ForumKInternet und SuSE Linux 11.3
Roland M. Egloff – Sonntag, 22. August 2010 10:47 Uhr

Hallo Community!

Ich habe kürzlich von der easyLINUX DVD SuSE Linux 11.3 installiert — hat gut funktioniert — herzlichen Dank an die lieben Leute dort! Dolphin hat zwar immer noch (erstaunlich) Probleme mit dem Anzeigen von neuen Dateien, aber generell bin ich sehr zufrieden.

Leider ist KInternet bei 11.3 nicht mehr dabei. Stattdessen ist da jetzt ein QInternet, welches jedoch bei mir nicht funktioniert (übrigens, QInternet ist als Datei viel grösser als KInternet; warum wohl?).

-1- KInternet hat das Ein- und Ausschalten der DSL Verbindung per Maus-click ermöglicht.

-2- Mit KInternet konnte die gesendete und empfangene Datenmenge graphisch dargestellt werden (live). Dies habe ich öfter sehr geschätzt (besonders bei schlechten Verbindungen).

-3- KInternet hat bei bedarf den Internet Verbindungsaufbau protokollarisch aufgelistet (nützlich für das Debuggen).

-4- Das KInternet Icon hat einen Verbindungs-Abbruch durch einen Farbwechsel sofort angezeigt.

-5- Noch ein paar nützliche Funktionen (z.B. schneller Wechsel zwischen verschiedenen Schnittstellen, etc.).

Frage: Hat jemand Erfahrungen gemacht mit KInternet und/oder QInternet unter 11.3 — dieses Tool vermisse ich. Gibt es eine (ähnlich einfache) Alternative?

Danke für etwelchen Input.

Gruss
Roland

1 Antwort
Horst Elmshorn – Sonntag, 22. August 2010 14:42 Uhr

Hallo,

kinternet gibt es nach wie vor auch für openSUSE_11.3 Du musst nur das richtige Repo in yast hinzufügen oder die 1 Klick installation wählen.

Siehe hier:
http://tinyurl.com/347dfsw

Roland M. Egloff – Sonntag, 22. August 2010 17:48 Uhr

Hallo Horst,

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich bin etwas überrascht, dass KInternet bei openSUSE für 11.3 noch zu haben ist. Nur nebenbei: die version auf meiner “alten” 11.2 easyLINUX openSUSE Distribution ist 0.75-306.1 und damit neuer!?

Anscheinend gibt es Probleme mit KInternet weil (so ich lese) wireless Unterstützung im smpppt nicht mehr gegeben ist. Laut Ludwig Nussel (der ist offenbar dafür verantwortlich) war die Unterstützung von nicht-dialup Geräten ohnehin ein Hack! Wenn genügend Leute reklamieren so würde er die Sache nochmals überdenken. Er behaupted, dass smpppd nicht mehr erwünscht sei und “alle” NetworkManager bevorzugen würden.

Sein Vorschlag: die 11.2 Version von smpppd installieren, oder smpppd neu kompilieren und dem “configure” die Option “–enable-wireless” mitgeben.

In einem späteren Posting teilt Nussel dann aber mit, dass er non-dialup Unterstützung im smpppd wieder ermöglicht hat — das neue smpppd könne vom “network project” downgeloadet werden (wo auch immer das ist).

https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?id=628138

Ich habe auch bemerkt, dass KInternet “alte” Bibliotheken benötigt — das Tool ist wohl nicht mehr auf dem neusten Stand (aber eben, wenn andere dazu notwendige Programme nicht mehr passen, dann ist dies ja auch nicht mehr relevant).

Wie Du siehst, ist das ganze etwas involviert :-)

Es ist leider so, dass Programme (wie auch Menschen) irgendwann sterben. Als ein anderes Beispiel wäre hier das durchaus nützliche Tool “pdftk” zu nennen — funktioniert nicht mehr weil nicht kompatibel mit den neusten Versionen der benötigten Bibliotheken (und der Author von pdftk hat wohl keine Zeit für eine Anpassung).

(übrigens, QInternet ist vermutlich für dialup Verbindungen gedacht, bin mir aber nicht sicher.)

Gruss
Roland

Roland M. Egloff – Sonntag, 22. August 2010 20:38 Uhr

Gute Nachricht für KInternet Liebhaber:

Um KInternet zu gebrauchen muss auch smpppd installiert sein (KInternet ist ein Frontend für smpppd).

Ein neues smpppd mit non-dialup Unterstützung (notwendig damit KInternet funktioniert) kann von folgendem Link heruntergeladen werden:

https://build.opensuse.org/stage/package/binaries?package=smpppd&project=network&repository=openSUSE_11.3

KInternet (wie Horst bereits mitteilte) von:

http://tinyurl.com/347dfsw

Eine neuere Version (was neu ist oder besser weiss ich nicht) findet man auf der 11.2 Distributionen von (z.B.) easyLINUX.

Bemerkung:

Ludwig Nussel (ein Author von smpppd) hat zugestanden dass die fehlende non-dialup Unterstützung ein bug war der jetzt wieder korrigiert sein soll (*** ich habe dies noch nicht verifiziert ***).

Nussel’s Posts, leider auf Englisch:

https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?id=628138

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Wimpy * – Freitag, 27. August 2010 11:51 Uhr

Ich habe KInternet benutzt, um über die Usergruppe “dialout” zu bestimmen, wer ans Internet darf. Außerdem schätzte ich auch die Vorteile von KNetstats, und daß man nicht immer verbunden sein muß wie bei Networkmanager. Wlan brauche ich nicht, bin mit Ethernetkabel verbunden.
KInternet von SUSE 11.2 funzt nicht mehr unter 11.3
KNetstats auch nicht.
Qinternet geht auch nicht.
Deshalb, und NICHT weil ich Networkmanager so liebe, muß ich den benutzen.
Daß Menschen sterben müssen ist kein Argument dafür, gute Programme sterben zu lassen.
Siehe meine Frage vom 15.1.2010 “KNetworkManager vs. KInternet”.
Gibt es bitte nicht noch mehr User, die sich über die Verschlimmbesserung beschweren, vielleicht hilft es.

