Schnellstes Repository unter Linux Mint 15 einstellen

Automatische Server-Suche in Linux Mint 15
Automatische Server-Suche in Linux Mint 15
02.07.2013 11:32

In den Standardeinstellungen nutzt Linux Mint 15 ein schneckenlahmes Repository in den USA. Glücklicherweise findet die Distribution automatisch eine schnellere Alternative (Mirror beziehungsweise Spiegelserver). Wie man diese Suche für Linux Mint 14 und Ubuntu anstößt, war bereits Thema in einem älteren Tipp der Woche. Unter Linux Mint 15 hat sich das Verfahren jedoch geändert – allerdings nur in der Main Edition. Wer eine Debian Edition verwendet, verfährt einfach wie im alten Tipp für Linux Mint 14 geschildert.

Sofern die Verbindung nicht zu langsam ist, sollte man unter Linux Mint 15 zunächst über die Aktualisierungsverwaltung alle ausstehenden Updates einspielen (das entsprechende Fenster findet man im Startmenü in der Gruppe Einstellungen). Die Verwaltung für die Paketquellen besitzt im Auslieferungszustand einen Fehler, der bei der Suche nach einem schnellen Repository immer mal wieder zu einem Absturz führen kann.

Sobald das System auf dem aktuellen Stand ist, ruft man im Startmenü unter den Einstellungen die Software-Paketquellen auf. Nach der Eingabe des eigenen Passworts stellt man sicher, dass der Knopf Offizielle Paketquellen gedrückt ist. Linux Mint 15 basiert auf Ubuntu und erweitert dieses mit einigen eigenen Paketen. Linux Mint zapft daher gleich zwei Server an: einen mit dem Repository der Ubuntu-Distribution und einen weiteren, der die speziellen Linux-Mint-Pakete bereithält. Der Server mit den Mint-Paketen ist unter Haupt (olivia) eingestellt, der mit dem Ubuntu-Repository unter Basis (raring).

Die neue Paketquellen-Verwaltung von Linux Mint 15

Um einen schnelleren Haupt-Server zu wählen, klickt man auf die entsprechende Schaltfläche (http://packages.linuxmint.com). Linux Mint 15 ruft jetzt nacheinander alle in der Liste verzeichneten Server ab und prüft ihre Geschwindigkeit. Wie flott ein Server antwortet, verrät der Balken in der Spalte „Geschwindigkeit“. Ein langer grüner Balken steht für ein besonders schnelles Exemplar, solche mit einem kurzen roten Balken sollte man eher meiden. Netterweise sortiert Linux Mint alle Einträge automatisch nach ihrer Geschwindigkeit. Man muss folglich nur warten, bis ganz oben in der Liste der schnellste Server erscheint. Doch Vorsicht: Während der Suche ändert sich immer wieder die Reihenfolge und somit auch insbesondere die Länge der Balken. Entdeckt Linux Mint einen besonders schnellen Server, kann sogar ein bislang grüner Server plötzlich einen kurzen roten Balken erhalten. Man sollte daher unbedingt warten, bis Linux Mint mindestens die Hälfte der Server überprüft hat, was wiederum mehrere Minuten dauern kann.

Hier ist derzeit noch ein Server aus den USA am schnellsten.

Den Fortschritt kann man prüfen, indem man mit der Bildlaufleiste nach unten fährt. Alle noch nicht untersuchten Server besitzen in der Spalte Geschwindigkeit noch keinen Balken beziehungsweise Strich. Man sollte zumindest warten, bis die Server aus Deutschland durchgelaufen sind. Wie auch schon bei Linux Mint 14 müssen die allerdings nicht zwingend auch die schnellsten sein. Sobald Linux Mint genügend Server angesprochen hat, markiert man den eigenen Favoriten (in der Regel also den obersten in der Liste) und klickt auf Anwenden.

Das gleiche Verfahren wiederholt man jetzt noch mit dem Server für das Ubuntu-Repository, indem man rechts neben Basis (raring) auf http://archive.ubuntu.com/ubuntu klickt, eine Weile wartet, den obersten Eintrag auswählt und diesen mit Anwenden übernimmt. Im Fall des Ubuntu-Repositorys stehen mehr Server bereit, die Suche dauert folglich auch etwas länger.

Nachdem man zwei neue Server ausgewählt hat, muss man noch einmal rechts oben auf Zwischenspeicher erneuern klicken. Damit aktualisiert Linux Mint seine Paketdatenbank. Dabei sieht man auch gleich, ob die neuen Server wirklich flott antworten: Der Fortschrittsbalken sollte relativ schnell durchlaufen. Zu den vorgegebenen Servern kann man übrigens immer wieder mit einem Klick auf Standardeinstellungen wiederherstellen zurückkehren.


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