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[Update] Tumbleweed für OpenSuse einrichten

[Update] Tumbleweed für OpenSuse einrichten

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Für alle Fans von OpenSuse und von Rolling Releases stellt das OpenSuse-Projekt seit kurzem ein neues Repo mit dem Namen Tumbleweed bereit. Darin befinden sich aktuelle und getestete Versionen des Kernels und von Programmen. Tumbleweed stellt damit einen idealen Kompromiss zwischen dem praktisch tagesaktuellen Factory-Zweig und der aktuellen stabilen Version (jetzt 11.4) dar. Zudem erspart das neue Repos größere Updates. Mit Tumbleweed ist man stets auf dem aktuellen Stand.

Und so geht's:

  • Starten Sie ein Terminalfenster mit Admin-Rechten. KDE-Benutzer drücken dazu [Alt]+[F2] und geben den Befehl kdesu konsole ein. Nach einer Passwortabfrage startet die Konsole mit Root-Rechten.
  • Geben Sie folgenden Befehl ein, um Tumbleweed als Repo hinzuzufügen:
zypper ar http://download.opensuse.org/repositories/openSUSE:/Tumbleweed/standard/ TUMBLEWEED
  • Geben Sie folgenden Befehl ein, um die Priorität des Repos auf 50 zu setzen (je niedriger die Zahl, desto höher die Priorität):
 zypper mr -p 50 TUMBLEWEED

Nun müssen Sie noch die Repodaten aktualisieren und den Schlüssel des Tumbleweed-Repos akzeptieren. Dazu rufen Sie noch als Root zypper refresh auf.

Beim nächsten Ugrade mit zypper dup ist Ihre OpenSuse-Version auf dem Stand von Tumbleweed. Aktuell (Mitte März 2011) bedeutet das unter anderem Kernel 2.6.37.4 (mit zahlreichen Sicherheitspatches, die der offizielle Kernel von Version 11.4 noch nicht enthält), eine aktuellere Kernel-Firmware-Version und eine funktionierende Samba-Version.

WICHTIG: Wer die Tumbleweed- und Packman-Repos zusammen nutzt, sollte auch von Packman das passende Tumbleweed-Repository einrichten:

http://packman.inode.at/suse/openSUSE_Tumbleweed/Essentials/

[Update 19.03.2011:] Wer den Kernel über Tumbleweed oder ein anderes Repository auffrischen möchte, muss dazu zypper explizit mit der entsprechendenden Kernelversion aufrufen. Den passenden Aufruf zeigt zypper automatisch an, wenn man den Befehl zypper up kernel-default eingibt, zum Beispiel:

zypper install kernel-default-2.6.37.4-17.1.i586
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Kommentare
Tumbleweed + Packman ?
Stefan (unangemeldet), Montag, 21. März 2011 07:19:30
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Ich nutze z.Z. schon das Tumbleweed Repro nur das Packman Tumbleweed noch nicht .
1- Ist es zwingen norwendig das von Packman mit hinzuzufügen ?
2- Was ist mit meinen anderen Repro´s werden die auch irgendwann mal Tumbleweed ?


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Re: Tumbleweed + Packman ?
Marcel Hilzinger, Montag, 21. März 2011 18:24:27
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Zu 1)
Ja, ich würde das separate Packman-Repo einbinden. Aktuell scheint das keine Rolle zu spielen, weil Tumbleweed und 11.4 ja ganz nahe zusammen liegen und sich die Versionen kaum unterscheiden. Doch in 6 Monaten wird das schon ganz anders aussehen und dann gibt es vermutlich Probleme, wenn Packman nicht zu Tumbleweed passt.

Zu 2)
Welche Repos benutzt du denn noch? Das hängt immer vom Maintainer des Repos ab. Wer seine Pakete im OpenSuse-Buildservice baut, kann die Abhängigkeiten relativ einfach lösen und Tumbleweed einfach zur Liste der unterstützten Versionen hinzufügen. Wenn jemand hingegen Pakete außerhalb des OBS baut, dann dürfte es schwieriger werden.

Wie gesagt, in den kommenden Wochen dürfte es damit kaum Probleme geben, doch je älter die Distro desto mehr weicht eine Tumbleweed-Version von 11.4 ab, bis sie dann schließlich in 8 Monaten zu 11.5/12.0 wird. Und da würde ja auch niemand fragen, ob er für 11.5 eine separate Packman-Version braucht :-)


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Re: Tumbleweed + Packman ?
Tarzan (unangemeldet), Mittwoch, 23. März 2011 16:51:51
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Bevor die Tumbleweed Repo intensiv verwendet wird, ist es ratsam einen blick in die openSUSE Mailingliste (Factory) zu werfen, denn so wie es scheint gibt es immer wieder mal Probleme (Abhängigkeiten, Downgrades). Auf einem Produktiv System würde ich Tumbleweed nicht verwenden, zu Rsikant. Ich glaube mal irgendwo über einen Artikel gestolpert zu sein der zum Inhalt hatte das Tumbleweed erst so richtig ab der kommenden noch unbetitelten SUSE Ausgabe funktionieren soll. Desweiteren ist wäre diese Repo nur Sinnvoll wenn alle anderen (die der Durchschnitts Anwender so nutzt) wegfallen. Wäre dem nicht so und es werden hier und da die üblichen und weitere Repos Gebraucht, kann man auch ein Distribution Upgrade machen.

