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Oracle Java unter Ubuntu
Oracle Java unter Ubuntu

Oracle Java unter Ubuntu, Debian und LinuxMint installieren

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Debian, Ubuntu und alle darauf aufsetzenden Varianten installieren Java nur noch in Form des freien OpenJDK. Einige Programme und Spiele verlangen jedoch zwingend nach Oracles Java Runtime Environment (JRE). Dazu zählt beispielsweise das Spiel Operation Stormfront: Desert Stormfront [1].

Früher konnte man Oracles JRE noch in Ubuntu über das Software-Center aus dem Partner-Repository hinzuholen. Nachdem das JRE durch zahlreiche Sicherheitslücken aufgefallen war, entfernte es Canonical. Debian 6 bringt nur Java 6 im non-free-Repositoriy mit – und das auch noch in einer gnadenlos veralteten Version. Man kommt folglich nicht umhin, sich das auf der offiziellen Java-Homepage [2] bereitgestellte Paket herunterzuladen.

Doch Vorsicht: Man ist damit alleine für die Aktualisierung und Pflege zuständig. Da Oracles Java-Paket immer wieder durch Sicherheitslücken aufgefallen ist, sollte man hier nicht schludern.

Kaffeewahl

Um das JRE herunterzuladen, klickt man unter [2] auf den roten Knopf Kostenloser Java-Download und entscheidet sich dann auf einem 32-Bit-System für den Link Linux. Besitzer eines 64-Bit-Systems wählen hingegen Linux x64. Die Datei lässt man im Heimatverzeichnis speichern.

Jetzt schließt man den Browser und öffnet ein Terminal-Fenster. Darin entpacket man die Archivdatei mit:

sudo tar xvfz jre-7u9-linux-i586.tar.gz -C /opt

jre-7u9-linux-i586.tar.gz steht dabei für den Namen der heruntergeladenen Datei. Im Verzeichnis /opt liegt jetzt Java im Unterverzeichnis jre1.7.0_09. Der Verzeichnisname setzt sich aus der Java-Version (im Beispiel 1.7.0) und einer angehängten Revisionsnummer (_09) zusammen.

Jetzt muss man nur noch Ubuntu mitteilen, diese Java-Version standardmäßig zu nutzen. Das erledigen die folgenden vier Befehle:

sudo update-alternatives --install "/usr/bin/java" "java" "/opt/jre1.7.0_09/bin/java" 1
sudo update-alternatives --install "/usr/bin/javaws" "javaws" "/opt/jre1.7.0_09/bin/javaws" 1 
sudo update-alternatives --set "java" "/opt/jre1.7.0_09/bin/java"
sudo update-alternatives --set "javaws" "/opt/jre1.7.0_09/bin/javaws"

Den Verzeichnisnamen muss man an die eigenen Gegebenheiten anpassen. Im Terminal sollte jetzt der Befehl

java -version

eine ähnliche Ausgabe wie die in der nachfolgenden Abbildung erzeugen. Taucht noch irgendwo die Bezeichnung OpenJDK auf, stimmt einer der obigen Befehle nicht.

Oracle Java ist unter Ubuntu mit wenigen Kommandozeilenbefehlen eingerichtet.

Oracle Java ist unter Ubuntu mit wenigen Kommandozeilenbefehlen eingerichtet.

Feuerfuchs

Wer zusätzlich noch das Java-Browser-Plugin nutzen möchte, beendet Firefox und ruft auf einem 32-Bit-System folgende Befehle auf:

sudo update-alternatives --install "/usr/lib/mozilla/plugins/mozilla-javaplugin.so" "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/i386/libnpjp2.so" 1
sudo update-alternatives --set "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/i386/libnpjp2.so" 

Nutzer eines 64-Bit-Systems verwenden hingegen:

sudo update-alternatives --install "/usr/lib/mozilla/plugins/mozilla-javaplugin.so" "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/amd64/libnpjp2.so" 1
sudo update-alternatives --set "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/amd64/libnpjp2.so" 

Anschließend vergewissert man sich in Firefox beziehungsweise Iceweasel unter Extras | Add-Ons im Bereich Plugins, dass außer dem Java(TM) Plug-in 1.7.0_09 kein weiteres Java-Plugin aktiv ist.

Hier nutzt Firefox das Java-Plugin von Oracle.

Hier nutzt Firefox das Java-Plugin von Oracle.

Rolle rückwärts

Um wieder zum alten OpenJDK zurückzukehren, genügen die folgenden zwei Befehle:

sudo update-alternatives --remove "java" "/opt/jre1.7.0_09/bin/java"
sudo update-alternatives --remove "javaws" "/opt/jre1.7.0_09/bin/javaws" 

Das Browser-Plugin entfernt auf 32-Bit-Systemen:

sudo update-alternatives --remove "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/i386/libnpjp2.so" 

und auf 64-Bit-Systemen:

sudo update-alternatives --remove "mozilla-javaplugin.so" "/opt/jre1.7.0_09/lib/amd64/libnpjp2.so" 

Anschließend kann man das Verzeichnis /opt/jre1.7.0_09 löschen.

Infos

[1] Das Spiel zum Wochenende: Operation Stormfront: Desert Stormfront, Tim Schürmann: „Lauer Wüstensturm“, LinuxCommunity, 20.10.2012:
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Operation-Stormfront-Desert-Stormfront

[2] Oracle Java:
http://www.java.com/de/download/

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Kommentare
Ab Debian Wheezy gehts noch anders
TheOne (unangemeldet), Montag, 22. Oktober 2012 23:27:16
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Hi,

ab Debian Wheezy sollte man sich das Paket "java-package" mal ansehen. Die man-pages zu make-jpkg lesen und update-java-alternatives passender weise gleich dazu.

Kurz gesagt, damit wandelt man das Java Binary erst in ein Debian Paket um es sauber über die Paketverwaltung zu installieren. Danach kann man diese Java-Installation nach Herzenslust als Default verlinken.

Gruß TheOne


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Alternative
Tim Schürmann, Montag, 22. Oktober 2012 22:35:17
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Auf Facebook wurde auf einen zweiten Weg hingewiesen: Für Ubuntu gibt es ein PPA-Repository, das die aktuelle Java-Version von Oracle anbietet. Dieses bindet man ein mit:

sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/java
sudo apt-get update

und installiert dann Java via:

sudo apt-get install oracle-java7-installer

Diese Methode hat allerdings zwei Nachteile: Zum einen muss man dem Repository(-Betreiber) vertrauen, zum anderen ist das Repository auf Ubuntu zugeschnitten.


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Re: Alternative
kozina (unangemeldet), Mittwoch, 15. Mai 2013 07:48:09
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genau das ist was ich ewig gesucht habe.
nun funtzt auch java bei problem seiten zb. knuddels.
super tip danke..


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