Acrobat Reader Plugin mit alternativen Browsern nutzen

Autor

Montag, 12. Juli 2010 23:29:43

Hallo,

das Acrobat Reader Plugin funktioniert wunderbar mit dem Firefox, doch andere Browser können zumindest unter Ubuntu das Plugin scheinbar nicht laden.

Jemand eine Idee, warum?

Ich programmiere gerade eine QT-Anwendung, die verschiedene Dokumentenformate mit Hilfe von Browser-Plugins anzeigen soll. Wenn ich für die Anzeige von PDFs völlig andere Wege gehen müsste, dann würde mich das völlig aus dem Konzept bringen. Aber unter Epiphany funktioniert es (warum auch immer) auch nicht.

Wenns mit dem Acrobat nicht klappt - kennt jemand ein alternatives PDF-Plugin, das Mozplugger nicht braucht?

GoaSkin

3 Antworten


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Warum Acrobat?
Marcel Hilzinger, Freitag, 23. Juli 2010 12:56:09
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Hallo GoaSkin,
gibt es einen Grund für Adobes PDF-Reader? Qt bringt doch mit Poppler selbst einen PDF-Betrachter mit bzw. Teile von Okular sollten sich als Qt-Anwendung integrieren lassen. Rein aus sicherheitstechnischer Sicht, würde ich vom Adobe Reader abraten.


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Re: Warum Acrobat?
Roland M. Egloff, Montag, 26. Juli 2010 11:38:34
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Hallo Marcel,

Für "normale" Anwendungen ist Okular schon einigermassen ok ... aber...!

Es gibt pdf Dateien welche mit Okular nicht (oder zumindest nicht vollständig) angezeigt werden können. Dies sind zum Beispiel (zumeist sehr) alte Bücher oder Dokumente welche "eingescanned" wurden -- also jede pdf Seite ist ein graphisches Image einer Buch Seite. Es gibt Verfahren (die ich leider nicht verstehe) wo solche Images (kann Bild und/oder Text sein) in einem multilayer Verfahren "eingescanned" werden um die Dateigrösse zu reduzieren, d.h. schwarz/weiss Regionen auf einer Seite werden schwarz/weiss "eingescanned" und alles übrige (gleiche Seite!) wird farbig "eingescanned." Diese Regionen können auch überlappend sein. Der pdf Reader muss dann in der Lage sein diese verschieden "eingescannten" Regionen (oder Layers) korrekt darzustellen: AcroReader kann das, Okular kann es nicht.

Ein anderes Beispiel:
Es gibt pdf Bücher welche alten Text darstellen -- es sind dies wiederum "eingescannte" Images dieser alten Dokumente. Um eine Suche in diesem Text (alles Images) zu ermöglichen, wird ein virtueller text, welcher mit einem OCR Verfahren generiert wurde, "unter" die graphischen Images gelegt -- ein zweiter Layer, unsichtbar, aber von der Such-Funktion gelesen. Auch hier gilt (leider): AcroReader kann das, Okular kann es nicht.

Und Okular ist langsam wenn das pdf Dokument kompliziert ist.

----------
Im folgenden können die Defizite von Okular gesehen werden (fehlende Graphik auf pdf Seiten 2, 3, 4; Löcher im Text auf pdf Seite 9 etc. etc.).
Jakob Böhme's sämmtliche Werke, Band sechs:
http://books.google.com/books?id=TNYMAAAAIAAJ&oe=UTF-8
----------
Okular kann die ersten Seiten (farbig) des folgenden Buches nicht darstellen:
"Das Büchlein von der ewigen Weisheit durch Heinrich Suso..." von Heinrich Seuse
http://books.google.ch/book...AA#v=onepage&q&f=false
----------

(übrigens ist auch ImageMagick nicht in der Lage solche "multilayer" Images zu verarbeiten -- z.B. Imgage extraction von einer solchen pdf Datei.)

Vielleicht weiss ein Leser mehr über diese Verfahren.

Freundlicher Gruss,

Roland



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Re: Warum Acrobat?
GoaSkin , Mittwoch, 28. Juli 2010 10:32:47
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Naja, es geht weniger darum, welches Programm die komplexesten PDFs darstellen kann.

Ich hatte nach Alternativen zum Acrobat Reader (!!!in Form eines Mozilla-Plugins!!!( gesucht und wurde einfach nicht fündig. Evince (Gnome) läuft nur als eigenständiges Programm, Okular (KDE) kann in echten KDE-Anwendungen zwar als Plugin genutzt werden, allerdings über eine völlig andere Plugin-Schnittstelle, die Nicht-KDE-Anwendungen nicht zur Verfügung steht.

Ich programmiere mit der QT-Bibliothek, halte aber die Abhängigkeiten so gering wie möglich und möchte die Plattform-Transparenz erhalten. Lösungen mit Abhängigkeiten wie Freetype, die unter Windows und OSX eigentlich nicht gebraucht werden, sind zuviel für ein kleines Programm.

Aber ich habe das Problem nun ganz anders gelöst: PDF-Dateien werden unter Linux und Mac OS dynamisch mit den SWF-Tools in Flash-Dateien mit integriertem Frontend konvertiert und über den Flashplayer ausgegeben. Unter Windows werden PDF-Dateien über den Acrobat-Reader ausgegeben (SWFTools setzt da zuviel Zeug voraus). Das alles jeweils über ein Webkit-Widget im Programmfenster.


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