Frage zum Backup-Programm "Back in Time"

Autor

Freitag, 06. Dezember 2013 19:03:38

Hallo Community,

ich sichere meine Daten auf zwei Rechnern, die beide mit openSuse 12.3 laufen, mit Hilfe des Programms "Back in Time".
Der eine Rechner ist mein privater Laptop, der andere ein Desktoprechner bei meinem Arbeitgeber.

Gesichert wird jeweils das home-Verzeichnis auf eine externe Festplatte (nicht auf die selbe; es sind zwei verschiedene).

Mich wundert nun der enorm unterschiedliche Zeitaufwand, den ich auf den beiden Systemen benötige: Auf meinem Laptop ist ein Snapshot in weniger als 5 Minuten erstellt, während die Prozedur an dem Desktoprechner locker 45 Minuten dauert.

Dabei ist die Datenmenge auf meinem Laptop sogar erheblich größer, nämlich ca. 55 GB gegenüber 10 GB auf dem Desktoprechner.

Die kleinere Datenmenge dort verteilt sich aber auf etwa doppelt so viele Dateien - kann das ein Grund für die lange Dauer sein? Aber doch nicht so deutlich, oder?

Die Einstellungen in "Back in Time" dürften auf beiden Systemen mehr oder weniger identisch sein; ich meine jedenfalls, ich hätte hier wie da weitgehend die Default-Einstellungen beibehalten.

Das ganze ist auch kein eigentliches Problem für mich - ich frage mehr interessehalber.

Jürgen G.

3 Antworten


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Full rsync mode
Germar (unangemeldet), Samstag, 07. Dezember 2013 18:40:04
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Viele kleine Dateien brauchen bei BackInTime grundsätzlich länger als wenig große Dateien. Ganz besonders wenn man noch nicht den 'Full rsync mode' (ab Version 1.0.22) nutzt.

Die alte Methode sah in etwa so aus:
1) prüfen, ob sich Dateien gegenüber dem letzten Snapshot verändert haben mit 'rsync --dry-run'
2) allen Odnern des letzten Snapshots Schreibrechte gegeben
3) Hardlinks des letzten Snapshots in 'new_snapshot' erstellen mit 'cp -aRl'
4) allen Ordnern des letzten Snapshots die Schreibrechte wieder entziehen
5) alle Dateien im Ordner 'new_snapshot' beschreibbar machen
6) Änderungen mit 'rsync' übertragen
7) allen Dateien und Ordnern in 'new_snapshot' die Schreibrechte entziehen

Daher kann es sehr gut sein, dass doppelt so viele Dateien, es ein vielfaches länger dauern.

Die neue 'Full rsync mode' Methode sieht hingegen in etwa so aus:
1) neuen Snapshot sowie Hardlinks erstellen mit 'rsync --link-dest'
2) wenn keine Veränderungen von rsync gemeldet wurden, wird der Ordner 'new_snapshot' wieder gelöscht

Das ist natürlich wesentlich schneller, hat aber auch Nachteile:
- die Ziel-Partition muss alle 'Linux Dateirechte' beherrschen. Also User/Group/Other rwx, date, usw.
- die Snapshots sind nicht mehr 'nur-lesbar'. Sie können also leichter versehentlich gelöscht oder (un-)beabsichtigt verändert werden.

Schönen Gruß,
Germar, BIT dev Team


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Re: Full rsync mode
Jürgen G., Samstag, 07. Dezember 2013 22:25:52
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Danke für die Antwort - das wird es dann wohl sein. Da BackInTime bei mir in Version 1.0.20 läuft, kann ich dann ja wohl nicht den 'full rsync mode' nutzen.

Ob ich darüber hinaus noch gravierend unterschiedliche Einstellungen in BackInTime nutze (was ich nach wie vor nicht glaube), kann bzw. will ich dann erst ab Montag prüfen.



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Unterschiedliche Festplatten?
wolxXx (unangemeldet), Samstag, 07. Dezember 2013 09:40:58
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Hallo Jürgen,

kann es sein, dass du unterschiedliche Festplatten hast?
Eine SSD hat einen viel höheren Lese-Schreib-Zyklus.
Weiterhin kann es sein, dass es unterschiedliche USB-Typen sind.
Oder Back-In-Time hat die eine Datenmenge schon relativ gut abgedeckt, weshalb es schneller geht.
Oder du hast bei einem ein inkrementelles Backup eingestellt und bei dem anderen ein volles Backup.

Das wären meine Ansätze.

Grüße,

wolxXx


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