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NFS Client stürzt ab

7 Antworten

Nachricht Autor

Dienstag, 04. Januar 2005 16:10:26

Hallo,

schon wieder ein Problem mit NFS auf SUSE 9.2.

Das Netzwerk soll und muß vom Client aus durch den User getrennt werden können. Ziehen des Netzwerkkabels aus dem Hub oder Router, oder herunterfahren des (NFS-) Servers wärend der Client noch weiterarbeiten kann und soll.

Wird die Verbindung (Netzwerkkabel) zum NFS Server, der ein freigegebenes Verzeichnis bereitstellt, unterbrochen oder der Server vorzeitig heruntergefahren, hängen sich die daran angeschlossene(n) (Client-)Rechner auf.

Das äußert sich folgendermaßen.
Der Dateimanager reagiert nicht mehr. MC aufgerufen zeigt ein schwarzes Fenster.
Liegt das Verzeichnis, in welches das NFS gemountet wird, im Client außerhalb von /home, kann weder der su noch der User auf das selbst übergeordnete Verzeichnis nicht mehr zugreifen.

Dazu habe ich unter:
http://www.oreilly.de/german/freebooks/linux_netz/kap11.html
einiges gelesen.
Doch bleibt mir der Abschnitt "Ein NFS-Volume mounten" als Linux-Neuling doch recht unverständlich. Ich habe zwar ein Schimmer, was damit _genau_ gemeint sein soll. Es richtig anzuwenden fehlt mir jedoch irgendwie der nötige Hintergrund.

Ist es richtig, das genannter Abschnitt in :
http://www.oreilly.de/german/freebooks/linux_netz/kap11.html
das Problem "Absturz des Clientrechners" in etwa darstellt?
Kann mir ein oder mehrere der genannten Optionen ein Absturz des Client unterbinden?

In der fstab habe ich das freigegebene Verzeichnis als zunächst mit der Option "auto"
Egal ob ich nun noch diverse Optionen anhänge, etwa:
auto,soft,timeo=3
der Client stürzt wie o.g. ab

Ich vermute, in der fstab (des Clients?) müssen nur die richtigen Einträge in der richtigen Zeile (Spalte) eingefügt werden. Doch welche sind das??
Muss der Server noch entsprechend "ausgestattet" werden?

Muss der User vom Clientrechner aus gar den mount und umount des bereitgestellten NFS-Verzeichnisses selbst per Hand vornehmen und auch ja *immer und ständig* daran denken, ja auch einen umount durchzuführen ?


Viele Grüße
Roland

Roland K


Antworten
Re: NFS Client stürzt ab
Christoph Stöttner, Donnerstag, 06. Januar 2005 17:50:31
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Hi,

ansich ist das ein bekanntes NFS-Problem.

Ich nutze für solche Dinge den Autofs-Prozess.

Schau dir hierzu die Dateien /etc/auto.master und /etc/auto.misc an.

mfg
Christoph


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Re: NFS Client stürzt ab
Roland K, Samstag, 08. Januar 2005 12:40:44
Ein/Ausklappen


Hallo Christoph,

vielen Dank für Deine Antwort,

Ich habe mich über autofs etwas belesen:
http://www.pl-berichte.de/t_system/autofs.html

Habe unter YAST2 gesehen, das autofs bereits installiert ist :)

Scheinbar braucht der Clientrechner keinen Client wie NFS-Client mehr um ab und zu einmal auf Daten des Servers zuzugreifen???
Scheinbar braucht der Server keinen NFS-Server mehr um eingangs genannte Aufgabe zu erfüllen???

Was mir nicht ganz klar ist:
- sucht nun der Clientrechner ständig und immer nach evtl. irgendwann mal angeschlossenen Dateiverzeichnissen/Geräten, um diese dann sofort zu mounten?
Genau diesen Punkt schaltet man/frau ja bei Windows aus. So sucht Windows nicht ständig nach neu angeschlossenen Geräten.
Braucht es außerdem auf dem Clientrechner und/oder Server noch irgend ein anderes Paket?
Reichen wirklich nur die genannten Zeilen in /etc/auto.master und /etc/auto.misc? Betriebssystem wäre Linux SUSE 9.2 - KTE3


MFG
Roland

Achtung, es folgen 13 Zeilen OT:
Bei Windows gab es:
- installieren des Betriebssystems
- installieren von Anwendungsprogrammen
- arbeiten mit einem lauffähigem System
- immer mal Backup von Daten
- nach etwa einem Jahr, das Ganze von vorn
Ansonsten keine schwerwiegenden Probleme

ODER:

installieren des Betriebssystems
- installieren von Anwendungsprogrammen
- arbeiten mit einem lauffähigem System
- Sekretärin installiert Spiele und Bildschirmschoner
- arbeiten mit System
- Absturz
- Neu aufsetzen von allem
Ansonsten keine schwerwiegenden Probleme ;)

Bei Linux:
- suchen/google/man/help
- lesen, lesen, lesen . . . (die anderen 10.000 mal lesen erspare ich mir hier)
- konfigurieren
- das Ganze 10-20 mal von vorn
- . . . irgend wann mal arbeiten




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Re: NFS Client stürzt ab (besser: Bleibt hängen)
Uli Heller, Mittwoch, 05. Januar 2005 11:35:09
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Hallo Roland,

Deine Freunde sind die Optionen intr soft Details hierzu sind in dem von Dir genannten Artikel ganz gut beschrieben. Am besten liest Du Dir das nochmals aufmerksam durch. Eventuell hilft auch man mount und da dann die Sektion ab Mount options for nfs weiter.