So wie es bisher aussieht, ist Tumbleweed nur eine weitere Repo wie es einst mal Contrib war.


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Re: Tumbleweed + Packman ?
Ulf B., Mittwoch, 23. März 2011 21:04:26
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Achtung Tarzan,

also Tumbleweed wurde schon seit 11.3 aufgebaut, aber funktioniert erst jetzt mit 11.4 richtig. Ist ganz klar die Aussage auf der openSUSE mailing Liste die ich lese (steht glaube ich auch irgend wo im Internet). Tumbleweed ist so etwas wie bei Debian zwischen Stable und Testing.

Factory ist wie bei Debian Unstable, und ist der aktuelle entwicklungszweig. Dieser sollte nicht auf Produktivsystemen und von Endbenutzern benutzt werden! Hat also rein gar nichts mit Tumbleweed zu tun. Tumbleweed wurde letztendlich aus der Problematik mit Factory heraus initiiert und kann als ein getestetes Factory betrachtet werden.

Mehr Details bitte aus dem Artikel und entsprechenden Artikeln auf openSUSE.

Gruß
Ulf


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Re: Tumbleweed + Packman ?
Tarzan (unangemeldet), Donnerstag, 24. März 2011 08:29:05
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Ich weiß das es schon mit 11.3 Tumbleweed los ging, mit 11.4 angeblich richtig los gehen sollte aber laut Mailinglisteninfo erst doch mehr Sinn machen soll mit kommender SUSE (11.5/12.0?) Version. Auch das es ein Zwischending (Stable/Factory) sein soll ist soweit alles bekannt und nichts neues.

Ich denke mal die Wissen es selbst nicht genau was das nun so richtig mit Tumbleweed sein soll. Einerseits ist gar nicht klar welche Projekte (KDE, Gnome etc) da beim Tumbleweed mit machen, sprich Pakete liefern, noch wie die Projekte die mit machen werden dann dafür ihr eigenen Repos so um Gestalten das man nicht komplett die Orientierung verliert. Allein wenn ich mir das KDE Repo Chaos anschaue, wird mir übel. KDE:Stable, KDE:Release 45/46, Extra, Apps, Factory, Unstable und was weiß der Kuckuck noch. Jetzt stelle ich mir gerade vor die machen das wie Packman und schmeißen da zu den vorhandenen KDE Repos noch eine Tumbleweed rein. Das gilt ja für alles und alle anderen Projekte wie Gnome, Multimedia, LibreOffice usw auch.

Angenommen es machen von mir jetzt genanten Projekte nicht mir, was passiert dann? Kann man KDE oder Gnome Repos mit der Tumbleweed mischen, oder nicht. Denn so einfach wird das in Sachen Abhängigkeiten nicht sein, da wird es mit Sicherheit Probleme geben werden die User nur noch mehr verwirren werden als das bisher schon ist. Deutlich wird das wenn man sich in Foren manche Repo-Sammlung von Usern anschaut die sich Probleme eingehandelt haben.

Nochmal, mir würde sich der SInn erschließen wenn es schon tatsächlich eine Art "Rolling Releases" sein soll, was bedeuten müsste das Nutzer dieser Repo auf alle, oder wenigstens die meisten, anderen Repos (Desktop) die vom Standard abweichen nicht mehr nötig wären. Dem ist aber nicht so, was mir sagt das Tumbleweed eine weitere von schon 'zig dutzenden anderen Repos ist die jetzt schon keiner mehr richtig durchschaut. Die Gefahr ist weiterhin das es User gibt die jetzt noch mehr Repos vermischen werden wie es bisher schon der Fall war.

Man könnte ja noch den Usern das ganze wenigstens ein bischen erleichtern, wenn der ganze Repo Dschungel irgendwo richtig Dokumentiert wäre. Ist es aber nicht, und kommt mir keiner mit engl. Seiten. Ich bin deutschsprachiger User der nicht erst einen engl Kurs machen will nur weil man eine Beschreibung einer Repo lesen will.

Für mich ist das ganze ein guter Grund mehr da nur ein Gastspiel bei openSUSE abzuhalzten, als eine dauerhafte Freundschaft. Da gehts wo anders geordneter zu, und man findet wenigstens vernünftige Doku für sein OS.


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