Vorab: Über einen Amiga 500 kam ich zu Windows. Neugier trieb mich dazu auf den Zweitrechner Suse 11.2 zu installieren. Aber heute hätte ich “die liebe Suse” in die Ecke schmeißen können. Ich bin es gewohnt ein Programm über dessen Oberfläche zu upgraden. Also “Updates suchen” installieren, fertig. Bei Suse läuft das nicht so. Ich wollte OpenOffice3.1 auf 3.2 updaten. Auf der OOo-Seite lud ich mir die Datei runter. Aber es gibt verdammt noch mal keine .exe-Datei, die im Selbstlauf diese besch.. Installation durchführt. Nun muss ich zugeben, ich bin so ein ungeduldiger Typ, der sich sagt, wenn ich norwegisch beherrsche, warum muss ich dann noch extra schwedisch lernen. Wenn die Linux-Entwickler es gern sehen, dass Windows-Anwender wechselwillig sind, warum müssen die Willigen dann noch eine neue Sprache lernen? Ich stehe jetzt am Scheideweg. Kaufe ich mir für 50 Euro so einen richtigen LINUX-Wäzer oder schmeiss ich die “liebe Suse” runter und installiere Windows7 auf mein Lappetopp. Gewohntes erscheint einem so vertraut. Vertrautes ist einfach zu händeln. An Suse 11.2 hat mich fasziniert, dass es meinen WLAN-Zugang ohne Abfrage der Zugangsdaten erkannt hat. Da kam ein echtes WHOW von mir rüber, aber die Zauberei mit den Updates geht mir echt auf den Sack.
Wenn du alles wie bei Windows machen willst dann installiere eben Windows. Du hast absolut gar nichts verstanden.
Gerade das Updaten über Paketmanager ist einer der vielen Vorteile eines Linux-Systems.
Mit deiner Einstellung bleibt dir nur Windows. Viel Spass
Unter Linux lädt man sich nicht einfach irgendwas herunter, sondern benutzt für die Installation von Programmen den Paketmanager, um eben solche Probleme zu vermeiden.
Erste Anlaufstelle für OpenSuse ist: http://software.opensuse.org/search
Was du möchtest, ist das hier:
http://software.opensuse.org/ymp/OpenOffice.org:STABLE/openSUSE_11.2/OpenOffice_org.ymp
Noch ein Tipp: Ohne Lernwillen klappt der Umstieg von Windows auf Linux nicht.
Einen ganz besonderen DANK an alle Geduldigen, die mit aufopfernder Gelassenheit den “Neuen” die Hand reichen, wie z.B. @Eilert Eilig @peterf und @Roland.
Tiefe Verbeugung – weiter so!
Was willst du mit einem Linux Wälzer für 50 Euro erreichen? Das wäre vor 20 Jahren nötig gewesen. Heute findest du alle Informationen frei im Internet. OpenSuse hat sogar “eingebaute” Handbücher, für die du kein Internet brauchst, um sie lesen zu können.
Bei Windows gibt es Veränderungen nur, wenn der Hersteller eine neue Version herausbringt. Dann drucken alle Verlage neue Auflagen ihrer Anwender-Unterstützungs-Bücher.
Bei Linux gibt es ständig Veränderungen und jede Distribution verhält sich in bestimmten Dingen anders als eine andere Linux Distribution. Wenn du also Informationen zu einem bestimmten Thema liest, prüfe, ob deine Distribution und die von dir verwendete Version gemeint ist.
Das betrifft besonders das Thema Update und Softwareinstallation. Du holst die Programme, die du unter Linuxinstallieren willst, am besten nicht vom Programmierer, sondern von der Softwareseite deiner Distribution. Also OpenOffice zum Beispiel von der Internetseite http://software.opensuse.org/search
Andere haben Dir ja schon zu verstehen gegeben, dass Deine Einstellung nicht die Beste ist.
Deine Bemerkung, dass Du bei Linux nach einer .exe Datei suchst, ist so krass, dass man das wirklich für einen Scherz halten könnte (bin mir nicht sicher, ob es nicht doch ein Fake ist).
Eigentlich könntest Du Dich fragen:
Wozu sollte man überhaupt lernen, wie man Software installiert ? Wieso sollte man lernen mit Windows umzugehen ? Es gibt doch Briefe, Telefone, Bleistifte, Zeitungen etc. statt EMail, Skype, Chat, Word oder Firefox. Wozu ‘was Neues lernen ?
Wenn Du zufällig norwegisch gelernt hast, und Du lernst eine schwedische Frau kennen: Pech, Du kannst norwegisch und willst nicht noch schwedisch lernen. Schiess die Frau also lieber in den Wind.
Schönes Leben noch :-).
Bitte bitte bitte, und das gilt für alles im Leben: ein wenig Geduld, und vor allem die Bereitschaft andere und anderes anders sein zu lassen hilft einem ENORM weiter.
Linux ist anders.
Vorteil einer Distribution: fast alles was man überhaupt brauchen könnte ist ein einem Repository und über den Paketmanager nur einen Klick entfernt. Alles meint: Programme, Treiber, Kernel, Bling, Sicherheitsupdates.
Nachteil: Es taucht nicht jede neue Version eines Programms auch im Repository auf.
Abhilfe: a) warten (ob SuSE evtl. ein Update liefert) b) suche eines Extra-Repositories (Backports, betreut von anderen), c) Installation von Hand.
Bei c) sind wir schon fast beim “Windowskomfort” angelangt. Außer, daß es keine *.exe gibt (gelegentlich gibt es auch echte Installer).