Hier noch der Eintrag in /etc/fstab: nfsserver:/data /data nfs noauto,user,bg,soft,intr,timeo=5 0 0 Wichtig: Schau Dir auf jeden Fall die oben aufgeführte MAN-Page an, und überlese insbesondere den Nachsatz Usually it just causes lots of trouble in Zusammenhang mit der Option soft nicht!

MfG, Uli


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Re: NFS Client stürzt ab (besser: Bleibt hängen)
Roland K, Samstag, 08. Januar 2005 12:34:45
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Hallo Uli,
vielen Dank für Deine Antwort und Deinen praktischen Vorschlag.
Entschuldige die späte Antwort. Grund: siehe oben :)

Nun habe ich Deine o.g. Zeile für uns eingtragen.
Allerdings mit der Option "auto".
Es scheint ganz gut zu funktionieren :)


Steht dort "noauto":
Sage bitte, wie bringe ich es fertig, das beim Klick auf den mount-Ordner der Inhalt des Ordners auf dem Server zu sehen ist?
Was sage ich einer Sekretärin, was sie tun soll, damit sie die Daten sieht, die auf dem Server liegen?

"Usually it just causes lots of trouble"
Was bedeutet das genau?
Was kann das für Auswirkungen in der Praxis haben?
Was muß Sekretärin befürchten?
Was kann sie tun, wenn entsprechende Befürchtungen eintreten?


Was ist für eingangs genannte Zwecke die beste Lösung? "NFS" scheinbar nicht?

Vielen Dank und ein sonniges Wochenende
Roland




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Re: NFS Client stürzt ab
Roland K, Mittwoch, 05. Januar 2005 09:50:54
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Hallo,

bevor ich noch vor kurzem mit Windows gearbeitet habe, konnte ich einfach die Verbindung vom "Rechner" zum "Server" trennen. Der "Server" hatte ja auch nur die Aufgabe, für einen gewissen Zeitraum ein paar Daten bereitzustellen. Einfach Kabel raus aus dem HUP oder Rouder oder Server herunter gefahren. Der ehemals daran angeschlossene Rechner tat ohne Macken weiterhin seinen Dienst.

Heißt das, daß es unter Linux nicht möglich sein soll, sich mit einem Rechner eine gewisse Zeit mit einem Server zu verbinden, und diese Verbindung dann auch wieder jederzeit problemlos trennen zu können?

Muß man/frau wirklich erst den Rechner, dann den Server herunter fahren? Anschließend den Rechner, mit dem weiter gearbeitet werden soll wieder zu starten :( :( :(

Ratlos
Roland



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Re: NFS Client stürzt ab
Tobias Hunger, Mittwoch, 05. Januar 2005 12:13:00
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Das ist das normale Verhalten von NFS. Wenn Du es anders haben willst, musst Du das mit den unten bereits genannten Optionen umstellen.

Hintergrund: NFS war für Terminals gedacht: Kleine Computer ohne eigene Platte, die über das Netz booten. In einem solchen Setup ist es nicht sinnvoll den Rechner weiterarbeiten zu lassen, wenn der Server weg ist. Dann kann das Terminal nicht mehr auf sein Betriebssystem zugreifen und grosser Ärger ist vorprogrammierrt.

Window's Netz-FS hingegen ist dazu gedacht einen Rechner mit komplettem Betriebssystem auf einer eigenen Platte an Daten auf einem Server herankommen zu lassen. Da ist das Warten auf den Server nicht sinnvoll: Das komplette OS ist ja lokal vorhanden. Auf ein Paar Daten kann man verzichten, ohne das Betriebssystem in Schwierigkeiten zu bringen.

Ob die NFS-Defaultwerte heute noch sinnvoll sind oder nicht, darüber kann man sicherlich streiten. Es ist auf jeden Fall das sicherere Verfahren, auch wenn der User das heute wohl nicht erwartet und es auch meistens nicht mehr notwendig ist.


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Re: NFS Client stürzt ab
Roland K, Samstag, 08. Januar 2005 12:32:16
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Hallo Tobias,

danke für Deine grundsätzlichen Erläuterungen.

Entschuldige bitte die späte Antwort.
Ich habe es geschafft, in einem/unseren kleinen Büro Windows zu verbannen und Linux auf die Rechner zu bringen :)

[Zitat]
Ob die NFS-Defaultwerte heute noch sinnvoll sind oder nicht, darüber kann man sicherlich streiten. Es ist auf jeden Fall das sicherere Verfahren, auch wenn der User das heute wohl nicht erwartet und es auch meistens nicht mehr notwendig ist.
[/Zitat]

Daraus ist doch für sehr viele User zu schlußfolgern, daß NFS für o.g. Zwecke nicht sinnvoll ist.
Wird sich am Paket "NFS" in der Zukunft etwas ändern?
Was ist ein sinnvoller Ersatz für "NFS". Besser, was kann man/frau anstelle von NFS für eingangs genannten Zweck einsetzten. Gibt es dafür ein Paket was genannten Zweck erfüllen kann? Das von Christoph genannte autofs ist mir noch unbekannt. Dazu habe ich bestimmt noch Fragen.

Danke und freundliche Grüße
Roland




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