Dateien von nVidida selbst auf das Problem eingehen könnte. Das habe ich auch versucht, aber das Gefummel in der Konsole und das Switchen zwischen den Runleveln (hey ich habe davon keine Ahnung!) hat mir komplett die Laune verdorben. Sowas ist mir zu blöd, zumal ich auch kein Linux-Pro bin. Najut, dachte ich, die GraKa hat ja auch einen neuen Chip (G92) und wird wahrscheinlich nicht anständig unterstützt (wird er auch nicht vom OpenSource-Treiber). Also blieb ich weiterhin bei Ubuntu und wartete auf ein neues openSuse.
Als jedoch bei openSUSE 11.1 alles immer noch beim Alten war, fragte ich mich schon, warum das Repository immer noch nicht die Treiber anständig einbindet.

Also bleibe ich weiterhin bei Ubuntu, auch wenn ich das ganze Braun nicht mehr sehen kann, aber zumindest funktioniert alles früher oder später.

Gruss
Karl


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