Hier also die Version c) für Dich.
1) DE-installation jeglicher OpenOffice-Pakete von SuSE.
2) Download der *.rpm Dateien von
http://de.openoffice.org/downloads/other.html
32 bit oder 64 bit je nach RAM.
3) Entpacken in einen Ordner Deiner Wahl
4) Auf einer Konsole in den Ordner navigieren (alternativ im Konqueror die Option Terminal öffnen klicken) und dort folgendes eingeben rpm -ihv *.rpm
5) fertig.
Geht wahrscheinlich auch über YAST: K-menue –> system –> yast –> root-pw eingeben –>software –> software installieren
@maxiq
Deine Antwort hat mich echt zum “Nachdenken” angespornt. Ich knie mich jetzt rein, versprochen!
@peterf
Danke, deine Antwort traf genau ins Schwarze.
Eigentlich gilt der Dank der ganzen Community. Schön dass es “Weise” gibt, die sich die Zeit nehmen einem “Greenhorn” auf die Sprünge zu helfen. Jeder auf seine Art. Der eine ist halt schroffer, der andere “väterlich verständnisvoll”. Beides hilft weiter. Und auch wenn man guten Willens ist, eine neue Frage habe ich schon. Siehe neues Thema: FRAGE
Das habe ich gerne. Erst sich Linux installieren, sich keine Mühe beim Einarbeiten und Umdenken machen und die Tatsache, daß Linux nicht Windows ist, kommt dir wohl erst nicht in den Sinn.
Erinnert mich ein bissel wie jemand, der heute das ABC lernt und sich aber schon morgen ärgert, daß er ein richtiges Buch noch nicht lesen kann.
Mache dich erstmal mit Linux vertraut. Ich habe es auch lernen müssen und es geht nicht alles ratzfatz von heute auf morgen.
Wenn du nicht nicht gewillst bist, zu lernen, dann bleib’ bei Windoofs.
PS: Unter Linux gibt es auch keine exe.-Dateien – hat es nie gegeben und wird es unter Linux auch nie geben.
> PS: Unter Linux gibt es auch keine exe.-Dateien – hat es nie gegeben und wird es unter Linux auch nie geben.
Nun ja, der Mono-Compiler erzeugt sehr wohl welche.
Und sie laufen sogar.
Ich habe mich gerade gefreut wie schön die Paketverwaltung ist! Gerade den Artikel “Gemütlicher Gleitflug” auf Linux-User gelesen. “sudo aptitude install tdfsb” eingegeben, 10sec später den Gleitflug über die Festplatte gemacht. Kein suchen auf der Webseite nach dem Download, kein Flash und JavaScript was den Browser zum Absturz bringt.
mfg
PS: gilt nicht immer, aber häufig.
Wenn Linux sich auf dem Desktop immer noch nur langsam verbreitet, dann liegt das zum Teil bestimmt an solchen Oberlehrern wie Torsten! Ich habe auch mit Ausprobieren angefangen; bei meinen weiteren Schritten bin ich dann aber meist an uneitle Linux-Kenner geraten, die es glücklicherweise zuhauf gibt. Heute kann ich gut und gerne auf Windows verzichten.
Und zur Frage OO 3.2.: Es gibt bestimmt irgendwo ein repo, wo man die Version finden kann (ich wüßte es wahrscheinlich, wenn ich Suse-Nutzer wär; habe aber Linux Mint).
Eindeutige Antwort für Dich !
Du solltest auf jedem Fall bei der für Dich besseren Wahl, Deinem Windows, bleiben. Du bist und wirst NIE ein Linuxer werden. Du bist nicht bereit Dich umzustellen, also warum guckst Du überhaut nach Alternativen? Wenn alles so sein soll wie bei Windows, dann bleibe doch bei Windows.
Ich glaube auch es ist für uns Linuxer besser, wenn Du bei Windows bleibst ;-)
Hallo,
Linux ist Linux und Windows ist Windows. Linux ist nicht “Windows 7++”!
“Was man lernen muß, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.”
Aristoteles (384-322), griech. Philosoph
“Wer aufhört zu lernen, ist alt. Er mag zwanzig oder achtzig sein.”
Henry Ford (1863-1947), amerik. Großindustrieller
Roland
Aua, jetzt hast du es mir aber gegeben. Sicher bist du mit Linux groß geworden, oder du kennst es schon länger. Ich an deiner Stelle hätte mir dann sicher auch so eine Ohrfeige gegeben. Manchmal braucht man eben jemanden, der einen an die Hand nimmt.
Hallo Wolfgang,
Die Zitate waren nicht als Ohrfeige gedacht sondern als Aufmunterung!
Bei Windows wird der User als Dummkopf behandelt (idiotische Fehlermeldungen, alles automatisch – egal ob’s funktioniert , MS sagt was ist und was nicht, Quellencode gibt es nicht, etc.). Bei Linux ist der User gefordert. Ein Computer Betriebssystem ist eine komplizierte Sache.
Fragen zu stellen (egal auf welchem Nivau) ist absolut eine gute Sache. Aber eben nicht nach dem Motto “bei Windows ist alles so wunderbar, warumm kann denn Linux nicht wie Windows sein?”
Also, bleib dran!
Gruss
Roland
…besonders dann, wenn er von Amiga auf Windows umgestiegen ist und sofort begriffen hat, dass die Amiga *.exe-Dateien unter Windows nicht lauffähig sind, jetzt aber plötzlich nicht mehr nachvollziehen kann, dass Linux ein anderes Betriebssystem ist und demzufolge auch wieder andere Regeln gelten.
Gruss
August Meier