Viele Terminals im Griff mit Terminator

Terminator
Terminator
07.05.2013 10:57

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine aber äußerst nützliche Programm öffnet gleich mehrere Terminals in einem Fenster und ordnet diese dann in einem Gitter an. Reicht der Platz irgendwann nicht mehr aus, öffnet man einfach weitere Register.

Einspieler

Der in Python geschriebene Terminator liegt in den Repositories aller großen Distributionen. Sollte das widererwartend nicht der Fall sein, gibt es den Quellcode auf der Terminator-Homepage. Die einzigen Abhängigkeiten der derzeit aktuellen Version 0.97 sind Python ab Version 2.5 sowie die Python-VTE-Bindings. Letztgenannte stecken unter Debian und Ubuntu im Paket python-vte. Die Installation erfolgt dann nach dem Entpacken des Quellcodearchivs per:

./setup.py install --record=install-files.txt
Terminator bei der Arbeit

Teile und Herrsche

Terminator orientiert sich am GNOME-Terminal und sieht deshalb zunächst auch ein wenig nach einem solchen aus. Ein Menü gibt es nicht, die Steuerung erfolgt über das Kontextmenü der rechten Maustaste oder Tastenkombinationen.

Per [Strg]+[Shift]+[O] halbiert sich das Fenster und zeigt ab sofort zwei Terminals übereinander an. Analog teilt [Strg]+[Shift]+[E] das Fenster in der Vertikalen. Die Grenzen zwischen den Terminals kann man verschieben, indem man mit der Maus die Trennlinien an eine andere Stelle zieht. Damit macht man gleichzeitig die einzelnen Terminals größer beziehungsweise kleiner.

Zwischen den Terminals wechseln [Strg]+[Shift]+[N] und [Strg]+[Shift]+[P]: Das N steht für Next und fokussiert das folgende Terminal, P das vorhergehende. Um ein Terminal innerhalb des Fensters an eine andere Stelle zu verschieben, zieht man es mit der Maus an seiner kleinen Titelleiste an seine neue Position. Wo das Terminal nach dem Loslassen der Maustaste genau landet, zeigt ein grauer Bereich. Terminator schließt ein Terminal durch die Eingabe von exit oder einen Rechtsklick in das fragliche Terminal gefolgt von Schließen.

Wenn der Platz nicht mehr ausreicht, zaubert man ein neues Register hinzu, indem man die rechte Maustaste drückt und dann Reiter öffnen beziehungsweise Open Tab wählt. Jedes Register lässt sich jetzt wie gehabt weiter unterteilen. Über [F11] schaltet man zwischen Vollbild und Fensterdarstellung um.

Terminator kennt noch weitere nützliche Funktionen, welche die Manpage man terminator ausführlich beschreibt. So kann man beispielsweise einen Befehl an mehrere Terminals gleichzeitig schicken oder ein ganz bestimmtes Layout vorgeben.


Kommentare
Default Shell in ....
Michael (Majestyx) Kappes, Donnerstag, 16. Mai 2013 14:14:56
Ein/Ausklappen

XFCE - jedenfalls bei den Debianoiden. Hab ich so beobachtet....

Supertipp, DANKE!




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