Roland M. Egloff – Montag, 30. August 2010 18:35 Uhr

Hallo Wimpy,

Ich habe KInternet (K nicht Q) auf meinem Rechner zum laufen gebracht.

Die Daten:

— suseLinux 11.3 (von der easyLINUX Distribution, mit allen online updates)

— KInternet kinternet-0.75-306.1.i586.rpm (von der 11.2 Distribution “gerettet”)

— smpppd mit mit non-dialup Unterstützung (siehe oben), heruntergeladen von:

https://build.opensuse.org/stage/package/binaries?package=smpppd&project=network&repository=openSUSE_11.3

(beim installieren von KInternet solltest Du online sein da noch ein paar Abhängigkeiten gelöst werden müssen.

Natürlich müssen noch eth0 und l0 für jedermann zugänglich sein und KInternet muss automatisch starten (mit KDE), etc. etc.

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QInternet habe ich nicht getestet. Angeblich ist QInternet das gleiche wie KInternet aber ohne KDE Bibliotheken.

Wie auch immer, Ich denke dass diese Tools nicht überleben werden.

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Übrigens binn ich mit Deiner Ansicht betreffend guten Prgrammen gleicher Meinung, aber eben, die Wirklichkeit ist anders. Es ist das gleiche mit Harware (Computer oder anderes). Ich habe mir kürzlich ein neues Motherboard gekauft (kaufen müssen, weil das alte den Geist aufgegeben hat — kommt auch vor!). Vom “alten” Zeugs kann fast nichts weiter gebraucht werden. Das Motherboard braucht ein neues Netzteil (ATX — 24 pin Power Steckwr, bisher 20; und 8 pin 12Volt, bisher 4 pin), nur noch ein EIED Stecker (bisher 2) dafür jede Menge SATA Anschlüsse, die Graphics Karte is nun PCIe-X16 (bisher AGP), “natürlich” sind auch der Processor und die Speicher Module mit “neuen” Anschlüssen…

Nun gut, es gibt wichtigeres.

Gruss,
Roland

Wimpy * – Donnerstag, 02. September 2010 13:56 Uhr

Hallo Roland,
ich bin jetzt mit KNetworkmanager immer mit dem Internet verbunden. Dank Flatrate macht das bei den Kosten nichts aus. Mitbenutzer, die nicht ans Internet dürfen, gibt es momentan nicht, aber ich finde es schade, daß es diese einfache Kontrollmethode über die Usergruppe “dialout” nicht mehr gibt. Außerdem wollte ich nicht verbunden sein, wenn es nicht nötig ist. Mit einem Laptop ginge es noch einfach, da läßt man das Ethernetkabel einfach draußen.
Ich gehöre also zu denen, die KNetworkmanager benutzen, obwohl sie ihn nicht lieben.
Es lohnt sich aber nicht mehr, großen Aufwand zum Erhalt von Kinternet zu betreiben, wenn dieses Programm garantiert bei der nächsten Version von SUSE nicht mehr geht.
Gruß Wimpy

Roland M. Egloff – Freitag, 03. September 2010 11:23 Uhr

Hallo,

Abschliessend noch fogenede Info.

Ich habe nun auch noch QInternet getestet — auch dieses Tool funktioniert bestens wenn smpppd mit non-dialup Unterstützung (siehe oben) installiert ist.

KInternet beötigt “alte” KDE Bibliotheken und installiert auch das “alte” Verzeichnis “~/.kde” (zusätzlich zum bereits existierenden “~/.kde4”).

QInternet ist “neuer” und daher vorzuziehen.

Gruss,
Roland

Wimpy * – Samstag, 04. September 2010 12:21 Uhr

Hallo,
ich habe jetzt smpppd mit non-dialup-Unterstützung installiert,
Version 1.60.46-14.1 von build.opensuse.org/network.
qinternet funktioniert, danke. Nachdem qinternet von SUSE 11.3 angeboten ist, wird das Progamm sicher auch später weiter gepflegt.
KNetworkmanager habe ich deinstalliert. Die Funktionsweise erinnert mich zu sehr an Windows, Zitat Boris Becker: Bin ich schon drin oder was?
Ich bin aber von Windows weg, weil ich nicht alles automatisch haben möchte: Linux wirbt doch damit, Kontrolle über alles zu haben, und genau das will ich.
Gruß Wimpy

Roland M. Egloff – Samstag, 04. September 2010 12:50 Uhr

Hallo Wimpy,

Danke für die positive Rückmeldung — bin natürlich gleicher Meinung.

Habe das smpppd rpm (binär sowie source) sicherheitshalber abgespeichert (just in case) :-)

Gruss,
Roland

Wimpy * – Samstag, 11. September 2010 11:39 Uhr

Und jetzt kommt noch die letzte Kontrolle, wer ans Internet darf und wer nicht:
In YAST ist bei den Netzwerkeinstellungen angekreuzt:
Netzwerkkarte manuell gestartet, und: Erlaube Gerätesteuerung für Nicht-Root-Nutzer über Qinternet. Das heißt aber, daß Alle Qinternet nutzen können.
Qinternet ist im Ordner usr/bin/ mit Berechtigung root/root -rwxr-xr-x.
Abändern in:
root/dialout
-rwxr-x—
Dann den Benutzern die Gruppe: dialout zuweisen.
Jetzt kann nur noch die Gruppe dialout über Qinternet ans Netzwerkkabel.