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4k-Platten: Plattengeometrie auslesen

4 Antworten

Nachricht Autor

Mittwoch, 17. November 2010 19:20:08

Hallo,

weiß hier jemand, was ich für ein Ergebnis bekomme, wenn ich mit "hdparm -g" die Geometrie einer 4k-Platte (hier Samsung HD204UI) auslese? Die physikalische Aufteilung oder was die 512Byte-Übersetzung der Elektronik zurückmeldet?

Bekanntlich kann man fdisk und Kollegen diese physikalischen Parameter übergeben, um die Partitionen genau an den 4k-Grenzen anzulegen, wie es z.B.Christoph Zimmermann unter http://brain4free.org/wiki/...d_advanced_format_hd_mit_linux für die WD EARS-Serie bechreibt. Leider druckt Samsung diese Daten nicht mehr auf die Platte (nur LBA 3.907.029.168 2 TB) und auch auf deren Webseite ist nichts zu finden.

Gruß

Lemi

Ulrich Lehmkühler

Moderiert von: Marcel Hilzinger


Antworten
Re: 4k-Platten: Plattengeometrie auslesen
Philipp Klaus, Donnerstag, 18. November 2010 18:40:08
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Die Geometrie-Angaben moderner Platten sind eigentlich immer Übersetzungen in ein altes Format, damit Rückwärtskompatibilität gewahrt bleibt und haben nichts mit der physikalischen Geometrie zu tun. Meine Platte meldet z.B. 255 Köpfe, besteht aber nur aus zwei Platten, was 4 Köpfen entspricht.
Für das Thema mit den 4k-Blöcken ist das aber auch nicht relevant, denn es muss nur sichergestellt werden, dass die wichtigen Partitionen an einer durch 8 teilbaren Sektornummer beginnen. Mit den im Artikel erwähnten Werten für den fdisk-Aufruf ist dies normalerweise der Fall (genau genommen sogar 128k-Grenzen). Achtung: die erste Partition muss immer bei 1 starten, hier solltest Du also eine eher unwichtige Partition erstellen oder sogar nur einen Dummy plazieren.


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parted statt fdisk
Peter Flicker, Donnerstag, 18. November 2010 18:50:06
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Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das genau zum Thema passt, aber ich denke auf irgendeiner OpenSuse-Mailingliste habe ich mal gelesen, dass man für die neuen Festplatten nur noch parted benutzen soll, kein fdisk mehr. Genau aus dem Grund, weil bei fdisk die Gefahr besteht, dass es die Platte nicht richtig formatiert/die Grenzen falsch erkennt.


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Re: 4k-Platten: Plattengeometrie auslesen
Ulrich Lehmkühler, Samstag, 20. November 2010 03:46:29
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Nun, das ist in der Tat schon lange so. Mein Fehler war der Parameter "-g" , der liefert in der Tat "geometry = 60801/255/63, sectors = 976773168, start = 0", damit kann man nichts anfangen.

Ich hätte genauer in die Manpage schauen sollen. "-I" ist wesentlich aussagekräftiger. Dort findet sich u.a. die Zeile "MaxMultSect=16, MultSect=?0? CurCHS=16383/16/63, CurSects=16514064, LBA=yes, LBAsects=3907029168" LBAsects steht auch auch auf der Platte aufgedruckt.. Weiter unten steht dann:

"CHS current addressable sectors: 16514064
LBA user addressable sectors: 268435455
LBA48 user addressable sectors: 3907029168
Logical Sector size: 512 bytes
Physical Sector size: 512 bytes"

Langsam wird es etwas verwirrend (selbst wenn man die CHS-Werte ignoriert), zumal bei der normalen Paritionierung bei Sektor 63 begonnen wird, wenn die Platte komplett als eine Partition (Videolager) verwendet werden soll. Wenn ich aber bei Sektor 64 (wie auch bei o.g. Webseite) beginne, um mögliche Leistungseinbußen (zusätzliche Umdrehung zum Lesen eines Sektors) zu verhindern, dann mault "parted" über die fehlende Orientierung an den Zylindergrenzen. Daher wollte ich fdisk die Platten-Parameter direkt übergeben.

Außerdem kann es doch nicht sein, daß die Werte für WD10EADS (-H 224 -S 56) auch für die Samsung gelten ("Mit den im Artikel erwähnten Werten für den fdisk-Aufruf ist dies normalerweise der Fall")?

Wenn ich mit Grmlmonster (LU 7/10) boote, dort mittels Gparted die ganze Platte mit ext4 partitioniere, und mir dann das Ergeniss anschaue, meckert "fdisk" über "5135 unallocated 512-byte Sectors", das wäre noch zu verschmerzen. "parted", umgstellt auf Einheit" kiB" gibt auf den Befehl "print" aus: Start 32,3kB, Ende 2000GB SIze 2000GB. Genau der krumme Startwert bereitet Kopzerbrechen. cfdisk meldet 243201 Zylinder, bezogen auf die 3907029168 Blöcke sind das 16065,021 Blöcke pro Zylinder - geht auch nicht. sfdisk meldet mit Parameter "-uB" Start Block 31+, Ende Block 1953512032, bei den Zylindern ist es sich einig mit cfdisk - wenigstens etwas.

Nur wie bekomme ich jetzt die 128k-Rgel mit der krummen Blockzahl 16065,021, daß ich sowohl einen gerade "8er" Startblock habe als auch komplette Zylinder? Danke UL


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Re: 4k-Platten: Plattengeometrie auslesen
Philipp Klaus, Montag, 22. November 2010 12:20:26
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> Außerdem kann es doch nicht sein, daß die Werte für WD10EADS
> (-H 224 -S 56) auch für die Samsung gelten ("Mit den im Artikel
> erwähnten Werten für den fdisk-Aufruf ist dies normalerweise der Fall")?

Doch das kann sein. Die Werte wurden ursprünglich für eine SSD (Solid State Disk) berechnet, weshalb sich die Ausrichtung an 128kB ergibt. Da 128kB ein Vielfaches von 4kB ist, funktioniert es auch problemlos für Harddisks, die 4kB-Blöcke verwenden, funktionieren. Diese Werte werden von fdisk meines Wissens sowieso nur für die Berechnung der korrekten Sektorennummern der Partitionsgrenzen verwendet.

Diese korrekten Werte für Deine 4kB-Block-Platte sind nicht in erster Linie wegen der Umdrehung oder etwas Ähnlichem wichtig, sondern weil sonst für 4kB-Blöcke, die geschrieben werden, jeweils zwei 4kB-Blöcke auf der Platte verändert werden müssen, was die Performance herunterreisst.
Beispiel: Wenn die Partition bei Sektor 63 beginnt und der Kernel lagert z.B. einen Memory-Block (4kB) auf die Platte aus, sagen wir gleich am Anfang der Partition, so schreibt er die ersten 512 Bytes in den 8. Block der Platte und die restlichen 3.5 kB in den 9. Block der Platte. Für das Betriebssystem sieht das ganz sinnvoll aus, weil die Platte ja vorgibt, aus 512 Bytes-Blöcken zu bestehen. Platten-intern wird der Schreibzugriff auf die beiden Blöcke aufgeteilt, was dann zu zwei Lese- und zwei Schreibzugriffen führt (die lesenden, damit der alte Inhalt im nicht-überschriebenen Teil nicht ändert). Ich hoffe, das war jetzt nicht zu umständlich formuliert :-).


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